Band 
Zweyter Theil D - L.
Seite
211-212
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21 r DRANSFELD DRASKO WITSCH

DRAUD

DREBßEL

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macht, wie sie denn auch nachgehcnds ftanzösisch umter dem Titel: les intérêts des Princes d'Allemagnefar Joachim de Tran£ée ,. Ambassadeur , aus Licht ge-treten. Man sehe von dieser Schrift Heumannsconspectum reipublicx literari»,

von DRANSFELD (Justus), ein Schulmann, ge-bühren zu Göttingen den 27 Jun. 1633, bezog indem 23 Jahre seines Mers die helmsiädtische Aca-démie, ward 1663 zum Conrectore, An. 1676 aberzum Pädagogiarcha in seiner Vaterstadt bestellt, undthat sich in diesem Amte so hervor, daß er 1722 auchden Titel eines Proftssoris Theologia erhielt, und zuEimbeck An. 1727 in das Collegium Canonicorumaufgenommen wurde. Er starb den 16 Aug. 1714,nachdem er bey guter Gesundheit sein Lehramt über52 Jahre geführet. Er war kein Freund von vielemBücherschreiben, doch hat man von ihm: Prodro-

mum monumentorum quorundajn goettingensium;allocutiones & programmata varii generis, styli qnasoluti, qua Hgati, Nebst einigen zur göttingischen Hi-storie gehörigen Episteln, und verschiedenen Disputa-tionen. Ausser diesen aber hat er auch BaßlH Imp.

Jib. regium de imperio pie & juste administrando ;iuglcichen MacarU homiliam 20, mit seiner eigenenlateinischen Uebersetznng 3 und verschiedene Schriftenvon I. Laselio wiederum auflegen lassen. SeinSchwieger-Sohn, George Nlcolaus 'RriegL, hat vouftinrm Leben An. 1717 einen besondern Cornmen-tarium in 8 in lateinischer Sprache heraus gegeben.

DRAPIER, oder Drappier, (Guido), ein Pfarrer zuSt. Sauveur in Beauvais, woher er auch bürtig,Wolte die Verdammung des Anton. Arnaldi nichtunterschreiben, und lieber den Gradum pro Licentia,um welchen er in der Facultât zu Paris anhielt, ent-behren, als sich dazu bereden lasten. Er wegerte sichauch die Bulle Unigenitus anzunehmen, ob man ihmgleich gedrohet, ihm die Sacramenta in seiner letztenKranckheit zu versagen. Er schrieb für des p. lkves-nels Betrachtungen über das neue Testament, führteauch die Feder Wider die Constitution Unigenitusmit ziemlicher Heftigkeit, und starb den 3 Dec. 1716,im 92 Jahre seines Alterst Er soll auch die Défen-se des Abbés commendat aires des curés primitifs ge-

schrieben haben. Nouvelles literaires.

DRASKOWITSCH (George ), ein hungarischerTheologus, aus einem vornehmen Geschlechte geboh-ren, wach 1560 Bischof zu Füiistirchcn, war 1562Kayser Ferdinand! I Gesandter auf dem Conciliozu Trident. Nach seiner Zurückkunst erhielt er r;6zdas Bißthum zu Zagrab, und 1578 das Ertzbißthumzu Colocza, 1579 aber zugleich, das zll Raab, warddabey zum Cantzler des Königreichs erncunct, auchr;85zum Cardinal gemacht, und starb 1587. Erhat zwey Reden in lateinischer Sprache auf demCon-rilio zu Trident gehalten, welche unter andern HerrM. George Schrvary heraus gegeben, und solcheden von ihm edirten orarionibus Dudirhü, nebst desDraskowitsch Lebensbeschreibung beygefüget.

DRAUD (George), ein heßischer Prediger, ge-bohrt» 1573 den 9 Jan. zu Davernheim in Hessen,studirte zu Marpurg, ward allda Magister, und muß-te sich in der Druckerei) mit Corrigiren durchhelftn.Er war darauf fünfzehn Jahre lang zu Groß-Car-ben, eilf Jahr zu Ortcuberg, und zehn Jahre zu Da-nernheim Prediger. Weil er aber wegen Unsicherheitdes Krieges zu Danernheim nicht bleiben konte, flüch-tete er 1635 nach Butzbach, und starb allda. SeineSchriften sind: Agapiti ßaaiXat)} cum veriio-

ne duplici, dislertationibus, exemplis quaestionibus-que; Bibliotheca claflica; bibliotheca libroruoigermanorum clailica; bibliotheca exotica; diseur-fus typographicus ; fürstliche Tischreden von aller-hand nachdcncklichen Fragen und Geschichten. Erhat Simon. Majoli dies caniculures, wiewol ohne Ver-setzung seines Nahmens continuirt, wird aber des-wegen eines Plagii beschuldigt) hat auch JuUi Solinimemorabilia rrvundi; Joatinis Boteri 2 Traktate depolitia illustranda & de origine urbium ; FrancifciLambertì tr. de historia colloquii Homburg) in Has-sia aiino 1526 habiti, mit Aumercknngcn; inglei-chen aus eines andern unbekannten Auctoris Manu-

script duodenariurn historien -biblicmn vermehrtheraus gegeben. W, d. Neub. Thom.

D R A VIZ (Stephan,), siehe Daoyz.

DRAWIZ (Joh.), einPraetieus Medicin« zu Leipzig,hatte unter der Anführung Joh. Michaelis, dessenlaboratorium chemicum er zehen Jahr besorget, dasmeiste erlernet, fiorirte in der Mitte des 17 Scculi,und schrieb einen Bericht und Unterricht von derRranckheit des schmerymachenden Scharbocks,welcher mit der Vorrede D. Michaelis etliche malaufgeleget worden. Lest.

DRAX (Thomas), ein englischer Theologus ausWarwick, schrieb Pandectas V. & N. Testament! ;Tubam extremi judicii monitoriam ; clavem cœli ;teternum Evangelium} angelicam prxmonitionentde fuga ex Babylone } Catholicum reformatum; deromanx fidei emendrio Catholicisino ; epusculatheologica varia; synopiln consolatoriam; übersetzteaus dem Englischen ins Latein GuH. Perkinßi tr. decailbus conscienrix, und andere Wercke desselben,Demi viam regiam ad cœlum, und starb 1616. W, d.

DRAYTON (Michael), ein Engclläuder, der unter-schiedene englische Gedichte, auch epistolas heroidumgeschrieben, daher man ihn den englischen Vvidimnnennte; starb 1631. AÉ,

DREBBEL. (Cornelius), ein niederländischer Mathe-maticus, cebohren zu Alcmar 1572, war dem Stan-de nach zwar nur ein Bauer, besaß aber ein grossesVermögen. Kayscr Ferdinand II bestellte ihn zumInformator seines Printzen, und ernennte ihn zuseinem Rathe. Er genoß dieser Bedienung bis indas 48 Jahr seines Alters, da ihn An. 1622 in decböhmischen Unruhe die pfältzischeu Trouppen gefan-gen bekamen, und aller seiner Güter beraubten. Er. kam aber auf hohe Vorbitte wieder los, und ward