DIETERICH
DIETERICH
I 2 0
119
zu Marpurg, ferner Doctor Theologiä, und 160;Professor Philosophiä practicä zu Giessen, weiter 1614Superintendent zu Ulm, und 1620 Director des käsi-gen Gymnasii worden, woselbst er 1639 den22Mertzgestorben, nachdem er institutiones catecheticas ;analysin logicam Evangeliorum dominical ium 8c fe-stivalium ; institutiones logicas, oratorias 8c rhetori-cas; mysteriologiam sacramentorum V. 8c N. Testa-menti; . de formula concordiae; quaestiones theolo-gicas de fanaticismo ; poenitentiam davidicam, oderPredigten über die 7 Buß-Psalmen, in 2 Theilen;diatribam de usu, abusu, 8c neglectu lectionis Scri-ptorum fecularium 8c antiquitatis; RectoremßcPrae-ceptorem bonum ; Predigten über den PredigerGalomo; Predigten über das Buch der Weisheit;63 Predigten über den Propheten Plahum; ulmi-sche Kriegs- und Büß - Predigten; zwey ulmifcheNeu-Jahrs-Predigten; zwey ulmifche Jubel- undDanck-Predigten; den ulmifche» Rcgcnren-Baum,aus Daniel. IV, 8 Iq. ; sonderbare Predigten; phi-losophisch-und theologischen Traum - Discurs vonnächtlichen Träumen; Diseurs vom Kriegs - Raubund Beute; Diseurs vom Ällmofen; theologischeConsilia und Bedrucken; etliche orationes panegy-ricas von raren Materien, das Schul-Wesen betref-fende, die sich bey seinen Consiliis mit befinden rc. her-aus gegeben. Er hatte die Worte zum Symbolo:In silemio 8c fpe. Baltb. Schuppn oratio de vira 8cobitu D. Conr. Dieterici, in volumine orationumSchuppst. Pr. H. W, m. Sp.
DIETERICH, oder Theodorus, (Ellas), eilt Sohndes vorigen Balrhasars, gebohren 1581 zu Pentzig,wurde anfänglich zu Warten in Schlesien ins Pre-digt-Amt beruffen, nachmahls aber von dar nachDeutsch-Oßig bey Görlitz, und endlich 1618 in dieStadt Görlitz zum Diacono vocirt. Allhier ward er1624, dem beruffenen Jacob Böhmen auf dessenSterbe-Bette mit seinem Amte zu aßistiren, ersucht,und solchem nachmahls die Leichen-Predigt zu halten,von dem Magistrat beordert. Endlich wurde er Pri-marius, war ein grosser Liebhaber der Literatur, schaff-te sich daher in allen Wissenschafften die besten Editio-nes der Autorum an, und starb den 23 Nov. 1642,im 61 Jahre. Gr.
DIETERICH (Georg. Nicolaus), ein Medicus undPhysicus zu Regenspurg, war kayserlicher Rath, standzugleich bey dem Fürsten von Fürstenberg als Leib-Artzt in Diensten, verfertigte den Commenrarlum überdas von Herrn Weinmann angefangene botanischeWerck, starb aber darüber 1737. Ke.
DIETERICH (Georg. Theodor.), ein JEtus vonGiessen in Hessen, war ein Sohn Johannis, Doctorisund Superintendentens allda, studirte zuMarpurgdieRechte, wurde Doctor, und anfangs hessen-darmstäd-tischer Hofrath, hernach um 1670 des Administrato-ris vom Ertz-Stifft Magdeburg geheimder Rath undRegicrungs-Präsident, verfiel aber in Ungenade, und
ward, nachdem er in den Reichs-Hofrath aufgenom-men, und vom Kayser Leopold zum Baron mit demZunahmen von Rondcck gemacht worden, kayferli-cher ordentlicher Gesandter zu Hamburg, und starbdaselbst 1673. Er ist 1667 in die fruchtbringendeGesellschafft, darinne er den Beynahmen des Ruhm-würdlgcn bekommen, aufgenommen worden, undhat diicursum de jure 8c statu Judœorum in rep,christiana ; civitatem supra montem politam 8c lucer-nam supra candelabrum collocatam; enarrationemlegis unicre Cod. de sententiis, qus pro eo , quodinterest, proferuntur; seriem historico - chronologi-cam Imperatorum a Julio Ccesare ad FerdinandumIII; eine parentalion auf den Tod des Heryogsvon -Halle Gemahlin, die in weisens politischemRedner stehet, geschrieben. Mol.
DIETERICUS (Helvicus), ein Medicus, Joh.Dieterici zu Giessen Sohn, gebohren zu Kyrtorf inHessen den 24 Jun. 1601, studirte zu Giessen, wardallda 1620 Magister, lehrte darauf privatim die he-bräische Sprache zu Ulm, begab sich aber 1622 nachTübingen, und legte sich da auf das Studium medi-cum, da er bisher die Gottesgelahrheit getrieben, setz-te solches zu Aktors und Wittenberg fort, that 162;eine Reise in Italien, und nahm, als er zu Tübingensich in der Chymie vollends geübet, 1627 zu Straß-burg die Doctor-Würde an, wurde 1628 heffen-darm-städtischer Leib-Medicus, bekleidete dergleichen Stelleauch bey verschiedenen andern Herrschafften, reifetemit dem Landgrafen 1633 »ach Dreßden, wo auch derChurfürst von Brandenburg eintraff, den er an einerschweren Kranckheit curirte, und 1634 als dessen Leib-Medicus nach Berlin zog. Er muste 1637 nach Cop-penhagen reifen, und den königlichen Erb-Printzcn cu-riren, der ihn nach des Churfürsten Tode zu seinemLeib-Medico und Rath erneimte. Nach dessen Todebegab er sich nach Hamburg, und bekam, obgleich ab-wesend, den Titel eines chur-brandenburgischen Leib-Medici, schrieb dilp. inaug. de arthritide; elogiumplanetarum cœlestium 8c terreslrium, macrocosmi8c microcosmi; novumorbemj responsa medica deacidulis schwalbaeensibus ; puerperium Martis ; py-ramidem memorialem ; vindicias adv. Ott. Tache-nium; Beschreibung der Gauer-Brunnen und Bä-der ;u Langcn-Schwalbach, und starb den i3 Dec.165;. Mol. IV, d.
DIETERICUS (Jo.), ein Bruder des vorigen Ton-radi, und Vater Ge. Theodori, -Helvici, und Joan.Tonradi, war Pastor zu Butzbach, und hernach Theo-logiä Doctor und Superintendens in Giessen, schriebim Anfange des 17 Seculi sie privata absolutione,deque actis colloquii marburgeniis ; absterlionemcalumniarum, quibus Lutherum 8c Orthodoxes de-formare conatus est Joan. Lampadius 8cc. und starb
den 27 Dec. 1635. Er. vv, d.
DIETERICUS (Jo. Conr.), ein Sohn des vorigenJohannis zu Giessen, und berühmter Philologus, ge-bohren