rl,z DREßBENSTED DREIER
nach Londen geschickt, wo er seine noch übrige Lebens-Zeit zubrachte. Er hat ein Schiff verfertiget, inwelchem er unter dem Wasser auf der Themse zweyMeile» von Westmünster bis nach Greenwich fuhr,und starb zu Londen 1634. Er schrieb de elementis,Welches Merck 1628 lateinisch von Joh. Er».Burg-gravio edirt worden, nachmals aber 1702 zu Rot-terdam holländisch, und 172z zu Leipzig deutsch, her-aus gekommen, brachte den motum perpetuum wie-der hervor, richtete durch die Opticam wunderbareDinge ins Merck, und erfand viel schöne mathema-tische Instrumente. Leu. SV.
DREßBENSTED (Georg), gebohren zu Lübeck den21 Sept. 1599, studirte zu Rostock, Greiffswalde,Wittenberg und Leipzig, nahm auch die Magister-Würde an, wurde anfangs sachsenlauenburgifcherHofprediger, und nach 17 Jahren von 164g an Pa-stor und Jnfpector zu Witstock in der Marck Bran-denburg, 1648 aber Diaconus an der Peterskirchein seiner Vaterstadt, endlich 1654 Superintendens
' daselbst, schrieb primitias theologicas; explicatio-nem dictorum quorundam S. Scripturas selectioruni,die aber noch im Manufcript liegt, und starb den27Dec. 1662. Mol.
Drechsler ^jo. Gafer.-), vonWolckenstein, ausMeisten, war Magister Philosophiä, BaccalaureusThrologia, und Schul-College in Halle, und starbden 20 Oet. 1677, nachdem er Compendium liisto-rico - chronologicum j Manudilctionem ad poësinhebraicam; de larvis natalitiis Christianorum, cumapologia, unter dem anagramnratischen Nahmen
Cbreßulderus ; melioris partis electicnem adveriusAnnam Mariant a Schurmann Sc Job aiment de La-bad'tr, Disp. de cytharadavidica; de nive prodigio-la; de metallorum rransmutatione fic de chryso-pœia; Dissertatï. 2 de sermane brurorum; numUna gutta sanguinis Christi latisfacere potuerit promundo? Syncretistmun pilata-herodianum ad Lu»■es XXIII, 12 ; descriptionem Mofis, servi Domini,theologico - historico - mythico - dogmaticam; destrena Magorum, ad Match. II, 1 - 1 1 ; Orat. in se«cnlarem memoriam Formulx Concordi« ; wie auchein Gebetbuch vor Wittwen; bittere« Weltwehtn>t -Himmelsgcdanckc» verfüsset rc. geschrieben,d.
DRECHSLER (Wolsgang), ein deutscher Histori-cus, hat unter andern ein Cbtonicon rerum sarace-nicarum, seu de Saracenis & Turcis geschrieben, Wel-ches Nebst C. A. Curimis histories saracenicis 1567
zu Bafel in fol. 1568 zu Bafel in 8,1602 zuFranck-furt in foi. besonders aber von JohannRosino 1594zu Leipzig in z, zuletzt aber 1689 von Joh. Reiskio
. wit Zusätzen in Leipzig in 8 heraus gegeben worden.
** J R EI E R, ober Dreyer, ( Christian), ein lutherischerThevlogus, gebohren 1612 den 22 Der. zu StettinM Pommern, zohe im idten Jahre auf die Acade-nue nach Jena, und ward allda 1631 Magister,gstng darauf nach Wittenberg, semer nach .Rostock
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und Cüppenhagen, und endlich 1638 nach Königs-berg, allwo er in seinem hernach gedruckten Collegiochronoiogico - historico so emsig war, das er in zweyJahren nicht vors Thor kam, 1644 wurde er zuge-dachtem Königsberg Licentiat, wie auch Doctor, in-gleichen Professor extraordinarius Theologia. Weiler wegen der calixtinischcn Meinungen verdächtigwar, setzte die theologische Faculrat bey seiner Pro-motion eine Eides-Formel auf, und verlangte, daßer solche unterschreiben sollte : dessen er sich aber ge-weigert, und Gott zum Zeugen angerufen, daß erdieihm vorgehaltenen Sätze nicht für dieftinigen.erken-ne, sie auch hinfüro nimmer einem andern aufdrin-gen, vielwemger aber in Schriften vertheidigen wollenwelches er auch dem Decano und andern Assessorr-bus mit dem Handschlage versprochen, auch bey derPromotion selbst einen Eid gethan, daß er von densymbolischen Büchern nicht weichen, sondern sichdenselben gemäß halten wolle. Er wurde an ver-schiedene Orte zu ansehnlichen Kirchen-Aemtern ver-langt, konte aber von dem Churfürsten seine Erlas-sung nicht erhalten, sondern bekam von demselbenrine jährliche Penston von 522 Thalern. 1645 gienger nebst andern Theologis auf das Colloguium cha-ritativum nach Thoren. Er mengte sich darauf indie latermannischen Streitigkeiten, ward 1648 zwey-ter Hofprediger an der Schloß-Kirche, und in ebendiesem Jahre Ober-Hofprediger; wiewol mit Wi-derspruch und Protestation der Landstäitde, die ihndes Syncretismi beschuldigten. Es giengen daraufdie Streitigkeiten zwischen Mich. Lehmen, Later-mann und Dreiern auf der einen, und D. Mislentgauf der andern Seite immer fvrt.Ja als 2650 D. Mich.Lehm verstarb, und Dreier ihm die LeichenpredigtHalten sollte, wollte Mislenra.solches durchaus nichtgefalle», auch D. Lehmen nicht ordentlicher Weisemit gehörigen Ceremonien begraben lassen. Mis-lcnta ward deswegen von seinem Amte suspendirt,Dreier aber 1652 in das Consistorinm eingeführt;obschon das Ministerium dagegen protestiret. Erwurde dabey Professor Theologiä ordinarius undi-6;7 primarius. Mislenta, Lalov, Ising, Blau-fisch, Newseld, das Ministerium trlpoUtannm ha-ben wegen seiner Neuerungen und syncretistischenIrrthümer gegen ihn geschrieben, und er ist 1688den 3 Aug. gestorben. Seine Schriften sind: Sa-pientia sive philosophiä prima ex Aristorele ejusgueoptimis commentatoribus conscripta; controversiascum pontificiis prscipu* in 38 Disputationen, wel-che zusammen gedruckt lvorden; Rbetotica eccleiia-
stiea; Collegium chronoiogico - historicum ; Oral,de orthodoxia seu genuina hujus vocabuli lignifica-tione; Gründliche Erörterung etlicher schwerentheologischen Frage»; Vorstellung eines »»christ-lichen Begin-nen« D. Lölestmi Misientä mit feinenLaplanen an D. Mich. Lehm, dessen Lörper er diechristliche Bcgrabniß verwegerl; zwey Predig-te» vomheiiigcn Abendmahl; Vindicario sanctitatisO 2 Del,