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wurde ein weltlicher Priester. Seine Gesclstcklichkeitin der Music machte, daß er an viele Orte verlangetwurde,, wie er sich denn auch einige Zeit zu Genua,Aleràndrìa, Paoia, Mayland, Place»; rc. aufgehal-ten, bis er sich-endlich An. Ì54H zu Venedig niederegelassen. Einige melden, daß. er daseldst 1544 imSeptemb. gestorbra; andere aber wollen, daß solches
: zu Monfelice geschehen sey. Er hat viel in gebunde-ner und ungebundener Rede, z. E. Mondi celeßi, ter-ri-ßri e infcrnali, degli Aceademici Pclkgr'mi ; ,1a ti-braria; ì Mariai; /-r z^cc-r geschrieben. Aber seinegerühmten Inventionen haben bey klugen Leuten nie-mals vielen Beyfall gesunden, indem der grvste The:!auf lauter abgeschmackte und kindische Wortspielehinausläuft. Pocsianti catal. script, florcnt. Negriscrittori liorentini. B. Nie.
DON! (Auguftinus), ein Medicus von Coscnza ausCa-abrien, lebte in der letzten Helste des xó Seculi,und schrieb Eib. Il ich natura borninis, die zu Baseli;8r in 4 gedruckt worden. Ei.
DONI (jo. ßapt.), gebürtig von Florenz, war in derMitte des 17 Seculi wegen seiner besondern Gelehr-samkeit und vielfältig heraus gegebenen Schriftenberühmt. Nachdem er wenige Zeit Professor Huma-niorum und gräcä Lingvä in semer Barer,cadr gewe-sen, begab er sich nach Rom in die Dienste des bar-bcrinischen Hauses, welches ihm zu einer Secréta-riats- Stelle bey dem Cardinals-Collegio verhalf,woselbst er auch um 1669 gestorben. Äusser ver-schiedenen Sprachen hatte er auch eine grosse Kennt-niß von der Musik, Poesie rmd Antigviräteu, und
schrieb Gencri e modì della mufica; anmtat 'wni Jupraqnel libros de prasstantia inusics veteris lib. 3 ; dil.Lde utraque penula, so in Gravii thesauro Anuqp.rom. T. 6 siehet; de reilituenda lalubritate agriroma-ni, welche Schrift in SaUaigrii thesauro antiquit.rom, T. I stehet; onomailicum mulicum; epmi-cium ad Ludovicum Francise regem ob receptamRupellam; eine Lobrede auf die Königin in Franck-reich in italiänischer Sprache; Carmins Lee. ließ auchim Manuskript colleÄioneminscriptionuna antiqua-rum; opus de bibliorhecis; de hebr*.e, grascce &latinae linguae pronunciatione, lind viel andere mehr.Dessen kurze Lebensbeschreibung ist seiner dils. deutraque penula beygefügt; und die Ueberschriftcnder Wercke, die er sonst noch unter Händen gehabt,zum theil auch im Manuscript hinterlassen, stehenbey seinem Puchk de pridhntia mufica: veterum.All.
DONI d’ Attlchi (Ludov.), siehe d’Attichi,
DONI (Latinus), ein italiänischer Poetc von Rom,im Anfange des 17 Seculi, war von einer unordent-lichen Aufführung, aber von grossem Verstaube, undmachte sich durch seine satyrische Art viel Verdrieß-lichkeit; wie er denn deswegen eine Zeitlang in har-tem Gefängniß gehalten worden, und kaum mit demLeben davon gekommen. Er ward nach wieder er-langter Freyheit bey Gnuphno von Santa Erste
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Secretarius, ba\ er aber durch Entdeckling seinerHeimlichkeiten in groß Unglück brachte. Er starb zuGenua, und ward mit einem Lordcerkranze auf demHaupt seiner berühmten Poesie wegcss begraben.Von seinen Poesien sind nichts, als einige zerstrcucteStücke vorhanden. Alan. Er.
DONIS (Nicolaus), ein deutscher Bcnedictiner-Mönch in dem Kloster Rcichenbach, lebte «m dasEnde des 15 Seculi, und schrieb in cosmographiamPtolemsei, ingleichen tr. de locis ac mirabilibusmundi, Welche beyde Wercke zu Ulm 1482 in fol. zu-sammen gedruckt worden, und epistolas ad diverser.T. Fa.
D O N I Z O, stehe Domnizo.
DONNE (Jo.), ein englischer Theologus, gcbohrenzu Londen 1574, gicng 1584 nach Ozford, und hieltsich daselbst, lmd zu Cambridge bis in sein 17 Jahrauf, in welchem er nach Londen zog, und zwey Jahrdaselbst die Rechte trieb. Sein Vater war, wie eini-ge Umstände zn vermuthen Anlaß geben, rcformirt;seine Mutter aber und zugleich seine meisten Präce-ploces suchten ihn zu Anuehinung der katholischenReligion zu bewegen; dahero er in diesem Stück solange im Zweifel stand, bis er endlich im 19 Jahreseines Alters den gantzenBellarmmmn aufmerksamdurchgeleftn, da er denn hernach ;ri der reformirtenKirche trat. Er that darauf eine Reise nach Italienund Spanien, wurde erster Srcretarius bey demCautzler Ehernere, dessen vertrauten Umgang er ge-noß. Weil er aber heimlich eine Tochter GeorguMori, Cantziers von denr Orden des blauen Hosen-banbcs, heyrathete, wurde er seiner Dienste erlassen,und muste sich einige Zeit elende behelfen. Als ersich darauf zu Loudcn niedergelassen, schrieb er aufBefehl des Königs Jacobi I das Buch Pseudo-Martyr. Dasselbe gefiel solchem so wohl, daß er denDorme zu seinem ordentlichen Capellan machte; wor-auf er zu Cambridge Doctor Theologiä wurde. An-no i6i i wurde er Prediger der Societät der Advo-caten, that darauf eine Reise nach Deutschland, undward 1621 Decanuö zu St. Paul zu Londen. Erstarb 1631 im Martio zu Londen. Seine Schriften
sind sasdeuius .epigrammatuin milcellaneorum ; Con-clave Ignatii, iive ejus in nuperis In terni comitiisjntlironisatio, cum apologia pro Jesuitis, welchesein satyiifchcs Merck ist: ^ im Englischen aber denPseudo - Märtyrern ; eilt Gedicht von der Nichtigkeitder Welt; juvenilia, welches Gedichte sind; geistli-che, satyrische und Trauer-Gedichte; Biathanatos,ein Werck, darinnc er den Selbstmord vertheidiget,welches er in der Jugend verfertiget, auch, als ihmdas Manuskript davon verlohren gegangen, ihmnachmals'felbsi höchst misfällig worden, daher er imTestamente seinen Erben untersaget, dasselbe druckenzu lassen, wenn es auch gleich wieder mcchie zumVorschein kommen. Gleichwohl aber haben es die-selben »ach seinem Tode 1700 zu Londen in 8, wie-wohl ohne seinen Nahmen, ediret; und es soll das-