GYSI
GYTTLUS
HAACKE
HA AN
' 1 95
ein guter Porte und in den Antiqvitäten sehr erfüh-re»/ studirte zuMayland und Ronr, wo er von Joh.Franc, pics viel Gutes genoß. Nach dessen Ermor-dung aber, da er vor den Zusammengeschwornenkaum sein Leben retten konte, kehrte er wieder nachFcrrara, und brachte da sein Leben in grosser Armutund Beschwerlichkeit von der Gicht zu; hatte ein sogutes Gedächtniß, daß er das, was er einmal gelesen,niemals wieder vergessen, kam zweymal um alle dasSeine, und sonderlich um seine ihm so werthe Biblio-thcc, und pflegte zu sagen: Er hätte mit z Feinden,nemlich mit der Natur, dem Glücke und der Ungerech-tigkeit zu kämpfen. Er verfertigte historiain deorumgendlium, & poerarum graecorum & latinorum, bsti’i
jnne er sich selbst zu rühmen nicht vergessen; syntag-made Mulis; historiant Herculis; libellum de va-rio fepeliendi ricu, der auch in Gaudent'ti Robertsmiscellaneis italicis erudids T. III stehet; varia cri-tica; dialog. de sibyllinis ; progymnasmata adversusliteras & literatos; parcenesin adversus ingratos ; Kb.de annis, raensibus cxterisquc temporuin parribuscum calendario romane grxcoque; de re naudca;epistolam metricam ad Diam Renatam, Ferrari* &Carnuti principem, de incommodis, qu* indireptio-ne urbana passus est; tr. de comœdia, der in Grono-vii thesaur. antiquit. graec. T.VIII stehet; interpre-tadonem synibolorum & argute diftorum pythagor.die paud. Lollenutius zuerst edirct; eine italiänische-Uebersetzung von Sirn. Sethi syntagmate grreco de ci-bariorum facultatibus peralphabetumdescripto, undstarb 1552 am Podagra, daran er in den letzten 6bis / Jahren an Hand und Fuß so erbärmlich darnie-der lag, daß er keine Hand zum Munde bringen kon-te, und wie er selbst sagte, nicht lebte, sondern mirAthem holte- Seine Wercke sind 1582 zu Basel, nochbesser aber zu Leiden 1696 in 2 Tom. in fol. nebst ei-ner Nachricht von seinem Leben und Schrifften zu-sammen gedruckt worden. Pß. Fa.
GYSI (Jac.), ein schweitzcrischer Medicus von Arauim Berner -Gebiete, war ^679 gebohren, legte denGrund seiner Studien zu Bern,applicirte sich hernachauf die Theologie, ergriff aber davor zu Folge seinerstarcken Neigung die Medicin, dispntirte de tempera-mentis und de fecrerionibus, nahm 1704 zu Bafeldie Doctor-Würde an, that eine Reise in Holland,Engelland, Deutschland und Franckreich, wurde nachseiner Zurückkunst von einer Ehrcnstelle zur andernerhoben, erhielt endlich 1738 das Schultheißen Amt,und starb plötzlich 1741. Er hat eine historischeund Moral-Demonstration der christlichen Reli-gion wider die Zweifel der Deiftcn und Atheistengeschrieben; verschiedene Stücke von der harmoniaprxstabilita in den neuenburgischen Mercure einge-sendet, und verschiedene commenrados über die mei-sten Bücher heil. Schrifft im Manuseripte hinterlas-sen. HL.
GYTTIUS, siehe Gyptius.
H.
j_JAACKE (Johann Jacob), ein Jo'pft,
phiä, lebte 1688 zu Jena, und schrieb »e
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ria civili; de excidio Judsorum ac HieraAElio Hadriano.
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HA AGE (Joh. Barth.), ein lutherischer îst,gebohren zu Gussenstadt im Würkkncherg>l^,M6 Aug. 163z, bekam in der Tauffe dentholomaeus, und verlor seine Eltern,geringe Leute waren, im z Monat seine» -Seben Krieg, Pest und Theurung im Laube w wne Schwester, ein Mädgen von istJahrewin solchem Zustande mit sich in einen Wal»,geraume Zeit von puren Wurtzeln lebten- ^ <pkam sie mit ihm nach Ulm, da sie ihn " ,,,des Spitals setzte. Er wurde daraufKind von dem Pförtner aufgenommen, (ö/ fl' f(nicht wüste, ob er schon die Tauffe
einmal getaufft, und Johannes Fund genru^ey^über der ulmische Theologus O. Lonrad P âchbesonderes theologisches Bedencken grffE'tzaÄ/erwachsen, hielt man ihn zum Studierenzu gleicher Zeit begab, daß ihn 1646 sei«^'der ohngefehr fand, und an untrügliche" Akannte. Er ließ darauf semen Zunähtren behielt aber die beyden Vornahmen/in seiner gedoppelten Tatiffe gegeben. 7),Tübingen, ward 1652 Pfarrer zu WaE^E^zugleich wegen schlechter Besoldung jfefrDienste verrichten wüste, 1656 Pfarrer 8" flr jii» a1668 Pfarrer zu Pfuffingen, und Cass \ v $<$ JCapitels zuReutlingen, 1681 Consistée"Hofprediger zu Stutgard, und endlichSuperintendens und Abt zu Adelberg,zugleich Assessor der würtembergischenb""starb endlich den 11 Jun. 1709, nachdcim Predigtamte gestanden, und fürstliche ^den hinterlassen. Fi.
AAK (Theodorus), gebühren ZUWorms 1605, siudirte in Engelland,da Diaconus. Weil er der Sprache» hherwar, vertirte er die holländischenbel, welche aufOrdre des Synodi zu ,4zuerst nebst einer neuen Version Ö ersllins Englische, wie auch einige englische l"ke, und einen Theil von des Milrons vradiese ins Deutsche; communicirte ?
Societät als Mitglied einige observai1692, 9 May. Wo. At
HAAMROOD, siehe Haemrood. ^jt>de HA AN (Abrah.), ein Doctor der ,54^riefte, gebohren den 8 Nov. 1622, w"diger der Mennoniste» zu Amsterdam,andern Streitfchrifften AenUydinge tot■ 0
de chrißelyke Godesdienß ; eine Sciag ri Jj eS Pf° f -
HA
Offenbarung Johannis; apologie po** 0 fr.Predigten rc. und starb den 19 Apl" ‘