1287 GUTMAN GUTTEL
Gurke ein guter Logicus; wie man denn auf Univer-sitäten über seine Präcepta dieser Disciplin fleißig ge-lesen. Man hat von ihm Oifpucaticmes philofbph.pract. ; habitum primorum principiorum ; SynopiinLogicae divins ; Logicam divinam docentein ; Dis-cursum pro Logica peripatetica See. Leb. Be.
GUTMAN (iEgidius), ein Mitglied der sogenanntenRosrnkreutzer, oder gar Urheber derselben, ist auf vielAcademien herum gereist, und hat um das Jahr 1580meist in Schwaben gelebt, auch ein Buch unter demTitel Offenbarung der göttlichen Majestät über dieersten 5 Verse des ersten Capit. Geneseos geschriebenhinterlassen, welches sehr verworren, 1619 nach sei-nem Tode zu Amsterdam in 4, 1675 aber von Hcnr.Ammersbach zu Halberstadt in 4 ediret worden undungenrein rar ist. Am. Otr. Scbelbornii amccni-taces literarix Tom. III & T. V. Ramanni Catalo-gus bibliothecs fux. Theoph. Sinccri Nachrichtvon alte» und raren Büchern P. IV. abgcnörhigteLehr und Schuy-Schrifft wider den gutmanni-sehen Offenbarung«. Patron, Hamburg 1677, 8.
GUTMÜND, oder Guitmund, ein wegen seiner Ge-lehrsamkeit und tugendhaften Wandels berühmterDeutscher, erhielt 1061 vom padst Alexandra 1t dieCardinals-Würde, und zugleich das Erh - BißtyumvonAversa, nachdem er vorhero eine Zeit im Benedi-ktiner- Kloster St. Leufredi in der Normandie zuge-bracht, und ein reiches Bißthum in Engelland, wel-ches ihm der König Wilhelm I angeboten, aus De-muth ansgeschlagen hatte, doch soll er hernach dasErtzbißthuw Rouen angenommen haben. °Jm ütcuTomo Biblioth. Patrum findet man etliche Schrisstenvon ihm, worunter vornehmlich die g Bücher, so ervom heiligen Abendmahl wider Berengarium gestljrie-ben, ihm grossen Ruhm erworben; und in Dacìm iifpicil. tom. 2 stehet von ihm ein Brief an Erfastumde Trinirate. Er starb 1084, im hohen Alter.Au. T.
GUTNEU, stehe Gürner.
€UTRY (William), ein englischerTheologus, schriebin seiner Muttersprache: grosses Interesse emes auf-richtigen Christen, ober Prodier-Stein des Genaden-theils an Christo, welche Schnfft ein Anonymus un-ter denBuchstabcn I. D. 1674 zu Casscl deutsch in 12ediret.
GUTTEL, oder Guerbell, (Gasoar), SS.TheologieDvctor und Pastor zu Sk.Andr. in Eisleben, woselbster gebohreu war, welchen Lulherus össters den cisle-bischcn Supcriuttndencen,zuweilen auch nur den from-men Dvctor Caspar nennte, war vorher ein Augusti-ner, und in der scholastischen Theologie vortrefflicherfahren, ward 1509 zu Leipzig Doctor, stand auch um1522 bey den Römisch - Cathoiischcn in grossem An-sehn, predigte aber, so bald er Luther! Schnfften ge-lesen, wider die-elben, und ward der allercrite evan-gelische Predige: und Superintendens zu Eisleben,starb 1541, und schrieb Jesum quadragef. oder Fa-
GUTTICH GUYARO
ï 2
sten-Prcdigten, von Adams werck'en, u"Genade; Dialogum, wie christlich zu lfböbens - Bekenntniß; Gchuy - Redt v"?*»»gezähmte freche (Lknumtm, welche Sie ^fchen Lehrer beschuloigen, wie das; sie cinGlauben predigen, in7Sermone»; *>',
. fchen 2 lmt uns Eigcnfchafften der
Pfarrherrcn; voissevangelischer allcrbesM B. Wahrheit; Predigten, worauf sich e ltiLeben und Sterben zu verlassen ; hat a»K » rftldische Kirchen-Ordnung verfertiget. T)
neu Lebeuslauf selbst ausgeschrieben, den ^ PuErdn,. Bleck', Conststorialis und Pastor st' ^rscss'^tri und Paust ttt Eisleben, im Mauuffr'^
Seele, Un.
GUTTICH, siehe Gütrich.
GUTTING, flehe Giircing.
GUTTNER, siehe Giittner. M’WK
GUTTURPH (so.Srepb.),ein Pastor st^„z,'<berg in derMarck Brandenburg, erhiel* p
tuen von seinem Geburks Orte Gutturph, 'fe in dem c.Aschen Kirchspiele auf der Jn>e ch-s'legen, florirte in der andern Helste des l ^ cund schrieb Lhräncn-PrcdigtLhristi a>w41 fqq. auch eine LeichsPreb-gt. Mol- t
G U T T W I T T ( Melcbior), ein Jesuitt'zu Bndwcis in Böhme» 1626, lehrte bl ,Humaniora und Ckhic, hielt sich um a uii sl> $auf, schrieb de virtuubus Cxlarum XIrum ; Tempe Bohemis ; S. Wencesla* ut n P* 1 '^.Patroni Bohemis virtutes ; Melcbilvae& vimim afferenrem poetico contro .
AI. . tt bt %
GUY (Jacob), ein Apothccker zuNeufw^ici;^,Anfange des i7Seculi, hielt mit Gu"-Vsano gute Freundschaft, und communss efeine curieuse Observation de turnn«** e j C üß (i cthorncis in cavtratem delaplis, öc tu l1 c *‘ lgedachter Fabriciu« seinen Observation* .s
gicis mit beygefüget hat. Le. .„ar Pflw
GVYA (j 0 .), von Casse! aus Flandern,'^der heiligen Schrifft zu Paris, lehrteplausn, hielt vertraute Fre-.mdschaffr dl'ö/"
dao, schrieb de conrerncu rerurn torcultar .
chcw unb ssarb daselbst i;>7-UYARD (Gern.), ein fran§i'fifci) er Terf) »gebohrcn i6oi zn Craon in Anjou,nes in den Orden.wurde 164; zuP*ss?7chrr,is* ch,sölogiä, der HeJrogi» von Orléans ^cde»^'?W^und Beichtvater, bekleidete auch versch'* z zuseinesOrdcirs, ward 16bo b 'ffai Prev"'und starb baftlbn den gvJul. 16^4, *
Seine Schrissten find la vie de S. Vit> c -J’on funebre au service de Louis !e j ,l ß e ’ nirI i ;fer doctrinam rbomilHcam &utrum 8. Thomas calluerif lingual %gen der P. Johann LTicolai, ein D aC
G