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an seinem Hochzeit-Tage den Musen etliche Stunden rfeine Frau aber stand ihm wahrender Ehe im Studie-ren treulich bey, langte ihm Bücher, und schlug Locaauf. Er wolle sich in seinem Leben nicht mahlen lastfett, und verordnete seinen Cörpcr gantz in der Stillezu begraben: daher Stephan. Pagqvier folgende,Verse auf ihn gemacht:
Nee voluit vivus fingi pingive Bud®us,
Nee vatum moriens quxilic elogia.
Hune quitanta su® mentis monumenta reliquit,Externa puduit vivere volle mann.
Sein Leben hat Lud. Regius in einerOration,wiewohletwas partheyisch beschrieben, welche in Guil. Batefiivitis sclectis , wie auch in Frid. Jac. Leickberi virisJCtorum stehet rc. PI 3 . ß.Lau. Gad. Jov. Cr. Cra.Sam.Le. Fa. Bar.
B U D & U S ( Guilielmus ), ein frantzösischer Medicus,wurde zu Paris Doctor, practicirtc nachmahls zu Or-léans in der Mitte des i6 Secnli, war ein Feind der. arabischen Aertzte, und schrieb Commentarium de cu-randis articularibus morbis. Ke.
BUDaEUS (Guil.), ein Medicus und Historiens, vonHalberstadt bürkig, promovirte ,592 zu Basel inDo-ctorcm, war erst Medicus ordinarius zu Quedlinburg,nachmahls fürstlich - braunschweig- lüneburgischer Leib-Mcdieus und Physicus ordinär, zu Halberstadt. Erhat grossen Fleiß auf die Historie gewandt , seineEchrifftcn aber sind so rar, daß, wie Herr Reimannschreibet,die Reliqvien der Heiligen bey denCatholischcnnicht angenehmer und kostbarer, als diese bey denHi-storicis sind. Man hat aber von ihm Traft, de fami-lia 8c patrimonio B. Stephani halberstadienfis ; vi-rant Alberti II Episcopi XXIX HaJberstad. ; chro-nicon quoddam halberitad. episcoporum, davon et-was in seiner eigenen Druckcrcy gedruckt, aber nichtpublicirt worden; ©«.vâtíXo'/íV,, welche Lcuckfeld inseiner Colleftione scriptorurn rerum germauicarum. Wieder edirt. Er hinterließ vieles im Manuscr ipt,alshalberstädtischevStainnnundLehn-Register u. s. W.welche aber meist mit seiner kostbaren Bibliothek durchden Krieg dißipirt und nur etwas weniges in die hal-berstädtische Bibliothek verschafft worden. Cr starb1625, im 59 Jahre, Kaiman, de libris genealogicis.BUD/EUS (Ludovicus), einSohn des ältern Gviliehmi Budäi zu Paris, war Profess Lingvä hebr.zuGe-neve, vertirte den Psalm aus dem Hebräischen ins La-teinische, und starb sehr jung 1550. Co.
BÜdas, einKirchen-Scribent zu Ende des 2 Seculi,hat de 70 hebdornadibus Danielis geschrieben, welcheSchrifft vomEuscbiound-Hieronymo citirt wird,abernicht mehr übrig ist. Fa.
B U D D A S, ein Brachman oder Philosophus in Indien,lebte in dem andern Seculo. Er hatte, wie Svida«' berichtet, beyden Griechen die Weltweisheit gelernt,und des Empedocli« Meinung von einem doppeltenPrincipio angenommen, die hernach Mattes von ihmGelehrt. Lexic, T - /•
BL 1 D P H N ß E OK E-R BUDDEUS 1458
empfa-ige?-,. -BàIu-rger glaubten, daß er von einerJung, bauen gebohrcn worden. C,A.S.
BUDDENBECKER (Weygand), siehe Gersten-berger.
BUDDENUS (Joh.), ein Doctor und Professor Ju-ris civilis, in dem Collegio magdalenensi zu Oxford,von Dorchrster bürtig , schrieb statuta bibliothec*bodlejan®; viram Guilielrni Parreui, ingleichen jo.lviorroiil, Übersetzte auch Tboma Smith rehipublicarnAngiorum ins Latein, und starb 1620 den 14 Julii.w, d. Wo.
BUDDEUS (Carl Friedrich), ein Bruder des Theolo-gi, IX Joh. Franc. Buddci, gebohrcn zu Anclam inPommern, zohe in seinem 17 Jahre auf die Académienach Jena, wurde daselbst Magister, disputirtedeho-
rninis erudirionem Folidam iibi acquilituri officio ;de criteriis boni Iibri , Hielt Collegia, Hatte einigewichtige Wercke unter der Hand, starb aber darüber1716 den 14 August zu Jena frühzeitig, gleich als erdie Vocation zum Rectorat des Gymnasii zu Stettinerhalten sollen. 1 X 2 . B, f.
BUDDEUS ( Franc. ) , siehe unter Buddeus ( Joh.Franc. ).
BUDDEUS (Joh. Francise.), ein lutherischer Thco-logus, gcbohren 1667 den 25 Jun. zu Anclam inPommern,allwo sein Vater,Magister Francistus Bud-deus, bey der St. Nicolai-Kirche Pastor, und des da-sigen Synodi Pràposttus war, gieng 1685 nachWit-tenberg, wurde daselbst 1687 Magister, i68yAdjun-ctusFacultatis philosophicà, begab sich daraufnachJena , und hielt sich daselbst einige Zeit auf, wurde1692 Professor gräcä undlatinäLingvä andcmGym-nasio zu Coburg, 169; Professor Philosophiämorasssund cwilis zu Halle, 1695 daselbst Licent. Thcologiä,1705 Professor Theologiä zu Jena, und zu Halle Do-ctor, 1714 hochssusilicher sachsen - hildburghausischerKirchcmRath, und nach Doctor Förtschen« AbsterbenProfessor primarius zu Jena. Er schrieb ein Syste-ma philol'ophicum ; Dist'ertationum theologicarumSyntagma; meditationes sacras; Institutiones theo-logias moralis ; Parerga historico-theologica; Com-mentar. de concordia religionis Christian® statusquecivilis; Thelesde Arheilino Sc superstitione ; Anale-ctahistori* philosophie®; Selefta juris natur® &gen-rium ; Introduftionem ad historiam philosophicamEbr®orum; Historiam ecclesiasticam ver. Test.; In-stituriones theologi® dogmatic® ; Einleitung zu denvornehmsten Religion« - Streitigkeiten; Isagogenhistorien - rheologieam; Epist. de Pyrhonist'a endo-rea; Epistolam apologeticum pro eccJesia lutheranacontra calumnias Stephans Jaeorskii; Delineatio-nem commentationis de veritate religionis eyange-lic®, prout lutherana e am profì te ru recel esta ; com-ment. de eedesia apostolica; sapientiam veterum;wahrhaffte Erzehlung Ocffen, was zwischen denheut zu Lage sogenannten Pietisten geschehen; er-bauliche Betrachtung über die Epistel an die Rö-ZLLî- mer;