Band 
Zweyter Theil D - L.
Seite
137-138
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137 DIOGENES DIONIS

fett. Er schrieb io Bücher de vitls phllos. welcheAmbrosius Lamaldulensis zuerst ins Latein übersetzt,und die mit Marc. Meibomu Verbesserungen in derUebersetzung und mitMcnagii und anderer ausführ-lichem Comm. 1692 zu Amsterdam in 2 Qvartbän-den am vollständigsten heraus gekommen. Er hatauch ein Buch de epigrammatibus verfertiget. PB.Fa. Vo. Jon. AP.

DIOGENES Oenomaus, einTragödienschreibervonAthen, lehrte daselbst um die Zeit, als die zo Tyran-nen abgeschafft wurden, zu Ende der 94 Olympiade.Sein Stylus war sehr obscur, und beym Sviöastrifft man die Titel seiner Schaustücke an. Ea.

DIOGENES, oder nach anderer Meinung Dlorne-nes,' ein Philosophus von Smyrna, oder von Cyrene,ist ein Lehrmeister des Anaxarchi, und des Nefsa vonChios, der Dcmocritum zum Praceptor gehabt, seinDiscipel gewest. Er soll ein Cyrenäergewesen seyn,und mit dem Protagoras einerley Lehren geheget ha-ben. Er wird von einigen mit dem Diogene vonApollonia vor einerley, aber fälschlich, gehalten. Euer.Ale. Ea.

DIOGENES, vonTarsis, ein epl'cureischer Philoso-phus und Tragödienschreiber, einiger Meinung nachDeinetrii Laconis Discipel, hat *tglTtonjnxüy, h:i\ixTx; und dogmatum moraliuin

epitomen geschrieben. Laer. Fa. 8. Jon.

DIOGENES (Antonios), stehe Antonios.

DIOGENIANUS von Cyzicus, stehe Diogenes.

DIOGENIANUS, vonHeraclea,einGrammaticus,unter dem Kayser Havriano,hat einen Tract, von denFlüssen, Seen und Bergen, wie auch eine Tabelle, wel-che die Städte der Welt in sich begriffen, ingleichen«v 3 , oÂáy <ov imygtifAft'ivatv verfertiget. AndreasSchottus hat die Sprichwörter diefts AuLkoris her-aus gegeben. 8. Ea.

de DIOGILO, oder deDejil, (Odo), stehe Odo.

DIOMEDES, ei» alter Grammaticus, der noch fürprisciano gelebet, schrieb de orarionis partibus Lc va-rio rhetorum genere lib. III. Fa.

DIOMENES, siehe Diogenes von Smyrna.

DION, ein pythagorischer Weltweiser und Tragödien-Schreiber von Syracusa, war des jüngern Diony-sii, des Tyrannen Verwandter, und soll einige Tra-gödien, auch seholia in Heßodnm verfertiget haben,von denen allen aber nichts mehr vorhanden. Jam.

DIONIGI, oder Dionysius, (Bartolomeo), ein Nea-politaner, ließ 1617 aggiunta alla bißorie di Giov.Tarcagnota, zu Venedig in 4, ingleichen Giardino ditutte hiftorie del tnottdo , die bis 1606 gehet, in 2 Thei-len heraus gehen.

DIONIS (Petrus), ein frantzösifcher Wundartzt, ge-bürtig von Paris, siaitd anfangs bey der KöniginMaria Theresia, als dero ordentlicher Chirurgus inDiensten, und wurde nach diesem auch von den bey-den Dauphinen, ingleichen von den königlichen Prin-

DIONOTUS DIONYSIUS 138

Jett mit dem Titel eines Raths zu ihrem oberstenChirurgo angenommen. Hiernächst war er auch dererste unter Ludovici XIV Regierung, dem man dieStelle eines Demonstraroris der anatomischen undchirurgischen Operationen in dem königlichen Gartenertheilet. Er starb den n Dec. An. 1718, und hin-terließ Cours d> opérations de chirurgie ; hißoire ana-tomjque d'une matrice extraordinaire ; diß. fur la mortsuhlte & sur la catalepsie , avec s hißoire d'une femmecataleptique ; V anatomie de s homme,VaÛá)t J. Dcvaurvermehrter wieder auflegen lassen; und einen Tract.

de la maniéré de secourir les femmes dans leurs accou-chement. Mémoires du teins. Manget bibl. script,medic.

DIONOTUS Avonius, stehe Dinothus.

DIONYSIADES, oder Dionysides, ein Tragôdien-Schreiber von Tarsen, lebte zu ptolomâi philaSelphíSeiten. Von seinen Schrifften ist nichts mehrübrig. Strabo.

DIONYSIADES, von Mallus, einer Stadt in Cili-cien,daher er Mallotes zugenahmt worden, hat Tra-gödien verfertiget, die aber verlohren gegangen. 8.

DIONYSIDES, stehe Dionysiades.

DIONYSIUS, mit dem Zunahmen ^geus, ein al-ter Medicus von Athen, hat DLctyaca in 100 Capi-teln geschrieben, deren Inhalt photius anführet.

DIONYSIUS /Eneus , ein Poet von Athen,erhieltden Zunahmen àeus oder , weil er seinenLands-Lenten zuerst angerathen, kupferne Müntzen zubrauchen, lebte um die 90 Olympiade, lind wir fin-den von ihm noch einige Verse beym Äthcnao. -, At.Plu.

D I O N Y S IU 8,einPatriarch von Alexandrie», woselbster von heydnischen Eltern gcbohren war, hat sichznrchristlichen Lehre bekennet, weshalben er nach Cephroin Libyen, ins Elend verwiesen worden. Er ist (pci<-geni« Schüler gewest, hat unterschiedliche Irrthümerdurch seine Briefe beyzulegen gesuchet . und ob ergleichin dem Streit wider Sabelllum gar zu weit gangen,und auch einen Unterscheid des Wesens in derH.Drey-faltigkeit statuiret, sich doch auf dem gehaltenen Syn-odo gar wohl erkläret; worauf er 265 gestorben.Es werden ihm von einigen Commentarii in Dionyfi-um Pfeudo-Areopagitam ohne Grund beygelegt. Sei-ne epistola ad Paulum Samosatenum aber, wiewohlauch solche einem Eutychianer pflegt beygemessen znwerden, stehet in Franc. Turriani catalogo deperdi-torum Dionysii operum mit dessen Amuerckungen,darauf sie den bibliorhecis Pacrum und Labbei con-cilüs ist einverleibet worden. Ueber dieses hat manvon ihm epistolam de resurrestione dominica & pa-schalis jejunii termino, die in Comlefifii bibl. con-cionar. stehet; von seinen andern Schrifften sind nurfragmenta übrig, und viele derselben nebst seinen Epi-steln sind gar verlohren gangen. Euf. Hie. C. Fa.

I O N Y S IU 8, von Alexandrie», ein christlicher Redner,aber weit junger als der Patriarch von Alexandrie»I z dieses