Band 
Erster Theil A - C.
Seite
1505-1506
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1505 BURNET BURRHUS

BURNET (Thomas) > ein Schottländer / gebohren1632 zu Richmond, hielt sich in feinerJugend in demCollegko Christi zu Cambridge lange Zeit ausithat dar-auf mit den Hertzogen von Ormond und Bolton eineReise durch Holland, Franckreich, Italien und Deutsch-land, und ward Medici»äDoetor,auch königlicher Lcib-Medicusz 1680 gab er den ersten Theil der theori«telluris facne in lateinischer Sprache ans Licht, wel-cher sowohl aufgenonimen wurde, daß ihm KönigCarolus II stat einer Belohnung die einträgliche Ver-waltung des Chartei houses auftrug, welche er auchbis an sein Ende behalten. Nach einiger Zeit kam auchder zweyte Theil von dem crwehncen Merck, nebst ei-ne rZuschrifft an den König Wilhelmum III aüs Licht,wovor ihn derselbe zum Cabinet -Prediger ernennte.Nicht lange hernach schrieb er seine archxologias phi-losuphicas, darimre er die Lehr - Sätze der allen Welt-weisen von dem Anfange und Ende der Welt vorgetra-gen. Und weil er hierinne etwas allzuftey und un-vorsichtig von der Historie der Schöpffung, von demFall der ersten Eltern, insonderheit der Eva philoso-Phirct, so zog er sich dadurch mächtige Feinde auf denHals; unter welchen Po. 2\dll, der berühmte Astro-nomus zu Oxford, und Ergsmus warren die hcsstig-ste waren. Er machte auch seinen Thesaurum medi-cinae practicx bekannt, welchen Daniel pucrariu» mitAnmcrckungen auflegen lassen, und setzte noch andereSchrifften auf, welche er aber gröstentheils vor seinemEnde, so den 27 Sept. 171; im hohen Alter erfolgt,verbrannt. Doch sind nach seinem Tode eine Schrifftde statu mortuorum Lc resurgentiurn, und eine anderede sttle Lc oKciis horninis cllrlstianl im Druck erschie-nen, in welchen auch allerhand seltsame Meinungen be-hauptet worden. Sein Leben, welches will. worconlateinisch aufgesetzt, stehet in tleumannì astis philos.T. III. Miscelian.Lips.

BUrneTIN, die dritte Gemahlin Gilbert! Bur-nets, eine Witwe des Mr. Berckley, hat einen Tra-ctat von der Devotion, dazu ihr Gemahl eine Vorre-de verfertiget, drucken lassen, und ist 1709 gestorben.

Journal literaire.

® U R N E T T U S, oder Btunettus, (Latinus), siehe Bru-netus.

^UronUS (Steph.), war aus Ligurien, und ver-stand die lateinische Sprache gut, übersetzte aus sol-cher Justi Lipsü Rede von der Beständigkeit in dasItaliänische, florirte zuEndedes 16 Seculi, und col-ligirte alle die päbstlichen und königlich - sicilianischenGcnaden-Briefe, welche der genuesischen Familie pi-«ellr ausgefertiget worden, gab auch solche zuPeru-gia 1591 heraus. Ol.

“URRA ( Veipaiian. Joseph.), ein Dominicaner von^aidum im Brescianischen, florirte 1672, und gabm solchem Jahre ein Werck des Titels ìl principe ot-titno organizato dalle lingue di varie impf elfe zu Mait-

kua heraus. Ech.

URRHUS (Joseph. Franc.),siehe Boni.

' Gelehrt. Lexic. T. 1.

BURRUS BURSTORP r;s6

ÜRRUS (Petrus), eitt guter lyrischer Poet, von Brüg-ge, gebohren 1430, war Canonicus zu Amiens, allwoer die Jugend mit grossem Applaus» in Humaniori-bus informirtez schrieb odamm lih.4; apologorumlib. 1 ; epigrammatum Lc elegiarum lib. 2 ; hexame-trorum lib. i ; moralium lib. i ; de adventu Do-mini; de vigilia & nativitate Dominij de epipha-nia ; de circumcisione Domini ; de jejunio ; de in-gressu in Jerusalem; de confestione Lc eucharistia;de cœna dominica ; de passione dominica ; de laudecrucis; de communione paschali; de resurrectionedominica ; de inventione crucis ; de ascensione Do-mini; de pentecoste Lc trinitate; de corpore Do 4mini; de facie dominica; de exaltatione crucis;de festis B. Mari« j hymnosde omnibus Sanctisjepi-

stoias j .orationes, und starb zu Amiens 1507, im 77Jahr. A. Sw.

BURSATUS ( Franciscus), cttt JCtus, sivr'rte 1600und schrieb: (lonstlia Lc decistones, Tornis 4 in foi.lucubrariones f. communes opiniones Lc sententiasreceptas ; welche letzter» in dem 1616 zu Franckfurtin fol. edirten rhesauro communium opinionumstehen. ,

de BURSELLIS (Flieron. Alberne.) , siehe Albe-ruccius:

BURSER (Joachimus), einMedicns und Botanicusvon Camcntz aus der Ober-Lausitz bürtig,war anfangsStadt-Physicus zu Annaberg in Meisten, gieng abervon hier 1625 als Proses. Medicinä nach Sora inDänemarck, suchte in seinem traÄ. de origine fon-tium , den Ursprung aller Wasser aus dem Meereherzuleiten, behauptete in seiner introductione adscientiam naturalem unterschiedene paradoxe Lehr-sätze,die der Jmmaterialität und der Unsterblichkeit derSeelen zuwider liessen, schrieb devenenorum natura& qualitatibus ; de febre petechiali cognoscenda Lccuranda; gerieft) wegen dieser beyden Picken mit Ich.Steph. Strobelbergero und Tal.-Hertelio in Streit,hinterließ eine Beschreibung des wolckensteinischenBades, nebst vielen andern Werften im MS. und starbzu Sora 1649, im ;6 Jahre seines Alters. Sein mitgrosser Mühe gesammletes und nach der Ordnung-es Pinacis Bauhiiri eingerichtetes herbarium vivum,so aus 30 starcken Bänden bestehet, und viel neueArten von Pflantzen, denen Burser zuerst ihre Nah-men gegeben, in sich fasset, istnoch bis dato auf deraeademischen Bibliotheck zu Upsal anzutreffen. Re.BURSIUS (Adam), aus Mazovien, wardzuCra-eau 1580 in seinem 13 Jahre Magister, und her-nach Präfeetus der Brüderschafft von Jerusalem,end-lich aber Professor Philosophia zu Zamosk, schrieb ora-tiones und logicam Cic. stoicam. St.BURSTORP (Nicol.), ein Canonicus und eifrigercatholischer Prediger zu Hamburg seit 1497, wider-setzte sich 1521 und fernerweit den evangelischen Pre-digern daselbst mit grosser Heftigkeit, kehrte sich auchan kein Verbot des Stadt-Magistrats, und schaltCcöcc nicht