Band 
Erster Theil A - C.
Seite
1433-1434
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BRUNUS

BRUTUS

1433

B R U N U S (Anton), ein italiänischer Medicus von Lo-co Rotonde, gab i;87einBuch de enteîeebia f.guintanatura, & animx immortalitate heraus. To.BRUN US (Ant.) , ein italiänischer Pocte im Anfangedes i7Seculi, vonCafal nnovo in der neapolitani-schen Provintz Terra diOtranto, wurde ein Academi-cus derCaliginosi zu Ancona, der Jnscnsati zu Pe-rugia, der Filomati zu Siena, der Jncogniti zu Vene-dig, derOtiosizuNeapo!is,undderHumoristi zu Rom,war auch Secretarius bey dem Cardinal Gesii, Rarh,und Staats-Secretarius bey demHertzog vonUrbino,schrieb ein Gedichte, le metamorfoß genannt, H parnas-sb, le tre grazie y hveneri, P epißule heroicbe ikc. undstarb i6;;,24Sept. Fr.All.To. GKil.

BRUNUS (Conrad), ein JCtus, gebohrcn gegen 1491zu Kirchen einem wirtembergischen Städtgen, sindirtezu Tübingen nebst der Theologie und dem bürgerli-chen, sonderlich das geistliche Recht, in welchem er.auch Doctor wurde. Er hielt sich sieben Jahr andem bischöflichen würtzburgischen Hofe, und neun an-dere bey den Printzen von Bayern in Diensten auf.Ward auch Assessor des Caincr-Gerichtes zuSpeyer.DerBischoff vonAugspurg berufte ihn darauf nachDillin-gen zu seinem Rath und Cantzler, und wie KayserLarlV 1548 einen Reichs-Tag zu Augspurg hielt, sotrug er ihm nebst Lonrad Tisch auf, eine Cammer-GerichtsDrdnung zu machen , wofür er reichlich be-lohnet ward. Er wohnte den Reichstagen zu Aug-spurg, Speyer, Worms und Regenspurg bey, welchezu seiner Zeit gehalten wurden, erhielt auch zu Aug-spurg sowohl als zu Regenspurg ein Canonicat. Einoder zwey Jahr für feinem Ende ward er blind ; lit$sich abcy den Staar stechen, und behielt hernach denGebrauch des Gesichts bis an seinen Tod, welcher*563 im Junio zu München auf der Reife, als er nachAugspurg zurücke gehen wolte, erfolgte. SeinebchrifftkN sind: breve introductorium de hxreticis;de cereinoniis capitula tria; de legationibus libriV; de cereinoniis libri VI; de imaginibus liber I;libri VI de hxrericis in genere ; de ieditionibus li-Bri VI; de calumniis libri III; annotata de perfo-nis judicii camerce imperialis ; Vcrfiid) einer Ab-handlung von dem Lnsehn und der Gewalt derkatholischen Rirchez adverfus novam hiflpriam ec-Uesiasticam, quam Matthias Illyricus & ejus colle-magdeburgici per centurias nuper ediderunt,a dmonirio catholica , bey welchem letzten Werckewag eine umständliche Nachricht von dessen Leben"nd Schafften findet. Hend.

yUNUS, oder Brunesius, oder Brunellus, (Ger-’ ai ‘d), von Decenter, allwo er Canonieus war, nber-lftzte praxin virx spiritualis und Adrioni lib. de con- 'eflione , ja fast alle dessen Schrifftcn aus demHol-w»discheu> ins Lateinische, und starb 162o, im 7 °

2 Aahre. A.

® (Jacobus), ein Dominicaner, Philosovhus"d L.heologus von Seiglhino aus Calabrien, lebte

'434

in der Mitte des 17 Seculi, und schrieb sulnmam lo-gicx & phyilcx; breviarium dialesticum oder sum-mulas. To. Ech.

BRUNUS (Ignatius), ein irrländischer Jesuit vonWaterford, gebohren 1630, trat zu Cvmpostella indie Societät, lehrte die netten Künste und Philoso-phie, wurde darauf MißionarinS in feinem Vater-lande und zu Paris, dirigirtc das Collegium zu Poi-tiers, und schrieb im Englischen unter dem Nahmen

I. 8. de ecclesia qux non errat , nec errate po-test. AI. ''C\

BRUNUS (Jordanus), ein berühmter Philosophusaus dem Dominicaner-Orden, den er aber wiederverlassen, oder nach anderer Meinung, niemahls an-genommen haben soll, gebohren zu Nola im Neapo-litanischen, leugnete die Transsubstantiation , und zogdie Jungferfchafft der Mutter Gottes in Zweifel, mu-sie deswegen 1582 aus seinem Vaterlande weichen,da er denn nach Genff, und darauf nach Paris gicng,allwo er' Professor eptraordinarius wurde, darauf' durch Engel- und Deutschland reisete, und zu Wit-tcnberg und Hclmstädt lehrte. Er war ein grosserFeind von der aristotelischen Philosophie, vertheidigtedie artem lullianam, wurde beschuldigt, er lehre,daßviel Welt - Kugeln waren, die metempfychosis ver-nünfftig, der Heil. Geist die Seele der Welt, dieselbeaber ewig, die Zauberey zugelassen, eine Erlösungder Teufel zu hoffen, Christi Gottheit hingegen nurerdichtet sey rc. Endlich gieng er wieder nach Italien,gerieth aber zu Venedig und Rom in die Jnqvisition,und wurde 1600 den 17 Februar, zu Rom, als einAtheiste öffentlich, verbrannt) da er denn bey seinemTode das Crucifi.r noch von sich geflossen, und in sei- .nen Irrthümern beharret. Er schrieb de natura &mundo ; artifteium perorandi ; acrorilmum, feu ra-tiones arriculorum 106 pliyiicorum adverfus Peripa-teticos; de immenfo & infinito; de innumerabili;de umbris idearum ; de progreíìii & lampadé vena-toria logitorum ; de specierum scrutinio , Sc lam-pade combinatoria Raym. Lulli ; de imagimim, fi-gnorum ac idearum compoiifiope; de rriplici mini-mo; de monade, numéro , figura; de innumerabi-libus feu univerfo & mundis ; de compendiofa ar-chitectrura & complemento artis Lullii ; cantus Cir-esos ad memorix praxin ordinatos ; artem memo-rix; mnemofynes templumj figurationem auditusphysici Aristotelis; de Aíinp Cyllenico; de anima;de causa , principio & uno in italiänischer Sprache;de cofmimetrix praxi ; clavein magnam; de encisdescenfu ; lampadem metaphysicam ; metaphyüco-rum terminorum summ am ; de multiplicis mundivita; dénatura gestibus; de principiis rerum; deastrologia ; de magia phylica; librum 30 statuarum;de 30 iigiiJis ; de sphxra; sigillum figillorum ; J'pac-cio denn. beftia trionfante; ingleichkN die CvNlödieCandelajo , allwo er sich Acadernico di nulla acade-mia detto il Fastidito nennt ; !a cena de le cineri &c.Alle seine Schnfftm sind in den indicem expurgato-

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