Band 
Erster Theil A - C.
Seite
1393-1394
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1393 BROCKES BROCKTORF

Herrn erwehlet, zu verschiedenen Gesandtschafften ge-braucht, und 1735 als Amtmann nach Ritzebüttel ge-sandt, allwo er die gewöhnlichen sechs Jahr verblieb,und nach seiner Zurückkunst 1747 den 16 Januar, zuHamburg verstarb. Seine Schrifften sind: diss. deCambio ; öec für die Sünden der LVclt gemarterteund sterbende Jesus aus den 4 Evangelijlen in ge-bundener Rede vorgestellt; verdeutschter bethlehc-mitischer Linder-Mord OesRitters Marina, nebstdes Ueberjeyers eigenen Wcrckcn; irdisches Ver-gnügen in Gott, in IX Theilen; die 4 Jahrs.Zeitena-us dem Englischen des Herrn Tomsons übersetzt,als ein Anhang zum irdischen Vergnügen in GOtt;harmonische -Himmels-Lust im Irdischen; Ausrugder vornehmsten Gedichte aus-Herrn Lrockes irdischem Vergnügen in Gort, mit Kupffcrn aus Licht ge-stellet von D. Wilckcns und -Hagedorn; Popen» ausdem Englischen in deutsche Verse übersetzter Versuchvom Menschen. Don dem Hamburgischen Patriotensind ihm vieleStückezuzuschreiben. So stehenauch vie-le semer Gedichte in der Poesie der Niedersachsen. Bi,s.

Goetten.

£ R O C K E S, siehe Brokes.

BROCKTORF ( Bened. ), ein hollsternischer Edel-mann, aus dem r/Seculo, hielt sich etliche Jahre zuStraßburg Studirens halber auf, war sehr fleißig,disputirte unter Böclern in cap. I 8c II üb. 1 Annal.Taciti, hielt auch eine öffentliche Rede de AlexandroUt, postquam degeneravir, pacis bellique vitiis ma-ßn 0, lie íucceíTus felicitate minore. Ob er oder seinVetter, der hernach folgende (Uva, die dilp. de dotali-tio verfertiget, ist zweifelhaft. Mol.

BROCKTORF (Ova), ein hollsteinischerEdelmann,war des vorhergehenden Lcncdicri Vetter, studirte4Jahr zu Straßburg, siehe sich darauf; Jahr aufReisen i» L.llaud, Engelland und Franckreich um,und gelangte 1647 wieder nach Hause. Er hat zuStraßburg eine öffentlich gehaltene Rede de Alexan-dre ut pacis bellique Iaudibus magno, iic rerum suc-cesl'u majore heraus gegeben, anst) allda gleichfallsunter Löclern über Tadri Anmles disputirt. Mol.

BROCKTORF (Wolf), von einigen unrecht Wolk-gang vorgcnahmt, ein hollsteinischer Edelmann, ge-bohren 1650 im Jamiario, studirte 670 zu ErfurtdieRechte, und wendete dabey so vielen Fleiß an, daßer bereits in seinem 21 Jahr das gantze Civil - Recht in7 Disputationen vorgestellet, und die letzte davon alsVorsitzender vertheidiget, welche als ein Tractat unterdem Titel Nucleus juris pandectarum julHnianei, leuselecta juris privati exercitationibus septem propo-lira zusammen gedruckt worden, disputirte auch de ju-re armorum Lc armandiarum. Nach stineri672 erfolg-ten Zurückklinfft, legte er zu Kiel ebenfalls eine Probeseiner Geschicklichkeit ab, und hielt 1672 eine juristi-sche Disputation de side als Prgses. Er that daraufeine Reise, und setzte sich nach deren Endigung bey denKönigen in Dännemarck Christian V undLriverico IVm solche Gcnade, daß er nicht nur 1632 zum Land-Gelehrt. Lexic. T. I.

BROCOURT BRODERICUS 1394

schaffts-Rath, sondern auch hernach zum Staats-undgeheimen Rath angenommen ward. Er erhielt 1698den Dancbcog Orden, und starb 1732 imDec. Mol.

de BROCUUR I (Wiiiiebn Bouchet), siehe Bouclier.

BROD, ober Brada, (Abrah.), benSchaul, ein Rabbi-nevonAlt-Buntzel inBöhmen,war erst zu Nieolspurg,dann zu Prag, hernach zu Metz, und endlich Frank-furt am MaynAi chilynagogus, erwarb sich durch sei-ne Gelehrsamkeit und Gutthätigkeit gegen die Armenvieles Lob, und starb den 11 April 1717. Man hatverschiedene Anmerchungen von ihm, die in dem zu Of-fenbach 1722 eduten Buch cr-EDn he’dn stehen. W.

BRODA, oder ßrodo, oder ßruda, (Abrah.), ein Rabbi-ne zu Constantinopel, hat con-sIr« nvio benedictioAbrahami oder einen schönen Commenr. in Genelin,den er zu Amsterdam verfertiget, und zuVenedigr6y6in 4 heraus gegeben, ingleichen Rellponla geschrieben,von denen etliche in R> lllofis Lenbeniste ìwb nastehen, und ist 1710 gestorben. W.

BRODA ( Andreas ), ein Doctor und Professor derTheologie zu Prag, disputirte 141 ; de communione 8 .cçenx lab una Fpecie, bavwibev Jacodellus Se Mißtoder de Strziebro, ein pragischer Prediger, vindiciasschrieb, und die communionem lub utraque verthei-digte. Beydes stehet in -Herm. von der Hardt con-cis constant. T. III. Fa.

BRODA (Jac.), ein gelehrter Jude aus dem Anfangedcs iZ Seculi, hat -l'nvn R. Seadja Gaon znGies-sen i? 14 in 8 wieder auflegen.lassen. W.

3 RODAEUS, oder Brodeau,(jo.)> ein Criticus, ge-bohren zu Tours, woselbst er 1363 im 63Jahrc alsCanonicus gestorben, legte sich erst auf die Jura, her-nach aber mehr auf die lateinische, griechische, hebräi-sche und chaldäische Sprachen, Philosophie und Ma-thematic, und war in Rom sehr beliebt. Er jchriebvarias Lectiones, miíceilanea libris VI; welche ÍKGruteri lampade critica stehen ; commenrarium inanthologiam, annorationes in Oppiani Cynegeticon,Quintmn Smyrnaum 8t Colutbum , in Euripidem , Ulld inDiofcaridem. PB. B. Ghil. TeiiT. Co. Sam.

BRODAEUS (Thomas), ein englischer Theologusum 1613 , schrieb: Cbrijlians tvarfare hovowe muß•mitbßand the Tèmptations o four spiritual Adverftry;Tr.de labbarho, und lebte noch i6;c>.

BRODEAU (jo.), siehe Broàns.

BRODEAU (Julianus), einAdvocat im Parlamentzu Paris, ist um 1630 gestorben, und hat commentairesfur la coutume de Paris; notes fur les arrêts de Loues ;la vie de Charles du Moulin Lcc. hinterlassen. Cr.

BRODEAU (Victor), ein Secretarius und Cammer-Dicner,bey dem Könige Francises I von Tours, schriebunterschiedenes in gebundener und ungebundenerRede, und starb 1340. Cr.

BRODERICUS, o&erBroderirh, (Stephanu?), ausUngarn, war Ludovic! II Königs in Ungarn Cantz-ler, und schrieb de clade ac prœlio, quo ad'Moha-zium an. 1326 Rex Ungarise Ludovicus periic, nar-rationem , welche m Scbardii leriptor. rerum germ.

Tt tt Tom.