Band 
Erster Theil A - C.
Seite
1425-1426
JPEG-Download
 

\

1425 ÖRUNNEM'ANN

BRÜNNE MANN (Hieronym.) , war Probst an derSt. Peters-Kirche zu Cöln an der Spree, gcbohrendaselbst 1563, allwo sei» Vater Sebastian Rectorwar, muste in der ersten Jugend bey vornehmen Leu-teu Dienste nehmen, bis er sich 1583 zu Grätz inStcyermarck auf die Studia legen konte. Daraufgieng er nach Heidelberg und Straßburg, wo er r 5S9Magister ward, und 1593, 7 Jahr Rector zu Rup-Pin in der Marck war, bis eri6ot Diaconus petri-nus zu Cöln wurde, und endlich als Probst 1631 den3 April, im 68 Jahre fïarb. Er hat 8 Lcichen-Pre-digten im Druck und 5 Söhne hinterlassen, davonder älteste, -Hieronpmus als Probst zu Reu-Anger-münde 1626 gestorben; Andreas Licent. Medic.; Se-bast. Bürgermeister zu Coin, und der jüngste Johan-nes, der berühmte franckfurtische Juris Consultus ge-wesen.

BRUNNEMANN (Johannes), eilt churfürstlicherbrandcnburgischer Rath und berühmter Professor De-cretalium, auch der Zuristen-Facnltät Ordinarius zuFranckfurt an der Oder, gebohren zu Cöln an derSpree 1608, 7 April, muste die Theologie, die erzu Wittenbcrg getrieben, wegen Schwachheit derStimme fahren lassen, und legte sich auf die Jura,wurde anfangs zu Franckfurt 1636 Professor Logices,daher er ein enchiriäion iogicnm verfertiget; ferner1638 Doctor Juris, 1640 Professor Institution., 1645Pandectarum,i646 CodicichisizgaberDecretalium undOrdinarius. Er hat meditationes sacras ad ductumevangeliorum dominicalium ; collegium irenopo-liticum de tractadbus pacis f. diisercationes 12 depace politica, so hernach Iol). Lph. Becmann auf-legen lassen ; jus ecclesiasticum ; comment, in Codi-cem, so vor allen ästimiret wird ; it. in Pandectas ;procestum conlistodalem, criminalem & civilem ;repetitionem paratitlorum Mattb. Wejembccii ; prœ-lectiones de concuriu creditorum; de ceslione actio-niim; de usuris.; de cumulatione & transmisfioneactionum ; notas i i\ Mattb. Stephans comment, in no-veüas justinianeas; judicium de exemtione clerico-rum evangelicorum ohne Nahmen ; memorialepnecipuannn legum Codicis per. quxstiones; exer-citationes 32 justinianeas; diil. de delicto servi al-teriusve hominis corrupti ejusque judicio ; de dorrecausitrum dubiarum diremtrice ; jus Institutionumcontroversum ; de processu tum civili tütn crimi-nali inquisitorio ; de procestu legitime instituendo& abbreviando geschrieben, worauf er, als er seinenComment, in pandectas revidirte , und bis auf denTitel de rnortuo inkerendo gekommen war, 1672, i;December starb. Nach seinem Tode ließ dessenSchwieget-Sohn, der geheimde Rath Stryck, dessendecistonum centur. V 1674, 1677- 1688 und 1704in 4, und 1677 in fol. dessen constlia drucken. Erhat jährlich den zehnden Theil von allen seinen Ein-künfften ad pias causas angewendet, und ist ein Feindvon den gewöhnlichen Retorsionen, wie auch caiibuspro arnico gewesen. Be.Pi. Èr. AE. Hend.

Gelehrt. Ésâ. T. 1 .

BRUNNER . 1426

BRUNN ER (Andr.), ein Jesuit von 'Halle in Tyrol,gcbohren 1589/ lehrte die netten Künste und Moral,war in den Alterthümern und schönen Wissenschafftcnungemein erfahren, gab auch einen beredten und eifri-gen Prediger ab, schrieb: Annales virtutis& formn®Bojorum a primis initiis ad annum 1314 in 3 Octav-Bänden, die mit Adlzreitcri Annal. Eojor. durch desHerrn vonLeibnitz Vorsorge, 171« zu Franckfurt infol. wieder aufgelegt worden; sastos mariano? ohneBeyfügung feine# Nahmens, lateinisch und deutsch -,Nabuchadonosorem in miprus Eiestoris Bavarde Ma-ximiliani; excubias tute lares Ferd. Maria-, DucisdSa-vari® cunis appositas; demonstrationem divin® mi-sericordis in conversion« peccatorum, Und starb dey2c> April 1650. AI.

BRUNNER (Balrhasar), ein Medi'cuszu Halle in Sach-sen i;33,studirte zu Erfurt, Jena und Leipzig, wuroeauf der ersten Académie zum Magistor, und auf derletztern zum Professore extraordinario ernennet, reisetehierauf nach Italien, hielt sich daselbst 3 Jahr auf, be-sähe sodann Franckreich, Spanien, Eugelland, Hol-land und die Schwcitz/promovirte zu Basel in Docto-rem Medicinä, übte sich nachmahls in der Prapi beydem Ioh. Lraro, und gab in seiner Vaterstadt bis ansein Ende einen glücklichen Artzt ab, schlug auch ausLiebe zu derselbigen die ihm zu Heidelberg und Bafelangebotenen Profeßiones sowohl, als die von unter-schiedene» Chur - und Fürsten angetragene Stelle einesLeib-Medici bescheidentlich aus; ließ sich aber doch be-wegen, bey demFürsten vonAnhalt dergleichen Bedie-nung vom Hause aus anzunehmen. Er war ein unge-meiner Liebhaber von der Chemie, suchte den Stein derWeisen zu finden, und soll innerhalb 20 Jahren über16000 Gülden auf chemische Versuchegewcndet haben.Endlich starb er zu Halle 1604, im 71 Jahre seinesAlters am Schlage, nachdem er einige Consilia medica,einen Tractat de scorbuto, und einen Bericht von devPest hinterlassen hatte. Sem versprochenes Werckde morbis mesenterii, wozu Ioh. Stuhendorffiuü inseiner Vorrede zum Eugaleno Hoffnung gemacht, istnicht zum Vorschein gekommen. Ad. W, d. Z.Fr. Ke.

BRUNNER (Christoph Andreas), ein lutherischer Pre-diger, gebohren 1657 den yken Febr. zu Schraplau imMansfeldischen, allwo sein Vater M. Ioh. Gottfr.Brunncr damahls Pastor war. Christoph AndreasBrunncr studirte zu Leipzig, wurde Informator derjungen Herren von Ponickau zu Belgershayn, 1683Pastor zuKöhra, 1685 Pastor zu Brandis in der grim-mischen Inspection, gab 1704 einen Tractat vom fa-to theolog. histor. in 2 Theilen in 8 heraus, wozu1706 noch addenda kamen, und starb 1741 den 16April. Leb.

BRUNNER (Georg Adam), ein Doctor Juris, vonSchweinfurt, war Syndikus zu Magdeburg, wie auchRath des Administratoris zu Halle und Magdeburg,schrieb synopsin lecorum legalium Everhardi ; tracta-Xp p p tionem