Band 
Zweyter Theil D - L.
Seite
923-924
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GENTILIS

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faltigkeit angegriffen, und-über das Geheimnis der-selben subtilisiret. Er glaubte Gott habe iu-Her Ewig^feit einen alleredelsien Geist geschaffen, welcher in derFülle der Zeit Mensch gebohren worden; beschuldig--t.e ftine Ankläger des ^adellianismi, übergab auchsein Glaubrns-Bekänntniß, und wurde zu Bern inder Schweiß 15-65,9 Scpt.zum Schwerste verdam-

Met. Sandü bibliotli. antitrin. To. B. Arn.

GENTILIS, oder Genfilectus, (Innoeentius) , einAdvocat des Parlaments zu Toitlouse, und nachmahlsPräsiden« tu dem Parlament von Grenoble, von Vien-ne, aus Dauphine, im 15 Seculo, hat um der Reli-gion willen ins E.rilium gemust, und soll unter demNahmen Joachimus Urfinus, Anti-Jefuica verborgen,auch der Verfasser des AntbMaebiavelli oder llbro-rnm 3 commentariorumde regne seyn. Sonst sagtman auch, er sey Syndicus zu Genev gewest, und hat»ersthiedene Sachen wider die catholijche Religion,als.' apologi-arn pro Christianis gallis religionis ev-an geliere, f. reformata, Régi navarrceo dicacam, da-wider ein sogenannter Franc. Romulus eine rePpon»chonem edirct; Examen Conoiíîi tridentini in quodemonstratur, hoc Concilium in multis,antiquis cano-nibus, conciliis regireqne auctorirati conmri.um elfe,unter dem Nahmen Joacb. Urjini; Oth, CasmanniAn ci-8 scinum, t ui ter eben dem Namen geschrieben. B.

GENTILIS (Julius Vinc.), ein genuesischer Patri-cias, trat daselbst in den Dominicaner-Orden, prosi-tirtc eine Zeitlang die Theologie unter den Seinen,wurde 1647 Professor Mctaphysices zu Bologna,hernach.Lheologia, verwaltete indessen ein und ande-re Aemter seines Ordens, bis er 1685 Ertzbischoff zuGenua ward, allwo erden 16 Jul. 1694 verstarb,

und Commentaria in 8. Thomae siunniam theelogi-cam und super Aristotelis libros logieos, phylicos &

mathematicos im Manuseript hinterließ. Seineaöa synodi aber nebst den gemachten Eonstitutionenwerde» Zweifels ohne gedruckt seyn. Ug. Ech.

GENTILIS (Matthias), siehe Gentilis (Alb.).

GENTILIS (Nie.), ein genuesischer ICtus zu Endedes 16 Seculi, hat nebst ändern dstilaruta crirninaliavor die Rcpublich Genua abfassen helffen, und solche1590 heraus gegeben. 01.

GENTILIS (Rob.), ein englischer Benedictiner-Mönchin dem Kloster zn Pomfrct, zwischen Uork und Dun-caster, hat homilias geschrieben. Die Zrit da er sio-rirrt, ist unbekannt. Bai. Bit. Fa,

GENTILIS (Robert.), Alberici Sohn, gcbohren znLonden, um 1590, ward Caitdidatus Juris, schlugaber um, und ward sehr liederlich, .so daß seine El-tern viel für ihn zu bezahlen hatten. Hernach be-kehrte er sich, reiste und lernte verschiedene Sprachen,und übersetzte aus dem Italiänischen des Pauli Gcxvt-«L die Historie der Inquisition, irnd etliche Wercke desMalve;;i, wie anch aus dem Spanischeit und Fran-zösischen einige Wercke, und lebte noch 1654. YVo.

GENTILIS (Scipio), ein Bruder des Albertbohreu .e;^; m Casteh'o di Sangcneffö in der «b ^nitanischeü Ma'rck, lernète die griechische SpsE.^cTübingen, und hatte cjne vortrefflichePoesie, begab sich hierauf nach WittestbMden, promovirte zu Basel 1589 in Doetorewund wurde hierauf 1590 Pros. Juris zu ÄlckMauch Consulent bey der Stadt Nürnberg. &

■dejure publicopopuli romani; de conjurati 011 ’^;,de donacionibus inter virum & uxorem i öe

ep 1 '

materais & íècùndknupriis; commentariurúÖolam Pauli all Phüemonem , commenta«" 1 yí• Apttkji apologiam ; Epicain paraphralîn r

25 ; Solimeidos libros 2 de Turquati TaJJipressos; Annotations fopra la Gierufaitnimt«*'Tasso; Parergorum adPandectas libros 2 cU ' • o>fero singulari originum ; de alimentis Sc 3 ^ g]li!ne m Divi Alarci; orationem in funere. orationes rectorales tres ; de jurisdictione ». jliparaphrafin in Psalmum 107 ; Elogium Iíe» rlC £l i'régis Francorum ; de solennitacibus ; de c.oibl" ^tibus actionibus ; tractatus quatuor de ertöt 1 ®stamenrorum a tedatoribus iplïs commiilìs, ;,-i'

lia haecedum, de jure aecrelcendi, de divid>u sdivriduis obligationibus ; tr. de. Regal ibus! ^u'

Clodiade vi; Emendacipn.es iwjujii Lrffei«ariurn ad Tacicum, welch« letzter« sich M der A K- Bibliothec zu Leipzig im Manufcript befinde"' ^verheyrathete sich erst 1612, in seinem 49I"" '-starb zu Altorff 1616, 7 Aug. W, m. B. N lC 'GENTILLETTES, siehe Gentilis. f

GENTILOTTI (Joh. Benedictus), ein 2 >E ;¥ fTrient in Tyrol, war aus der alten undrühmten Familie der Engclsbrum, 1672studirte zu Hause, ingleichcn zu Saltzburgspruck, gieng nach Iiom, setzte sich allda &uynischen Rechte und den Uebtmgcir dermana feste, und machte sich zugleich dieebräische und arabische Sprachen bckanm- ßt®auf machte ihn der Ertz-Bischoff von Saltzd"rs^,rvon -Harrach, 1703 zu seinemCaiitzley-D»'^-,xiE'geheimen Rath, 1704 aber wurde er als ka>/> ^Bibliochecarius nach Wien beruffen, .„rt^er auch An. 17öS angetreten. In dcnt IV ( íst< sJahre schickte ihn der Kayser in betStaats-Secretarii mit deut Grafen vonals ernennten DicerRe nach Ncapolis, ct úfnach 6 Monaten wieder zurück, und bliebvorerwchuten Amte in Wien, bis er An.zum Auditore deffa Ruvta ernennet würd«- . .a v"

machte man ihn 1725 einmüthigTrient, er ward aber darüber sehr betrübt , 1 hciRftd) letztlich auf kayscrliche Borstcllung da»imen muste, so kranck, daß er nicht lange ^

Avde abglcng. Von seinen Schrissttir yDruck vorhanden. Dahingegen hat ere 'mühsamen und vortreffliche» Laealogam w 'liänischen, frantzösischcn, deutschen, lackt""