1435
BRUNUS
BRUSCH
rium gebracht, der Verfasser aber von niemand sohart, als von den Dominicanern verfolgt und wi-derlegt worden. In dem Thesauro epistol. lacro-ziano T. I & III disputircn Herr D. Heumann undla Lro;e mit einander über den Brunum. Jener hältihn für keinen Gottesverleugner, sondern für homi-nem nonmalum, ingenio pr«ditum simplici, & sa-pienti® ostentatorem minime callidum ; dieser aberfür einen ingeniosum nequam. B, Hend, To. AP,Ech. ^
BRUNW (Leonh.), siehe Bruni.
BRUNUS (Lud.), ein Professor Juris und Poeta lau-reatus aus dem Marckgrafthum Monlferrat, lebtenoch 1494, und schrieb ein heroisch Gedicht auf dieCrönung Maximiliane I Fa.
BRUNUS (Petrus), siehe Petrus Brunus.
BRUNUS (Vinc.), ein Jesiütc von Rimini, studirkezu Padua die Philosophie und Medicin, wurde Do-ktor, und practicirle hernach in seinem Vatcrlande,trat aber wegen kräncklicher Leibes -Constitution ingedachten Orden, ward in solchem Rcctor desCol-lcgii zu Rom, woselbst er 1594 den 13 Aug. im 65Jahre seines Alters gestorben. Er hat de vira, pas-
iione & resursectione Domini ; de sacramento pceni»tenriic; meditationes in evangelia ; meditationes inVII prœcipua festa B.Virg. it. commune Sanctorum,und andere Schrifften verfertiget. Fr. AI. Pap.
BRUNUS ( Vincentius) , ein Philosophusvon Melsiaus dem Neapolitanischen, lebte im Anfange des 17gccuti, und schrieb tcatrü de gV inventori di tutte lecoje; dialoghi deile tarantole , del vivere e morire, dctiepietre pretiose. To.
BrunYARD (Wilh.), ein englischer Dominicaneraus der Mitte des 14 Seculi, der aber von Job.Broniyard nicht unterschieden zu seyn scheinet, hat
lummam théologie; distinctiones Iinb determinatio-nes im MS. hinterlassen. Ech.Bal.Pir. Fa.
BRUSCH (Caip.), ein Comcs palatiuus und gekrön-ter Poete in Deutschland, gebohren zu Schlackenwaldin Böhmen den 16 August 1518, kam, da er etwa 2Jahr alt war, nach Eger, und ward daselbst erzogenund zur Schule gehalten. Er hatte eine grosse Fä-higkeit zur Poesie, wodurch er die Ehre eines> gekrön-ten Poeten und Eomitis palatini von dem römischenKönige Ferdinands An. 1552 zu Wien erhielt, alser Maximilians, Könige von Ungarn, seine erste cen-turiam de monasteriis überreichte. Hierauf fand erzu Passau einen grossen Wohlthäter an dem Bischofsdaselbst, Wolfgang von Solms, und wolte sich andiesem Orte niederlassen, damit er an seiner Historieder Bißthümcr und Bischöffe in Deutschland destofüglicher arbeiten köntez wie er denn unterschiedeneReisen gethan, auch viele Archive und Bibliothekenuntersucht, solches Merck zum Stande zu bringen.Es scheinet aber, daß, was das Vorhaben seine Woh-nung allda zu nehmen betrifft, sein Anschlag nichtmüsse von statten gegangen seyn, sintemahl er sich
BRUSCHIUS BRUSONI 1436
An. 1553 bey dem cvporino zu Bafel befunden, unddaselbst einige Schrifften, die er zu Passau verfertiget,in gebundener und ungebundener Rede heraus gege-ben. Er war sehr arm, und lebte meist von den Ge-schenckcn, welche ihm die Aebte gaben, deren Klösterer beschrieben. Einsmahls ließ er sich zu Basel einneu Kleid machen. Als er aber inneward, daß sichdie Leute tieffer vor ihm bückten, als ehmahlsz soschnittet' das Kleid in Stücken, weil es ihn verdroß,daß man solchem mehr Ehre erwies, als seinem Herrn.Der Lehre Lurheri und Melanchthonis war er sehrgeneigt, welches ihm viel Angelegenheit machte. Zu-letzt wurde er 1559zwischen Rothenburg undWinds-heim in dem schlingenbachischen Walde von einigenEdelleuten, wider welche er etwas heraus gegeben,erschossen. Er war zwar ein fleißiger und arbeitsa-mer,aber auch leichtgläubiger Mann, der sich vielesKon andern Leuten ohne Grund aufheften ließ, undsolches hernach in seine Schrifften brachte. Ueber-haupt hatte er mehr Geschicke Verse zu machen, ussdsich in theologische Händel zu mischen,^als Reichs-und Landö-Sachen einzusehen und vernünftig zu be-urtheilen. Er schrieb aber epitomen magni operisde omnibus Germania: episcopatibus , das auch inGruteri chronico chronicoruin steht/ chronologie»monafteriorum Germania , dazu Daniel Nessel 1692das Supplement oder centuriam secundam aus ei-nem MSt. der kayserlicheu Bibliotheck heraus gege-ben! deLaureaco veteriinnorica civitateSc del’ata-vio germanico ; gründliche Beschreibung des Fich-telbcrges z tabulant philosophie partitiouem Conti-nentem ; capita doctrine Christian®, vertu elegia-co comprehensa; Leben der Bischöffe von würy-burg, welches in Ludewigs Geschieht-Schreiberndes Bißthums Würtzburg siehet; encomia Hub®slaccenwaldeniis & thermaruin carolinarum ; gabauch Jo. Avcntim Chronica vom Ursprung , Herkom-men und Thaten der alten Deutschen heraus. Cmß-tts in annalibus Suevi®. Ad, ß. Hend. LudewigsVorrede zu den würtzburgischcn Beschicht-Schrei-bern.
BRUSCHIUS (Francisais), einMcdicus von Man-tlia, florirte zu Anfange des 17 Seculi, und schriebzur Vertheidigung der Chcmie, promachomacistamiatrochymicam, in qua chymiatric® prestantia pro-
pugnatur, so zu Mantna 1623 in fol. zum Vorscheingekommen. Li. Ke.
BRUSER (Jo. Em. Christoph.), ein Hamburger ausder andern Helffke des 17 Seculi, hatte sich auf Rei-sen wohl umgesehn, und hernach ein Journal seiner Rei-se nach Gvinea,wie auch eine Beschreibung des grossenMogols verfertiget, die aber noch beyde zu Hamburgin der StadtBibliorhck im MS. liegen. Mol,
BRUSIUS (Petr.), siehe de Bruys.
des BRUSLONS ( Jac. Sav.), siehe Savary ( Fhu-Lud.).
BRUSONI (Franc. ), ein Italiäner von Legnago imvenetianifchen Gebiete, war Comes palakinus^uno