Band 
Zweyter Theil D - L.
Seite
903-904
JPEG-Download
 

9 03

G E I E R

GEIERBRAND GEILER

GEIER (Joh. Ant.), I. u. D. war Professor Jnsti-tutionum zu Altorff, schrieb verschiedene dlsputario-nes, und starb den io Junii 1685. W,d.

GEIER, oder Geyer, (Joh. Daniel), ein Meistens vonRegenspurg bürtig, war anfangs Garnisons, Medi-kus zu Mannheim, . Irat aber hernach zu DreßdenalsLeibartzt des Königes Fried. Au^usti, in Dienste,schrieb als ein Mitglied der Ratura Curiosorum. sei-nen 1 rastaeum physico-medicum de cantharidibus,darinne er. unter andern behauptet, daß die spani-scheu Fliegen sich hier zu Lande nicht vermehrten; dediftamno; wie auch de montibus conchiferis &glost'opetris alzejeniibus archipalatinis , dik Unterdem Dtel: Dhargelus Apsllini lacer, continensrrigam rnedicarn ex regno animal i, vegetabili ikminerai! zu Franckfurt 1687 in 4 zusammen gedrucktworden, fieng zuletzt unterschiedene zur Phystc undMedicin gehörige Sendschreiben, unter der Rubric,müßiger Reise-Stunden gute Gedancke» nach undnach bekannt zu machen an, bediente sich aber einerverworrenen und ziemlich dunckeln deutschen Schreib-Art, und starb zu Drcßden um 1735. NZ.Ke.

GEIER (Martin), ein Theologus/gcbohren zu Leipzig1614 den 24 April, studirke zu Leipzig , Straßburgund Wittenberg, wurde i6zg Professor der hebräischenSprache zu Leipzig, ferner 1643 Diaconus zu St.Thomä, 1657 Archi -Diaconus, 1658 Doctor undProfessor Theologiä, 1661 Pastor und Supcrinten-dcns daselbst, wie auch Canonicus zu Zcitz ; endlichaber 1665 zum Ober-Hof,Prediger undKirchcn-Rathnach Dreßden bernffen, welches Amt er zwar vonsich abzulehnen gesuchet, (daher auch Caspar oieglerGelegenheit genommen,sein Buch de clerico reiúten-te zu schreiben), dennoch als ihm der Churfürst Joh.Georg II fnrhielt, daß er bcdencken solte, daß ihnGott selbst durch ihn zu diesem Amte deruffe, solchesangenommen, und demselben mit grossem Eifer vor-gestanden : wie er denn nach des Churfürsten 1680erfolgten Tode allzeit gar traurig gcwest, und baldhernach, als ihm eben die Nachricht von dem plötzli-chen Tode eines seiner Freunde hinkerbracht worden,und cr geseuffzet,Eott möchte ihn auch einen soschlen-nigeu doch seligen Tod verleihen, noch in selbigerNacht zu Freyberg 1680, 12 Scpt. verstorben; nach-dem er Commentarios in Pfalmos, Proverbia,Eccle-ftasten, Danielem ; einen Tractat de luÄu Ebrseorumlugentiumgue ritibu;; dilguisttionem theologicamde lupeillitione; observariunculzs ad S. ebracae lin-gux studium ; disterr. de adventu Domini ad lupre-mum judicium, ad epist. juck« vers 14, 15;de fa-tisfactione Jesu Christi; de ministris eccJelix; deproreuangelio Genes III, 15; de morte, lepulturaac resurrestione Meist«, adEs. LIII, 10; de preci-bus pro defunctis, contra Pontificios; de confor-mitate judœo-papistica in locis deScriprura sacra, deDeo, angelis & homine See. 'Seit und Ewigkeit inPredigten über die jährlichen Sonntags-Evangelia;

oh

9 »

Busi-Predigten; Betrachtung der Sterblich^ p,,82 Leichen- Predigten; Todes-GedanckeuIcitung etlicher biblischer Sprüche,so erst nach r ^ ;Tode, und 171; zum dritten mahlgedriickt worJóhannis Bust-StiMme oder Evangelíèn-p,^Investitur - Anzugs-und Abzugs-Kirch-CinwcchMH;Hochzeit Tauf-Leichen- und andere MisceÜawP'^^ten, welche 1687 und 171; zusammen edirer^rden; geistlichen Braut-Schmuck; Liebe

und den Ncchsten; AUgegenwark Gottes Ugb

$

dere Schrifften verfertiget." Dessen Opera

\ov>:

. .. .. —^ —u - x . - M''

gica fins 1695 und 1696 zu Amsterdam IN ^in fol. zusammen gedruckt worden. In derscheu Bibliothek befanden sich ehemahls vo>Epistol« 117 ad Ab. Calovium ab an. 1664inclusive, commentarius in Ecclesiasten, II 0 ^. jll>Jonam, und explicatio quorundam dicto rU gj00-Manuskript. Es trug sich mit ihm 1642, 9etwas besonderes zu: den» als damals^ die Stadt Leipzig mit Feuer-Einwerffeu bcaE^î»und er eben früh gutes Muths aufgestanden./ ^. in seine Studier-Stube gegangen, auch «inin der Bibel zu lesen angefangen hatte; kaM ìjFne Angst an, so dass er ohne solches zu sbl"aus der Stube gieiig. Allein kaum war erso kam eine Stück-Kiigel in dasselbe Zimmer,diese Bibel nebst andern Büchern übelwurde; woraus er ciu besonder Zeichen göttlich^sorge nahm. Pr. W, m. Vog. Mjj'

GEIERSRAND (Hareneus), siehe Ehrenbe*«'-dreas). ^

GEIGER (Georg), ein deutscher JCtns, lebtezu Erfurt, und schrieb rr. de prescriptions’ • ji(GEIGER (Malacbias), einMedicuszu MÜN^Fder Mitte des 17 Seculi, schrieb:hypochondriacum, s. rr. de Melancholi» b/Pdriaca, kelegraphiam oder Beschreibung^.^,c^Brüchen, und deren medicin ischcr undscher -Heilung; übersetzte auch Guil. Fafo' iCangina ins Deutsche. .

GEIEENRIRCII ER (Joh. ), siehe GaiH^" ^ fi nGEILER, oder Gailer, (Joh.), sonst K a!ser Sín

Schaffhauft» 1445, 16 Markst, hat zu ... c „ret, daselbst in Doctorem Theologiä p>'on>^ ,^ist nachgehends ru Straßbura Prediger wor

ai Tf)r fl1 '

dem Ort, woselbst er erzogen, genannt, jjti^

® iret/A-

ist nachgehends zu Straßbiirg Prediger wor^^rrU'

selbst er auch den Mönchen Humhertumtibus erkläret. Sonst hat er sich össtcks 'Verfall der. Religion beklaget, auch prophV ^ 0 'einer die rein« Religion wieder ans Licht tìa <jci^.würde, und ist i;io, io Martii gestorben/er opéra Joh. Gersonis ; orationes varias adsermones in orationem dominicam ; üe aconcubinis; de communicändis bis,supplicio affieiüntur ; naviculam pœn'-tenccm pneceptis; de septem peccatis 111 ° *

naviculam stuItorumadNarragoniams*P e sl )° sü