Band 
Erster Theil A - C.
Seite
1487-1488
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1487

BURCH

BURCHARD

BURCHARD

von seinen Gedichten stehen in den Delicüs poetarumbelgicorum T. I. Der folgende Lambertus war feinBruder. Lur. 8v.

van der B U R C H (Lambertus), ein Bruder 2 (Öri«ni,von Mecheln, gcbohren 9 Aug. 1542, ward 1555 Ca-nonicus, 1578 Decanus, und endlich 29 Apr. 1605Scholasticgs zu Utrechts muste aber 1532 mit feinemBruder ins Exilium gehen, war auch schwer dahin zubringen, daß ex den 1574 geschlossenen UtrechtischenBund unterzeichnetes Er schrieb Historiam princi-pum ac ducum Sabaudüe ; historiam comitum Flan-drÎL in 4 Tomis; vitarn Guidonis comitis Fiandriie;preces rkythmicus latinas ad B. Virginem; ,/Edis d.Marix Virginis in civirate ultrajectensi admirandamoriginem, welche Schrifft von 2 Bogen 4 Monat vorseinem Tode zu Utrecht heraus kam, hernach in Mat-tbai Epist. syll. 156 gesetzt worden; versprach auchhistoriam stirpemque Regum Castellce zu ediren, ver-ließ viel Briefe im Er. und starb 17 Aug. 1617, im75 Jahre. Burmanni T rajectum eruditum.

BURCHARD, siehe Brocardus und Burcard.

BURCHARD, oder Brocardus, ein Bischoff vonWorms und vorhero ein Mönch zu Lobics, Bcnedicri-ncr-Ordens, im 11 Seculo, aus Hessen, hat unterBcyhnlffc seines gewesenen Lehrnwistcrs und nachma-ligen Abrs zu Gemblours Mberrr, das grosse volu-men decretorum angefangen, welches er aus der hei-ligen Schrifft, den canonibus conciliorum, decretisund episto'lis Pontisicum pœnitentialibus zusammengetragen, auch vieles aus dein Rheginone genommen;daher auch die gemeinen Sententien Brocardica genantwerden. Es sind zur Feit nur etliche Excerpta dar-aus gedruckt, die aber kaum den 6ten Theil ausma-chen und in 20 Bücher eingetheilet sind. Er starb1024,20 Aug. oder nach anderer Meinung 1026, 10Octobr. A. C. Sig. T. Sa. O. Fa.

BURCHARD, oder Burghardus, ein englischer Bene-dictiner-Mönch von Dorchcster, lebte in der andernHelffte des 9 Seculi, Und schrieb das Leben und denààrtyrc^Tod Frernundi, Königs OK« Sohns. Bai.'Pir.

BüRCHA RD, ein Mönch zu St. Gall in dem Anfan-ge des lg Seculi, hat de caiibus monasterii S. Galliab anno 982 ad 1204 geschrieben, welches Merck inGoldafii alemannicisT. I stehet. Fa.

BURCHARD (Ane.), gebohrenzu Lübeck 1584, stu-dirte zu Witrenberg, wo er auch 1602 die Magister-Würde erhielt, ward 1606 Conrector und Professorder lateinischen Sprache zu Stettin, x6i; Diaconusan der Marieu-Kirche zu Lübeck, im folgenden Jahraber, weil er das Bündniß der Hansee-Städte mit denStäuben der vereinigten Niederlande wegen Ungleich-heit der Religion improbirte, und ün Predigen, auchSchafften darwider eiferte, abgefetzt, da er sich nachRostock begab, und i6i6dasPastoratzu Kiel erhielt.Er schrieb Progymnasmatum eloquentia; üb. 9 adAphthonium; Explicationem ethicorum Aristotdi?;

fontes consolarionum sacrarum ; officinam tyrociniioratorii ; Verschiedene disputationes ; difcurfum dedefeensu Christi ad inferos contra Calvinianos ; tr.de iblvenJis Jophismatis; Leich-Predigten; ließ auchverschiedene Streit-Schrifften wegen der obgcdachtenBündnisse, und einige grosse Wercke wider die Refsr-mirten im Manuftript, und starb 1628, im 44 Jahr.Mol.

BURCHARD (Ant.), von Kiel, wo sein Vater Mat-thias Stadt-Prediger war, nahm daselbst 1696 dieDoctor-Würbe m den Rechten an, gab hernach zu Hu-sum einen Advocaten ab, lebte noch 1700, und schrieb

clafficum belli facri contra Üttomannos fortiter pie-que remoliendi, ingleichcn or. de Buda receptaiógó.Mol.

BURCHARD (Bernh.), ein lutherischer Prediger, vonKiel, ward 1680 Diaconus, 1694 Archidiaconus ander Nicolai-Kirche daselbst, schrieb letzten willen unsTestament des sterbenden Christi; die eröffneteTodes-Gchule des grossen <Di!>ttcs, und andere Lei-chcnpredigten mehr, und starb 28 Mcrtz 1716, im 6iJahr. Mol.

BURCHARD (Ge.), ssche Spalatinus (Georg.).

BURCHARD ( Georgius), ein ProfessorPhilofophiäund Bibliothecarius zu Tübingen, ist zu WettelsheimlZ99 gebohren, und 1607, 6 May im Bade gestor-ben. ' Fr.

BURCHARD (Georg. Henr.), von einigen unrechtLucholy genannt, war ein Sohn des vvrhcrsichcn-den Antonii, zu Kiel um 1624 gcbohren, siudirte zuHelmstädt und Rostock, nahm an dem letztern CM*1654 die Magister-Würde an, unterrichtete daraufdie Jugend zu Schleßwig in den schönen Wissenschaff'tcn, setzte auch solche Arbeit bis tu sein hohes Alterfort, ob er gleich Diaconus an der Cathédral -Kirchedaselbst, und 1682 Rcctor an der neu-errichtete»Schule allda worden. Er danckte 1685 vom Rectdrat ab, überließ das Diaconat seinem Eidam, und be-gab sich nach Wagricn, wo er Probst von Segebergund 1686 Pastor zu Hilgenhau worden. Er ließ sich1692 seinen ältesten Sohn pckr. Antonium in seine»beyden Aemtern adjungircn, und brachte seine Feitvollends mit Unterweisung der Schul-Jrigend j»'

schrieb librum indicem 'Operarum icholasticaruinichola cathedrali slesvicenli, ohne Versetzung ffi»^Nahmens; Programmara; Inlcriptiones^, darinm'»er eine besondere Geschicklichkeit besaß; Anmercku»-gen über Sie groben Irrthümer und Lehren An<£'niae Bourignon : wiederholte Nothwendige Erzey-lung dessen, was mit crmeldter Bourignon in 9 *Landen Schleßwig-shollstein vorgegangen;predigt, hinterließ auch im M8t. analeLka de uum-mis Romanorum, und starb 1701. Mol.

BURCFÍARD (Janus), ein Sohn JO.

Bischoffs Von Ripen, war in der andernl 7 Seculi Pastor zu Tranbierg auf der In sis ^ )

soe, und schrieb in dänischer Sprache fontem in ^. s .

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