i6<?7 CARCETUS CARDA NEUS
eien sobre eì Salnw XLIV zu Cagliari 1600 in 8 her-«us, so zu Barccllona 1605 wieder aufgelegt, undins Frantzösische übersetzt zu Paris 16:5 edirt worden.Ant, Ech.
CARCETUS (Mart.),siehe Garatus.
CARCIN US, ein tragischerPoete vonGergenti, leb-te mit dem Aeschinö Gocrükico zu einer Zeit, undschrieb 16 Tragödien. Meursius hat verschiedeneUeberschrifften derselben aus den alten Scribentenausgezeichnet, es ist aber ungewiß, ob sie von diesemoder dem folgenden verfertiget sind. Ea. Läse.
CARCINUS, ein Tragödienschreibervon Athen,wardes Aenoclis Sohn, lebte zu des Tyrannen Viony-sii Zeiten, und verfertigte 160 Fabeln, die verlohrcngangen. Ea.
de'CARDAILHAC, lateinisch de Cardalhaco, (Jo-hannes), ein frantzösischer Theologus, aus einem ad-lichen Geschlechte in Gvienne gebohren, studirte zuToulouse, ward daselbst Doctor Juris civilis, lehrtedie Rechte auf gedachter Académie, ward 1351 Bisschoff zu Auray, und rgsoErtz-Bischoffzu Draga inPortugall. König Petrus der Grausame in Casti-lien ließ ihn 1367 ins Gefängniß werffen, aus wel-chem er 1369 in Freyheit kam, und von gedachtenPetri Nachfolger -Heurico, nach Rom an den Pabstin Gesandtfchafft geschickt wurde; da er dennzuSpo-leto 1370 dem Pabst Urban V die Leichrede hielt.1371 ward er Patriarch von Alepandrien, und ver-waltete das damahls vacante Bißrhum zu Rodez inGvienne, kam endlich als Ertz-Bischoff nach Toulou-se, und starb daselbst 1390den 7tenOctobr. ErhatCodicem orarionum, aus Welchem Stepb. ßaiuzius innotis ad vitas paparum avenionensium obgedachte
Umstände mcistenthcils und aus demselben GuSlnund Fabricius in der bibl. lat. med. xvi anführen.Sa. ß.
de CARDALHACO (Joli.), siehe de Cardailhac.
CARDANETTUS (Horatius), ein guter Humanistvon Perugia, war Professor Rhetorices daselbst, schrieborationes ; Episteln, deren verschiedene unter Marc.Ant. Bonciaril Episteln stehen; Gedichte in lateini-scher und italiänischer Sprache, von denn welche inLeand. Bovarini und Phil. Albert: Gedichten an-zutreffen; Übersetzte auch Ciceronis Buch de amici-tia in seine Muttersprache, ließ über dieses nochvieles im ;MS. so man durch Vorsorge Balkh. Ansi-dei in der vaticanischen Bibliotheck aufbehält, undstarb um 1585 oder i;88- Oi.
CARDaneus (Mich.), ein deutscher Jesuit ausdem Naumburgischen, gebohren 1541, war Predigerzu Wien, fand' sich hernach in Sachse« ein, und suchtedie römisch katholische Religion wieder einzuführen,kehrte aber unvcrrichteter Sache nach Bayern zurück,hielt sich eine Zeitlang zu Regcnspurg auf, that dar-auf eine Reise in Stcyermarck, brachte viele zur rö-misch - katholischen Religion, und starb endlich zuGrätz 1 Jul. 1590, nachdem er verschiedenes wider
CARDANUS 1 66$
die, so nicht seine Glaubens-Genossin waren, geschrienben. Ai.
CARD ANUS (Facius), ein JCtus und Mathematikcus, war Hieronymi Lardani Vater, gebohren zuMayland 1444, wurde Medicinä, wie auch JurisU. D., Professor Jnstitutionum zu Mayland, wieauch ein Mitglied des Cvllegii JCromm daselbst,undstarb 1524 dm 29 August. Man hat von ihm xsr-
ipectivam communem D. Joannis archiepiscopi can-tuariensis F. ordinis minorum ad unguem jcastiga'
tam. Sein Sohn hat ihm folgende Grabschrifft se-tzen lassen:
Mors fuit id quod vixi, vitam mors dedit ipfa :
Mens xterna manet, gloria tuta quies.
Nie.
CARD ANUS ( Hieronymus), ein Medieus, geboh^ren 1501,24 Sept. zu Pavia, oder vielmehr zu Maytland, begab sich nach seines Vaters Tode 1524 we-gen der Pest nach Saeeo, einem Städtgen,nachmahlsaber wieder nach Mayland, und gerietst daselbst inviele Verdrießlichkeiten, die ihn zum öfftern nöthigtten, aus der Stadt zu weichen; erklärte hierauf zuPavia den Euclidem , ward darnach zu Padua Do§clor, zu Mayland Professor Matheseos, und in dasCollcgium Medicorum aufgenommen; da er dieMktdicin öffentlich, sonst auch zu Pavia und Bolognalehrte, und in den letztem Jahren zu Rom vor sich alsein Privatus lebte, allwo er auch 1575 den 21 Se-ptember gestorben. Er hat Christo und sich selbst tüne Nativität gestcllet, daher er, wie man meinet, sichselbst, um nicht gefehlt zu haben, zu Tode gehungert.Andere meinen, er sey in der Hoffnung, Cardinal zuwerden, nach Rom gereiset, und daselbst mit Gisstevergeben worden. Er soll vom 21 bis 31 Jahr mither impotentia virili beladen gewesen seyn, hattefastbeständig das Podagra, und ein recht contradieto-risch und absurd Temperament,rühmte sich einenSch)ritum tamiliarern zu besitzen, welches er aber nachmahls leugnete ; wolte öffters Geister und Gespe^stcr gesehen haben; besaß einen ungcmeinen und ftlsslächerlichen Hochmuth, wolte ein Eclecticus seyn unbviel neues in der Philosophie erfunden haben , wardabey auch überaus geitzig. Als ihm einst .Bilib-pirck'heimer sagte, er habe nichtmehr^ls er zu stiuckReise brauchte; so erwiederte LardaAs: er bekünPmere sich nicht um die Ausländer, wmn sie ihm kcmGeld brächten : deswegen ihn Pirck'heimer den Nahmen x.epS'ctTvos beylegte. Er schrieb: orat. de Socrat»studio contra Socratem , welche Gc. Raphclius m>einer oratione contraria 1696 zu Hamburg austePlassen; de iubtiiitate libros 21, darüber er nutck"'Lasar Gcaligern in Streit gerietst, und welche 'Frölich 1591 zu Basel ins deutsche übersetzt edlrt ,
Commentaria in 7 kjippocratis aphoristnorum p ar
culas; in Hippocratem de alimento; in HipPp c ^fis opus de aëre , aquis & locis; in Uippocrat^Galeni prognostic* ; in Ptolorasi Peluiiotse 11