Band 
Zweyter Theil D - L.
Seite
147-148
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147 dioscorides diotimus

-en , von denen viele m der Anthologia Grsecommstehen. Fa.

DIOSCORIDES (Pedacius), oder vielmehr Peda-ls, U5, weil er aus der römischen Familie Pedania ent-sprossen, ein in der Materia medica überaus erfahr-nerMann, war zu Anazarba, einer Stadt in Cilicien,gcbohren, pflichtete der empirischen Secte bey, undflorirte zu den Feiten Neronis und Vespasiani. Erhat sich von Jugend auf um die Kenntniß der ümpli-cium bekümmert, dicserwegen viel fremde Länder be-suchet, und ist unter allen griechischen Aertzten, derenWercke noch vorhanden sind, der erste und älteste, derjn seinen ; Büchern von der gesummten Matern me-dica, wie sie damahls beschaffen gewesen, umständlichgehandelt. Ob das sechste Buch de Alexipharmacis,und das siebende deTheriacis ihm gleichfalls zugehö-rt«, darüber haben sich die Gelehrten noch nicht ver-gleichen können, wie sie denn auch die 2 Bücher äe Eu-poristis ad Andromachum nicht vor ächt erkennen wol-len. Er hat auch de lethalibus venenisj de cane

' rabido ; de nótis morsus animalium ; de amomo ;vlfixs ««s 'Q/u.vçv und andere Wercke geschrieben ;imd es sind alle diese Schafften unter des DiollcorkdisNahmen zum öftern aufgelegt, und von unterschiede-nen Auctoribus aus dem Griechischen ins Lateinischeübersetzt worden: unter andern hat solche AlousL518 zu Venedig in 4 gantz griechisch; mit der latei-nischen Uebersetzlmg und Anmerckungen aber Marcel-lus Tergilius 1529 zuCöln iufol.,Iac. Goup^lus 1549zu Paris in 8, und Joh. Ant. Saracenu« 1598 zuFranckfurtin fol. herausgegeben. Doch ist diejenigeEdition dir beste,welche nebst der Version und Anmer-kungen des Jani Ant. Saraceni An. 1598 in der wr-chelischen Druckerey zu Franckfurk in fol. publiciretWorden. Cast. Fa. Ke.

DI O S C O R U S, ein syrischerMonophysitzwurde 1285Bischoff der Insel Cardoa, und schrieb eine Anapho-ram, welche Renaudot in seinem Codice liturg. her-aus gegeben. All'.

DIOSCORUS (Apoll.), siehe Apollonius.

DIOTALLE VI (Franc.), ein Bischofs !» St. «UMko, in demKönigreich Neapolis, von Rimini, hat umr;io gelebet, und sich zu Rom auf die Philosophieund Theologie geleget , de auxiliis gratix disputiret,und zu Vertheidigung der Jesuiten ein opufculum de

concursu Dei ad aaus liberos voluntatis creatce, Wie

auch über dieses einen Tractat de nlurls verfertiget,undist zu Rom im 41 Jahr gestorben. Er.

DIOTIME, ein gelehrtes Frauenzimmer, deren Le-ftionibus in der Philosophie von der Kunst zu lieben,ftlbst Sacrales mit beygewohnet. H.

DIOTIMUS, ein alter Criticus und Phikosophus,hat über 6; Bücher «r«»ro<^Wâí>' àmymatt,á. rwv , odervariarum leaionum über verschiedene Weltweise, z.E.Anaximenem u. a. geschrieben. Wenn er gelebet, istnicht bekannt. Stefbanus in

DIOTIMUS DIPLOVATAR 1 US 14g

DIOTIMUS, ein Grammaticus von Myrlca, desGrammatici Asclepiadrs von Myrlea Vater, lebte inder 141 Olympiade, zur Zeit Erat sthenis, undschrieb: narratlones de legarionibuz Arbenienüum.Sträbo, 8.

DIOTIMUS, «in griechischer Pocte, hat epigrarn-mata geschrieben, deren sich Meleager bedienet.Fa.

DIOTIMUS, em Historiens von Athen, dessenAthe-näus gedenckct, soll von macedonischen Dingen, undauch etwas von Alexander dem Großen geschriebenhaben- Fa.

DIOTIMUS, ein stoischer Philofophus, von einigenTheotimus genannt, lebte zu Epicurr Zeiten, undsuchte ihn durch allerhand geile Briefe, die er unterseinem Nahmen bekannt machte, zu blamiren, wurdeaber von Benone deswegen verklagt, und zum Todeverurtheilt. Er hat auch noch andere Bücher widerden Epicurum geschrieben. Ar. Laer. Fa.

DIOTOGENES, ein Pythagoräer, schrieb:‘Oatörqros , davon noch «ttt fragment beym Stob»»fielet»

D I O X i P P U S, siehe Dexippus.

DIOXIPPUS, ein alter Comödien-Schreiber vonAthen, von dem man nicht weiß, wenn er eigentlichgelebet. Seine Dramata, als: ; n>«-

; *1 soçtóyçB-Ç 0 * î Und (ßthKgyvfQSj sind V(t-lohren gangen. Ar. 8 . Fa.

DIPHILUS,ein alter Comödienschreiber,florirte nochvor dem Eupolis, ungefehr in der 80 Olympiade,und schrieb ein beissend drama auf einen gewissenPhilosophé , lloeda mit Nahmen. Scboliaßes adAristophanis nubes.

DIPHILUS Siphnius, ein griechischer Mebieus, des-sen Athenäus hin und wieder gedencket, hat de ali-mentis, qux fanis & xgris offeruntur, geschrieben.At. Fa.

DIPHILUS, ein ffiebictié von Laobicea, hat einBuch de Nicandri theriacis geschrieben, dessen Athe-näus gedencket. D*. At.

DIPHILUS, ein griechischer Baumeister, welchervon der Architectur geschrieben; wiewohl seine Bü-cher verlohren gangen. Er muste viel Zeit zu Ver-fertigung seiner Schrifften haben, welches zu demSprichwort: langsamer als Diphilus, Gelegenheitgegeben. Fa.

DIPHILUS, ein berühmter Comicus,von Sinope,hat um A. M. 3660 gelebet, und ist zu Smyrna ge-storben, nachdem er über hundert Comödien gemacht,die Plautns soll imitiret haben. Es sind davon nurwenig fragmenta m den Collectivnen Hertelii, Gro-tü, XViâttoní und Stephan: vorhanden- Fa.

DIPLOVATARIUS (Thomas), ein PatriciusvonConstantinopel, von Corinth bärtig, wurde vomThoma paläologo erzogen, kam hernach zu Rom indie Bekanntschafft Joh. Ascaris , der ihn nicht al-lein