rz9- BRONQUELL BRONZINI
und gab ein vollständiges musicalisches Lhoral-Buchnach dem hamburgischcn Kirchen-Gesangbuche einge-richtet, nach allen Melodcyen in ; Stimmen mit ei-nem Choral- und Orgel-Basse heraus, Mol.
BRONsjDEEE, oder Scaturlglus, (Ludov. ) , einwürtembergischer Fanaticus und Anhänger Jac. Böh-mens im 17 Seculo, studirte in den würtembergischenKlöstern und zu Tübingen, legte sich mit Verachtungder Philologie und Philosophie, einig und alleine aufdie Theologie und Historie, ward, ehe seine Irrthümerbekannt worden, 1654Diaconus zu Gossen Bottwar,und 1663 Pfarrer zu Lochgan, von welchem letzternAmte er um seiner irrigen Lehren willen 167z eineZeitlang suspendirt, und endlich 1679 gar abgesetztworden; schrieb Bedencken von der Sünde widerden Heiligen Geist ; Discours von den Schlüsseln desHimmelreichs; Dialogos 2 fub tit. Judaeus redux &Chiliasmus vindicatus. Arn. Fi.
B R O N T I N U S, ein pythagorischer Philosophas undPoet, lebte in der 70 Olympiade, war ein Vater oderEhemann der gelehrten Theano von Metapont, odernach andern von Crotona, oder Crcta, einer gelehrtenFrauens-Person, welche einige philosophische Werckegeschrieben. Er selbst war ein Schüler des Alcmäo-nis Lrofoniütä, und verfertigte verschiedene Wercke,theils in Versen, theils von philosophischen Materien,als çwolòv Xsyov; ein Buch, so er keplus genannt,und ein anderes von natürlichen Dingen, wiederumeines cor^danricuin, eines welche dem An sehnnach Verse gewesen, so wohl als hymnos oder Lob-Gedichte der Götter, die auch unter Brontim Wer-ken gerühnit werden. Eaer. Meurs. Jon. Fa.
BRONZIERO (Joh. Hieronymus), ein italiänischerMedicus, war ohnweit Rovigo zu Terra della Badia1577 gebohren,wurde zu Padua 1597 Philos, und Me-dicinä Doctor, practicirte in unterschiedenen Städtendes venetianischen Gebiets, ließ sich zuletzt in Bellunonieder, und starb daselbst 1630, nachdem er de prin-
cipio effestivo semini insito ; de febre maligna ; decometis ; de vi sublunari ccelitus jmprefla ; progno-sticon coelestium in 2 Tomis ; de variolis ; de cali-d® innato & naturali spiritu geschrieben, und diesemletztem Tractat eine curiöse Piece de dubloprlnclpa-ru jecoris ex anatornla larnpetrae beygefüget hatte.Seme italiänische Schrifften sind : historia peninsulaerhodiginae ; dialogi oeconomici ; narratio Hypsiperi :Morpheus Lc Phantafus, somni filii. Er hat auchlfloria delT erigini e condizioni de Luoghi principalidel Poleßne di Rovigo im Manuskript hinterlassen, wel-che erst in diesem 18 Seculo, von Giananeonio Rosse-ra Ferrera heraus gegeben worden. Dom. Fi. Ke.Pap.
BRONZINI (Christoph), ein Florentiner, lebte amAnfange des 17 Seculi, und schrieb délia dignità enabilm delle Dome, welchen Tractat ein Ungenannterunter den Buchstaben 8 D. L. 1632 unter dem Titel :r Avocat des femmes ins Frantzösische übersetzt.
BROOK BROSSARD 1400
BROOK, Lordde éeauchamps, siehe Grevil (Fulco).von BROOKE, siehe Brocke.
BROOKES (Thomas), ein engelländischer Predigerin Londen, schrieb lamenrariones londinenses, livediicursum de nupero incendio, pretiosa remedia ad-versus Satanae astutias; clavem cœli secretam, liveargumenta duo pro precibus in secreto peragendis&c. und im Englischen die Glückseligkeit junger Leuteund herrliche Becrönung alter Leute, welche auch insDeutsche übersetzt worden, und starb 1687 im Dec.W. d.
BROSENIUS (Henning), ein lutherischer Theologus,gebohren 1594,2; Januar, zu Bockelem bey Hildes-heim, zohe 1614 auf die Académie nach Hclmstädt,und daraufnach Coppenhagen, allwo er 1616 zum Poe-ten gecrönet wurde, darauf die hohe Schule zu Wit-tenberg besuchte, und 1618 Conrector zu Helmstädt,auch in diesem Jahre allda Magister Philosophia, nachvier Jahren Rector zu Wernigerode, und 1626 Pre-diger zu Halberstadt wurde. Weil die Römisch - Ca-tholischen beydem damahligen dreyßigjährigenKriegeallda die Oberhand bekamen, muste er 1628 ins Exi-lium gehen, erhielt aber i6;i sein Amt wieder, nach-dem der König Gustav Adolph die Stadt eingenom-men hatte. 1639 kam er als Prediger nach Braun-schweig, und nach fünf Jahren als Superintendensnach Blanckenburg. Weil ihn aber bald darauf derSchlag rührete, so verliehe man ihm die Abtey zuMichelstein, in welcher er 1646, 28 April gestorben.Seine Schrifften sind Aurum tolofanum oder Un-terricht von geistlichen und weltlichen Airchcn-Gütcrn; Bericht von der römischen Messe; Pre-digten; Vorrede und Vermehrungen zu Murmel!»locls communibus. M. Godofr. Schütze hat 1733zu Aktors commentariolum de vita M. Henning Bro-senü drucken lassen.
BROS IUS (Wencesl. Gerson), aus Böhmen, warRector bey der Peter-Paul-Schule in Dantzig, schriebOrthoëpeian gneco-lacinam, eine pohlnische Gram-matik, und starb 1684. Pr -BROSSARD (Johannes) , ein Jesuit«, von Tulle, in derProvintz Limosin, hat die Philosophie und humanioresLiteras gelehrt, worauf er Rector der Collegiorum zuBeziers und Chambery, wie auch Präfectus Studio-rum zu Turnon worden, schrieb wider Lhamier, und ■starb 1636, ic>Jan. im 75 Jahr. AI.de BROSSARD (Sebastian), ein Musicus, war an-fänglich Director der Music an der Haupt-Kstche zuStraßburg, nach diesem aber zu Mcaux, woselbst erauch ein Canonicat erlangte, und An. 1730 den 10Aug. in einem Alter von mehr als 70 Jahren mit To-de abgieng. Er verstund die Mathcmatic sehr wohl,und machte sich die Grundsätze derselben in derMusietrefflich zu Nutze, wie man denn auch versichert, daßzu seiner Zeit nickst leicht jemand zu finden gewcst, derdiese Kunst so gründlich inne gehabt, und so regclmai-sig tractiret habe. Man hat von ihm ei» diäio»aire