Band 
Erster Theil A - C.
Seite
1607-1608
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CAMPEGIUS

CAMPE GIUS C AMPELLIS 1608

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ersten Range, u. s. w. ausgegeben, welche Lobsprücheaber seit der Zeit sehr nachgelassen, da man inne wor-den, daß er seine historischen Schnfftcn aus lauter al-ten verlegenen und fabelyafftrn Romainen genommen,und in der Chronologie das geringste nickt verstandenhabe. Er schrieb practicam novam m medicina; spé-culum, s. epitomen Galeni ; Cnbrationes medi,ca-mentorum fere omnium ; Cribrationes, limas 8 c àn-notamenta in Galeni, Avicenme, & Conciliatorisopéra; Symphoniam Galeni ad Hippocrarem; demirabilibus fcriptune; v'itam Arnaldi de Villa nova;Symphoniam Platonis cum Ariflorele, Galeni cumHippocrate ; de monarchia Gallorum ; de insti-tuendo fapientix cultu ac de veris & salutaribusanimi ac corporis reinediis; msi i.e. de prin-

cipiis utriusque philosophise ; de Gallissummis Pon-tincibus; genealogiam lotharingorum Principum;ìa vie du Capitaiu Bayard, so auch lateinisch übersetztworden; de origine civitatis lugdunensis , so cr un-ter verschiedenen angenommene» Nahmen heraus ge-geben; gella Lotharingorum &c. ; Florumgallicum ;castigationes feu emendationes pharmacopolarum &arabum medicorum; libros VII de dialectica, rheto-rica, geometria, omnia ex Ari Hotel is Sc Platonis fen-tentia; oraculorum libyllinorum veriìonem galli-cane nebst andern;ur Physic und Artzneykunst gehö-rigen Wcrcken, und war der erste, der einen besondernbiographischen Tractat de Claris medicina; scriptori-bus aus Licht stellte. Sein Sohn Claudius hat deGalliarum adrnirandis geschrieben. Cr. Ve. Li. Es-sais de Literature.

CAMPEGIUS (Camillus), ein Dominicaner-Mönchvon Pavia, war ein berühmter Prediger, an verschie-denen Orten General-Jnqvisitor, und machte sich aufdem tridcntinischen Concilio bekannt, dem er als Bi-schoff von Nepi beywohnte, schrieb Condonem demundi fallaciis, und noch eine andere, die er beydeauf ermeldtem Concilio gehalten; de primatu romaniPontificis contra Flacium, gab auch Zanch. Ugolinitr. de hcerericis mit Zusätzen und Summarien her-aus und starb 1569. Einige legen ihm noch Indi-cem ad privilégia crucesignatorum bey. Ug. Ech.

CAMPEGIUS, oder Champ ier, (Claudius), ein Sohndes vorigen Benedictr Lurtii, Herr von Faverge,Cor-celles und Bastie, florirte um die Mitte des 16 Se-culi, und schrieb bereits in seinem itzten Jahre ks sin-gularités des Gaules, où siont decrites les villes sise. nachder Zeit aber Catalogue des trois Gaules, celtique , bcl-gique sis aquitanique. Jean Lruyerin Lhampier aber,ein Vetter dieser beyden, hat de re eibaria üb. 22 ge-schrieben ; ingleichen einige Schriffte» des Avcrroisund ÄviccnnL ins Lateinische übersetzet, an den Taggegeben, düc. Lo.

CAMPEGIUS (joh.),dn JCtu?,ge&. 1449,lehrteznPadua,und an andern Orten mit grossem Ruhm, schrieb

Consilia; tractatum de statutis; de immunitare; dedote ; de testibus, welchen Tractat man im 4 TomsTractatus Tractatuum findet. Der Tract, aber de

statutis stehet in der 1552,1606, und 1655 zu Franck-fürt in fol. und der Tract, de dote, in der 1587 ebendaselbst, in fol. zusammen gcdrrickten Collection derAutorum, so von gleicher Materie geschrieben. Erstarb 1512. Panz.

CAMPEGIUS (Jo.Bapt), eilt Sohn Ich. Lampe-gii, ein gelehrter Juriste und Bischoff von Ma-sorca, hat 1532 gelebt, und de villa tusculana ge-schrieben. II. HL.

CAMPEGIUS (Laur.), ein Bruder Alexanderpegii, und Sohn Joh. Lampcgii, von Bologna,warzu Padua Professor Juris, begab sich hernach in dengeistl. Stand, und wurde endlich Cardinal, da er dennals Legat an unterschiedliche Orte, sonderlich zu den Zei-ten der Reformation in Deutschland geschickt worden,und 1139, 19 Ist!, gestorben, nachdem er decisionesRotae; reformationem Cleri germanici, so Tomo VConcil, steht; ad versus fui temporis haereticos; epi-stolas ad diversos verfertiget, von denen verschiedenenebst seinen auf dem Concilio zu Trident und ander-wärts gehaltenen Reden zusammen gedruckt worden.OI. Seele. II. Au. 81 .

CAMPEGIUS (Rudolphus), xin Grase und Patri-cius von Bologna, hat im 17 Seculo gelebt und sichsowohl im Jure als der Poesie berühmt gemacht. Erverließ 2 Tomos seiner Gedichte, als Lagrime di Ma-ria Vergine, Sonetti, Ottave, Odi, Madrigali sise. Uttdstarb 1624, 28 Junii. H. Cra. Ghil.

CAMPEGIUS (Thomas), ein Bruder des vorher-stehenden Laurentü, war in den Rechten und andernWissenschafften sehr erfahren, wurde unter Leone XGouverneur von Parma und Piacenza, und 15:0Bischoff zu Feltri. Nach Leonl» Tode schickte ihndas Fardinals-Collegium nach Spanien, um demneu erwehlten Pabst 2 löriano VI die Nachricht davonzu überbringen, den er hernach auf seiner Herausrei-se begleitete, und der ihn,einige Zeit daraufzu seinemNuntio nach Venedig ernennte. Auf dem tridcntiM-schem Concilio distinguirte er sich dermassen, daß eswenig gefehlet,.er wäre nach pauli IV Absterbenzu dessen Nachfolger crwehlet worden. Er schrieb de

refidentia Epifcoporum; de auctoritate Papa;; decœlibatu íacerdotum non abrogando ; de autoritateconciliorum; an Papa postit dirimere mammoni 1111ab hasreticis contractum ; an Papa postit in cutterelabem.simoniiB; de officio Principis christiani in ec*clesta; de reservatione casuum absolutionis ; des® 0 'tentia excommunicationis See. und starb den 11Jan. 1564, in seinem 72 Jahr. Ug.

de CAMPELLIS, suche de Champeaux.

de CAMPELLIS (Augustinus), ein Augustiner-Ere^mit von Leonissa, (davor einige Gonessa mit Unrecksetzen) in Umbrien, war Doetor Theologiä, wuro1435 Bischoff zu Bova, starb aber zu Rom den 2Aug. nur gedachtemJahres, und hinterließ sermon,50 super orationem dominicain, & 28 super , U £[j1