DITMAR
DÎTTELBACM
15z DISTELMEYER
auf eine Zeitlang bey dem Cantzler Pistorio zu Mer-seburg auf, kam jedoch 1546 wieder nach Leipzig zu-rück, von dar er zwar nach Bautzen zu einem öffentli-chen Amte verlanget wurde, solches aber bald wiederaufgab, und nach Leipzig kehrte, wo er der Zngrnd mitLehren Nutzen schaffen wolte. Zu dem Ende ward erDoccor, erhielt auch 1550 eine Stelle in der Jurisien-Fa.ulcät, wurde, nachdem er verschiedene andere aus-wärtige Bedienungen ausgeschlagcu, nicht lange dar-nachRarh und i;;8 Cantzler zu Brandenburg, wohn-te dein paffauischeu Vertrag uild augspurgischen Con-veut mit bey, schrieb constitutiones Marcliia-, welchenicht publlLLm auroritatem erhalten, und starb 1588den 12 Des. Sein Leben hat Jacob Paul von Gund-lmg 1722 in 8 besonders beschrieben. Er.
DISTEL MEYER, ober Dislelmayr, (Cléophas),ein angenommener Nahme eines Jesuiten zu Jngol-siadt, unter welchem 161; ein paar Dutzend groberUnwahrheiten wider Jac. Hcilbrunnern und dessenBericht von dem zwischen ihm und Jac. LcUern zuReuburg an der Donau gehaltenen Colloquio, &c. zuJngolstadting herauskam.
DITHMAR, oberDirmarus, SiegfriviGrafens VONWaibeck Sohn, gebohreu 976, war erst ein Mönch zu
, Magdeburg, heruach Domherr zu St. Moritz in Mag-deburg, folgeudS Probst zu Walditz und dcsKaysersHenrrci II Capellan, endlich wurde er 1008 oder 1012Bischoff zu Merftburg. Er schrieb ein Chronicon derébus gestis Henrici I, Ottonis Í,II, III, und Hen-rici II, so insgemein Marrisburgense gencnnt, und voraufrichtig gehalten wird, weil der Auror seine eigenenFehler darmne nicht verschwieg«». Die besteAuflagenach Maderi seiner,zu Helmstädt von 1667 in 4 istdiejenige, welche Gottfried Gvil. Leibnirz den 8cri-prorlbus reruiu bl-untvicenC einverleibet. Es starbDirhmar den ag Nov. roiZ, oder nach andern >028,oder !c>22,iM42tcn Jahre. Sein Leben hat Reine-rus Reineccrus beschrieben, welches gemeiniglich fürdem Chronico stehet. Fa.
DITHMAR, ein Canomcus zu S. Marien in Halber-stadt, ward ro88 der i; Bischoff zu Halberstadt,starbaber am 16 Lage nach seiner Wahl. Das ihm voneinigen zugeschriebene Chronicon von Halberstadt hatnicht er, sondern dcrmerseburgifcheBischoffDirhmarverfertiget. Leuerfelds Anriquirates halbeàd.
DITHMARD8, oder Diethmarus , oder Thietma-rus, ein Abt des Klosters HelinwardcsHuysen im Biß-thum Lüttich, aus dem Anfange des 12 Seculi, wel-chem einige dasLeben des krierischen Ertz - Bischoffs8. .Modoaldi fälschlich beylegen, Massen dasselbe Src-phanus, Abt zu Lüttich, auf Dichmari Anregen ge-schrieben. Doch hat dieser Dithmarus demselben ei-ne Epistel de rranslarisne 8. Modoaîdi angehängt.Die ihnr von einigen zugeschriebene vira & miraculaS. Remacli , haben Notkerum zum Verfasser. Fa.
DITMAR (Jac. Frid.), ein Sub - Rector zu Skar-gard in Pommern-, gebohren daselbst 1697, den 24
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April, studirte zu Berlin, Halle und Helmstädt, worinder Mathesi, Historie, Philosophie,Zeichnen und Mah-len wohl erfahren, schrieb zwey Disputât. de Dœmo-nibus, einen Tractat von der Zeichnungs-Runsr, wieauch eine historische Tabelle,übersetzte des Gautruchebijioire poétique, uni) starb 1723 den 23 Dct. auStciu-Schmertzcn. Hil.
DITTELBACH ( Petrus ), ein Theologus in Hol-land, lebte in der ersten Helffte des 17 Seculi zu Gro-ningen, und schrieb: Christ - vorstelyke Erinneringeande Predikers, welche er aus dem Latein übersetzt ; ser-val en Val der Lahadisten .
DITTON (Humfredus), ein Mathematicus, gcboh-ren zuSalisbury inEngelland, legte sich von Jugendan mit solchem Fleiß auf die Theologie, nebst dendazu erforderlichen Sprachen, daß er jung zu einemPrediger beruffen wurde: wiewohl sein kränklicherLeibes-Zustand verursachte, daß er nach einiger Zeitauf Einrathen der Mcdicorum selbst wiederum ab-danckte.und sodann dieMathematic zu seineni Haupt-Werck crwchltc. Als er sich hiernechsc von der puri-tanischen Gemeinde zu der hohen Kirche gewendet,wurde ihm die Stelle eines Professoris an der neuenmathematischen Schule imHospita! Christi zu Londcnanvertrauet, die er auch bis ansein Ende 1714, oderim Anfang des Jahres 1715 verwaltete, da er im 40Jahre seines Alters verstarb. Er soll meist vor Be-trübniß gestorben seyn, weil sein Vorschlag, die Lon-gitudinem zur See zu finden , den er zugleich mitwilh. whiston in einer eigenen Schrifft: a nexo me-
thod for difcovering the Longitude both at fea and
land bekannt gemacht, und auf den sie beyde viel Ko-sten gewendet, nach einer deswegen angestellten ge-nauen Untersuchung verworssen worden. Seine an-dern Schrissten sind theorema fphserico - catoptri-cum, Welches An. 1705 in den philolophical transacti-ons gebmefí, »nd nachgehende auch den Act. erudito-rum lipsienfibus einverleibet worden ; the général laveses nature and motion mtb theìr application to mecha-tiick; an institution of fluxions , wovon Io. ClarckeAn. 1726 eine neueundvermchrte Auflagen» das Licht
gestellkt ; the nerv laxv of flttids , or a dij course concer-mng the ascent ofliquors. Den grösten Ruhm aberhat er sich mit seinem Buche von der Wahrheit derchristlichen Religion aus der Auferstehung Jesu Christierworben, welches nicht allein im Englischen zum öff-kern aufgeleget, sondern auch von Tornelio Toorn insHolländische, von A.de la Chapelle ins Frantzösische,und von Gab. wilh. Gatten ins Deutsche übersetzetworden, da denn auch bey dieser lctztern Uebersetzungeine Nachricht von seinem Leben anzutreffen. Biblio-
theque raisonnée.
de DITTONA, oder Ductona, oder Dyttona, (Hu-go), von einigen auch Duttodunus genannt, ein En-gelländer, aus dem Dominicaner-Drden, war DoctorThevlogia, und von 1339 an General-Vicarius inEngelland, und schrieb scholastica certamina; lectu-K 3 ras