Band 
Zweyter Theil D - L.
Seite
183-184
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D O N A T U S

DONATUS DONDIN

trat hierauf als Physicus zu Lucca in Dienste, war eingrosser Verehrer des Galcnus, suchte sich sonderlich inder Semiotic hervor zu thun, und dasjenige, was inGaleni Büchern deCrisibusnoch mangelte, zu ersetzen,schrieb deswegen Apparatum ; dejudiciis; de signismorborum judicialtbus ; de Divinationibus ; com-mentafium inHippocrads librum de morbis virgi-num ; lib. IV de aquis luccensibus , welche Piecenanfangs einzeln, hernach aber unter dem Titel Reiniedica: studio stipendia sex, zu Franckfurt i;yi in 8zusammen gedruckt worden; verfertigte auch, da erbereits 35 Jahr practiciret hatte, seine libros III de

rnaturitate materia: in morbis. Kest.

DONATO (Joh,Paul), ein Carmeliterin Italien,inder Mitte des 16 Seculi, hat soluciones contradi-ctionum Aristotelis & Thomas herausgegeben. H.

DONATO (Ludov.), ein venetianischer Patricius,studirte zu Padua, hielte sich hernach zu Rom auf,lind that sich durch viele Proben seiner Gelehrsamkeithervor , wurde 146; Bischoff zu Bergamo, schriebcomment, in magistrum sentenriarum ; oraciones;4 Werckgcn wider die Griechen, als de procestioneSpiritus S., de purgatorio, de azymo & fermenta-ro, & depotestate romani Pontisicis, welche ZU Romgedruckt, und dabey noch eine Disputation contraBobemos de Eucharistia angefügt worden, und starb1484. T. Ug. Fa. Pap.

DONATUS( Marcelius ), ein Grase von Ponzane,und Ritter von St. Strphano, aus Florentz bürtig,hat icholia feu notas in larinos plerosque historiaeromans seriptores, Livium, Tacitum, Suetonium,aliosque, darinne er aber offt zum Plagiario worden,verfertiget, welche in Grateri thesauro critico T. VIstehen, und ist zu Anfange des 17 Seculi gestorben. H.

B. Thom,

DONATO (Marcelius), ein Medicus, von Mantnabürtig, practieirte daselbst in der letzten Helfte des 16Seculi, schrieb de varioüs & morbilüs ac de radiceMechiocan, hinterließ auch sechs Bücher de medicahistoria mirabiü, die anfangs zu Mantua i;86in4gedruckt, nachmahls auch an andern Orten aufgele-get, und endlich von Greg. -Horstio mit vielen Zu-sätzen zu Franckfurt 1664m 8 herausgegeben worden.Ei. Lest.

DON ATI (Nicolaus), ein Benedictincr- Mönch ausLucca, lebte in der ersten Helfte des 16 Seculi, undschrieb historiam de rebus gestis' Senensium, wie auchde belle hetruseo inter Carolum V & Henriçum IIlibros 2. Wion lign. vits T. I. Fa.

DONATUS (Thomas), ein Patricius von Venedig,trat in seinem 14 Jahr in den Dominicaner-Orden,ob es gleich seine Eltern nicht haben wolten , undsetzte sich durcp seine Gelehrsamkeit und exemplarischesLeben in solcheHochachtung, daß :hm nach verschiede-nen andern Bedienungen 1496 das Patriarchat zuVenedig anvertrauet ward, wiewohl er solchem zuentgehen, sich etliche Tage lang verborgen gehalten.

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Er starb i;o;, und ließ Sermones, ingleichm Offi-cia pro festis viiitarionis & fanctificationis B. V.,welches beydes aber noch »»gedruckt ist. Ech.

DONATUS (Tib. (stand.), ein Grammaticus, wel-cher nach AelioDonato gclcbet, hat einen Commenta-rium in Virgilii bucoüca, der aber verlohren gan-gen, UNd Cornmentariurn in /Eneidem, iNgleichkNund zwar bey schon hohem Alter vitam Virgilii zu inGebrauch seines Sohns Tiberii Llaudii MaximeDonatiani, welche wir noch übrig haben, geschrieben.Fa.

DONAUER (Christoph.), ein Magister Philosophiäund gccrönter Pocte, gebohren zu Falckenfels in derPfaltz, ohnweit Regenspurg 1564, studirte zu Hclm-siädt, wurde Prediger im Pfaltz - Neuburgischrn, her-nach zu Wieftnt, und endlich Diaconus zu Rcgen-spurg, schrieb Modérations - Motiven in Lontro-versia übel genannter Lutherischen und Lalvini-schen, und starb 1611. Er rühmt sich in der Mo-dérations -Schrift, daß er niemals Geld auf Wu-cher, sondern nur auf Bücher gelegt. Sein Sohn,Christoph Gigismund Donaucr, wurde Superinten-dent zu Regenspurg. W, d. Leb. Miscellanea ti-gurina.

DONAUER (Helmhard Zacharias), von Regenspurg,war Diaconus in Weide, und von 1700 Sradtpfar-rer daselbst, starb im Jun. 1712, und schrieb einenCatechismum.

DONAUER (Joh. Christoph.), ein JCtus von Re-genspurg, wurde i68o zu JcnaJ. U. D. hierauf desFürsten von Nassau, wie auch der Stadt Nvrdlin-gen Consulrnt, gab Florini allgemeinen, klugen undrechtsverständigen Hausvater mit viel gelehrten An-merckungen, ingleichen Diffi de pmdentia interpre-tandi statuta; de transackione legis cumreis; de ex-istimatxone per aggravationem pœn s, occaiioneL. 13 § 7 1F. de his, qui notanturinfamia; de juris-dictione communi ; de packe hsreditatis conserva-tivo; Consilia & responsa See. heraus, UNd starb den22 May 1718. Leb. Fab.

van der 1 JONCK (Adrian), dtl holländischer Ge-schichtjci>reiber, edirte 1636 Bejcbryviuge van nieuxoNederfond zu Amsterdam in 4.

van der DONCK (Christoph.), ein niederländischerDominicaner, trat zu Antwerpen in den Orden, starbauch daselbst ry Mart. 1665, nachdem er ein nieder-ländisches Gedichte, unter dem Titel: Cordium ju-dex, 1654 edirt. Ech.

DONCKELS (Joh.), ein frommer und gelehrterPrior der Canoilicorum regularium des heiligen Au-gustmi zu Tongern, schrieb de gratitudine, sub mora-lisatione Nicodemi Sc Joseph! ab Arimathia, wel-cher Tractat aber noch im Manuscript liegt, und starb1453, 16 Oct. A. Fa.

DONDIN (Guilielm.), ein italiänischer Jesuite, ge-bohren z» Bologna 1606, lehrte die Oratorie, underklärte die heilige Schrift zu Rom, schrieb Historiam

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