Band 
Erster Theil A - C.
Seite
1395-1396
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1595 BR 0 DER 1 TH BROEMSE

Tom. II stehet; Johann Lafp. Ruehn aber 1688mit einem gelehrten Commentario zu Strnßburg in8 besonders ediret.

8 R O I) E R I T iI, stehe Brodericus.

van den BROECK (Joh,), siehe Paludanus,(Jo.).

BROECKER (Franc.), stehe Hornanus,(Joh.Frid.).

BROECKHUIZEN, stehe Broukhuyscn.

aBR()ECKHUYSEN(Benjamin) , ein Prof.Phi-los. und Medicinä zn Hcrzogenbusch, florirte zu Aus-gange des 17 Seculi,pflichtete den Lehrsätzen des Car-re st 1 bey, und schrieb œconomiam corporis animalis;eogirationes succinstas de mente, corpore & utri-usque conjunfttone ; rationes philosophico-medicastheoreticopracticns. AE.

BROEKELAER ( Gerhard), von Arnheim, aus Gel-dern, war Pfarrer zu Hertzogcnbusch um i;8o, ver-stand Lateinisch, Griechisch und Hebräisch wohl, undschrieb: viÄoriarn'rurris davidicœ contra turrimBa-bvl. ; prodromum pacis See. A.

BROEKLAND (Petrus), stehe Vermeylen (Christ.)PberMolina.

B R O EL E K, stehe Breler.

BROEMSE (Ant. Günther), einRechtsgelehrterchernach einiger Meinung aus dem Patricicn-Geschlechtezu Lübeck seine Abknnfft gehabt, lebte zu Ende des 17Seculi, und schrieb diieurfum de jure natune & gen-tium. Mol.

BROEMSE (Nicolaus), gebohren zu Lübeck, wo seinVater -Heinrich der Rechte Licentiat und Bürgermei-ster war, studirtc die> Rechte, wurde Doctor, 1514Rathsherr und 1524 Bürgermeister in seiner Vaternstadt. Seine Regierung aber fiel in gar gefährlicheZeiten. Denn es hatte sich die Bürgcrschafft, welchebereits die evangelische Religion angenommen, zusam-men gethan, und zwang den Rath,dem selbige noch ver-haft war, daß er fle nicht nur in die Stadt einführen,sondern auch ihren Anführer, Georg Wollenwcbcr,nebst 6z andern ihres Mittels 1929 in den Rath auf-nehmen muste. Hicbey gericthe dieser Brömse in Le-dens-Gefahr, weil er sich am meisten darwider gesetzet,auch die cacholifchc Religion nicht fahren lassen wolte;er entkam aber noch glücklich nebst seinem Collegen-Herm. plönmcs durch die Flucht, und begab sich nacheiner kurtzen Unterredung mit dem Hcrtzog von Meck-lenburg, zum Kayser Cari V nach Brüssel, der ihn sehrgenädig aufnahm, in den Ritter-Stand erhob, undeinen a köpffichten Reichs-Adler in seinem Wappen zuführen erlaubte. Indem er nun hauptsächlich auf dieBeförderung desRuhcstandes feines Vaterlandes be-dacht war, so wirckte er nicht nur von dem Kayscr einund anderes gescharfftes Edict deswegen aus, sondernließ auch 15z 1 ein,Patent an alle Kirchthüren znLübeck anschlagen, unter dem Titel: Nie. Brœmlenund Herm. PJœnnies, Bürgermeister der Stadt Lü-beck Schrisst, worinne sie die Ursachen ihrer Weg-reise anzeigen,und über die aufrührische Unterneh-mungen der 164 Depntirken sich beschweren. Es

BROESTAEDT BROME 1396

Wolke aber alles nichts helffen, bis endlich 1535 einnochmahliges kayserlichcs Edict mit der härtesten Be-drohung anlangte, darauf sich, zumahlcn weil der znmBürgermeister anfgeworffcne Wollcnwcbcr eben da-mahlcn abwesend war, die Unruhen wieder gelcgek;da denn dieser Brömsc durch ein PJebiicitum aus sei-nem Exilio zurück bernffen/Und in seine vorige ChargeWieder eingesetzet wurde, die er noch 8 gantzcr Jahreverwaltet, und endlich 154z in dcr cathvlischcn Reli-gion gestorben ist. Mol.

BROESTAEDT (Joh. Siegmund) , ein lutherischerLhcologus, war zu Breßlau Probst zum Heiligen Geist,der Kirchen zu St. Bernhardin Pastor, wie auch desConsistorü augspurgischcr Conftßion daselbst Assessor,und starb daselbst 172; den 12 Aug. im 5 i ten Jahre fei-nes Alters. Man hat von ihm eine Difp. de pieudo-principibus, nebst verschiedenen andern Dill', so br zuLeipzig und Rostock gehalten, wie auch einige Casual-und Leichen-Predigten. Hu.

BROGNONIUS (Franciscus), einMcdicus von Ve-rona , schrieb einige anatomische und chirurgischeSchrifften,und starb 1619. , K. W,d.

BROICKWY, siehe a Kcenickstein (Anron.).

BROIDAiUS (Philippus), ein JCtus ju Semai), vonAire gebürtig , war Franc, polleti Eidam, und gab157z daselbst seines Schwicger-Vaters historiam 5 oriromani vollständig und mit Anmerckuugen heraus.Sw.

BROKES (Henr.), einhamburgischerRechtsgclehrter,nahm 1668 zn Duisburg nach gehaltener difp. desportulis , die -Liccntiaten-Würde an, practicirtc her-nach in seiner Vaterstadt, lebte noch 167z, und hin-terließ Í!» MS. schedas alphabeticas, aus weichenTob. Magiri eponymologium criticum UM die Helfftevermehrt worden. Mol.

BROKES (Henrich), ein JCtus, gebohren zu Lübeckden z Oct. 1567, studirte daselbst, zog 1586 nach Tü-bingen, that gantzcr 5 Jahi e eine Reise durch Italien,Frauckreich, Spanien, Engelland und Holland, hieltsich hierauf einige Zeit beau, Eammcr - Gerichte zuSpeycr auf, ward 1601 Rathshcrr und 1609 Bür-germeister zu Lübeck, wegen seiner Geschickllchkcit inverschiedenen Gesandtschaften nach Holland,Engclland,Frauckreich, Spanien, Sachsen, Hessen und an andereHöfe gebraucht, auch dcshalben in besondern Ehrengchaften, that seiner Vaterstadt trcsiiche Dienste undstarb den 19 Dec. 1623 frühzeitig und unverhcyrakhet.Er hat von/einem Leben und andern Verrichtungenselbst ein Diarium aufgesetzt, darinne viel besondereSachen stehen; es liegt aber noch im MS. Man fetz-te ihm folgende Grabschrift:

ConsulisHenrici sunt haec insignia B P. OK I,

Cui vix prisca parem secla tulere virum.

Seel.

BROME (Wilh,), ein Engelländcr in dcr andernHelf-te des 15 Seculi,war Cusios an der Capellc B. Ma/riä zu Chichester , und verfertigte nebst wüh. ve-

Dyng-