B U D A E U S
1455 BUCKHURST BUDAEUS
nicht gedruckt sind. Ein nlehreres von seinen Eatlsund Schrisstcn findet man in der Vorrede derer Anno1726-: 1711 von -Henr. de Henninge« ohne Nahmenheraus gegebenen 9 speciminum meditationumad in-ftrumenrum pacis cœíâreo-liiecicuin. Bsi Rungii mi-scellanea,
Lord BUCKHURST, siehe Sackvile (Thomas).BUCKLAND (Rudolphus) , ein Socius des Collegiimagdalenensis in Oxford, aus Sommersetshire, schriebim Engiischen scintillulas aniwLÌnflaminat*in7Blbi-mos diflribntas, übersetzte Vi'Boris historiam de perse-cutione vandalica, ir. tomum Suriidc vitisSanctorumins Englische, und starb 1611. W, d. Wo.de BUCOWICE, siehe Schlichting.BUCRETIUS, oder Rindfleisch, (Daniel), ein schle-sischer Edelmann, von Breßlau bürtig, studirte zu Al-torff die Medicin, hielt sich nachmahls lange Zeit inItalien auf, gab des Andr. Spigeln Libr. X de cotpo-ris humani fabrica, nebst des Cajserii Tabulas anato-micis zu Venedig > 627 in fol. aus dem MSt. heraus,gieng Hierauf nach Franckreich, wurde catholisch, undstarb als ein Dominicaner-Mönch und Medicus einesgewissen Klosters 10 Sept. 163 r. Sein Vater, glei-ches Nahmens, stand zu Breßlau als Stadt-Physicusund Leib - Letzt des dasigen Bischoffs gegen Ausgangdes 16 und Anfange des 17 Seculi in Bedienung.'Keil:. Ech.
BUDAEUS (Gottlieb), ein Medicus, war zu Rehe-feld in der hcrtzbergischcu Diöces, im sächsischen Chur-Krcise, woselbst sein Vater eine lange Zeit Pastor ge-wesen, den 25 Jul. i664gebohren, studirte zu Grim-' ma, Witteuberg und Jena, ward 1689 Land-Physicusdes calaulschen und sprembergischen Kreises in derNicder-Lausitz, und nahm darauf An. 1690 zu Jenaden Tckcl eures Doctoris an. Nicht lange hernach be-kam er auch die Stelle eines Hof- und Leib-Medici beydem nachmahliger. sachseir-merseburgischen Hcrtzoge^enrico, so damahls tu Sprcmbcrg seine Hofhaltunghatte, begab sich aber einige Zeit darauf nach Budis-sin, allwo er An. 1695 gleichfalls das Amt einesLand-Physici überkam, An. 1714 aber mit obrigkeitlicherGenehmhaltung ein Collegium medicum errichtete, uirdendlich An. .1734 mit Tode abgieng. Er war einMitglied der Acadcmiä Naturä Curiosorum, stellteSam. Stur mit im MSt. hinterlassene Consilia und re-sp onfa medica an das Licht, schrieb selbst Consiliummedicum, wie mau wegen der Pest, Lleckfieber undanderer hitzigen Lcranckhciten sich verhalten, ver-wahren und curircn könne; einen Tractat von derArampss und Lriebelsücht ; einen medicinischenBericht von den 1720 in Bauyen verfertigtenIVlitbridatio Damocratis, Theriaca Androinachi ltndTheriaca ccelesti; einen mcd.cinisck-cn Bericht vondem mineralischen Gesims-Brunnen zu Radebcrg.
Sinqularia biflor. literar. Lufatia.
BUDAEUS (Guilielmus) ; der ältere, ein -gelehrterFrantzose, gebohrcn zu Paris 1467, studirte drey Jahr
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zu Orléans , lernte aber gar nichts, und brachte seineZeit mit Divertissements zu. Hernach kriegte er aufeinmahl Lust zu den Studien, legte sich mit unglaub-lichem Eifer auf dieselben, am meisten aber aufdicgrie-chische Sprache, so daß ihn Janus Laftaris tu dergriechischen Beredsamkeit den Alten gleich , Scaligeeaber vor den grösten Griechen in Europa, dessenglci-chen Franckreich nicht wiederbekommen würde, gehal-ten, und Avr. Iunius renascentis grx-c* literarursealterum quasi Camillam genknnet, und erhielt seineGelehrsamkeit fast ohne Lehrmeister. König RudewigXII schickte ihn wegen gewisser Angelegenheiten zwey-mahl nach Italien, und ernannte ihn zu seinem Se-eretario, wolte ihn auch zum Parlaments - Rathe ma-chen, welches er aber aus Liebe zum Studiren ab-schlug; wie er denn gar dürfftig würde gelebt haben,wenit ihn «ich! der König Francistus I in feinen Dien-sten wohl salariée hätte, indem ihm seine grosse Liebezu den Büchern nicht zuließ, vor feine Familie zu sor-gen. Bey den Gelehrten aber hatte er sich mehrfurchtbar als beliebt gemacht, indem er es durchausnicht leide» kontc, wenn iemand etwas wider seineSchrifften erinnerte, wie davon seine mit Erasme ge-führte Streitigkeit zeuget, auch daher sein stylus fer-reus genannt worden. Der König Franciscus I ver-traute ihnr seine Bibliotheck an, und machte ihn 1522zu seinem Rcgveteu-Mcistcr, wie auch zum Ober-Auf-seher der Kauffmannschafft zu Paris. Mit dem Kö-nige reisete er nach den See-Küsteit von der Norman-die, darauf er sich wegen eines hitzigen Fiebers nachHause tragen ließ, und zu Paris 2z Aug. 1540 starb.Er schrieb commentaria grate* lingu* ; commentariainPandeilas; de philologia j de Audio litte rar tun re-ite instituendo, welche beyden Wcrckc in Crenii con-iiliis Lc studiorum metnodis stehen ; de contemtu re-rum fomiítarum ; de transita heüeniihii ad'Chrillia-nifijium; epistolar. latinar. hbros V, ik gr*car. lib. I iForensia; de V institution du prince ; excerpra de ve-.natione , so in Tbierrii Dictionario gallico-latino ste-he»; notas in Cicerones epiilolas familiäres, so ehestin dieser Tbierrii Au stage zu finden; de alle öe parti-bus ejus libros V, welche im Adam. Recbcnbergii col'lectione leriptor. vetor. hiflori* reinumrnati* stehe»,zuletzt aber 1717 von Christ. Schlegeln zu Franck^fürt in 4 apart heraus gegeben worden, worüber ermit LeonharO portio einen Streit kriegte,' indcin bey-de einander eines Plagii beschuldigten; Uebersctzuuge»von 2iristoteliü und philoniü Büchern von der Lselhvon plutürchi Büchern von der Gemükhs-Ruhe, demGlück der Römer, dem Glück Alexander, des Grossen,wie auch dessen placitis philosophorum, vondes Grossen Brief von dem einsamen Leben, von 2lrr-storclis Meteorologie. Seine 'Schrifften sind 15 5 /in 4 • Voll. in fol. zu Bafel zusammen gedruckt wowden. Als er den Kayser Larolnm V zu Paris compl )mentiren sollen, blieb er bald anfangs stecken, uird komte nichts mehr sagen, als invictissime Casser. Ersru^dirte alle Tage 12 Stunde», und widmete auch so S
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