1475 HELMRICUS HELPIS
HELMRICUS (Georgius.), vonGoldberg ausSchleisien, einer von den gelehrtesten damahlige» Leuten inSchlesien, war erstlich Rector zu Goldbcrg, hernachgar Bürgermeister, in welchen beyden Aemtern erdem gemeinen und Schul--Wesen unvergleichlicheDienste in seiner Vatern Stadt geleistet, starb amDurchlauff r;g6, den 2z Dec. im z6Jahr, und hin-terließ Oratiouurn variarum Volum, und Librumearminum multiplicium. Leb.
H E L M S I U S (Adamus), ein Pastor an der St. PétrisKirche in Lübeck, und Senior des Ministern daselbst,gebohren allda 1579 den 18 Jul. ward erst von sei-nem Vater der Kauffmannschafft gewidmet, uachge-hends aber zu seiner Mutter Bruder nach Riga. ge-schickt, von bannen er sich nach Wittenberg und Ro-stock begeben, an dem letzteren Orte 1627 die Magi-ster-Würde angenommen, und darauf in Lübeck ersti 6 ij zum Diaconat, hernach weiterbefördertworden.Er schrieb einen Unterricht und Trost für schwan-gere und gebührende Frauen, vor, in und nach derGeburt; eine dissertation de Conciliis; Ehren-Ge-dächtniß und Leichen-Predigt, und starb 1653,270^028 May, im 74 Jahr. G, e, r. W, d. Mol. Seel.
HELMUNDUS, steheHelinand.
HELOiSA, war des im 12 Seculo berühmtenTheo-logi, petri Abülarüi, Schülerm, und hernach Frau»verließ der Liebe wegen, welche sie zu ihrem ehemahli-gen Lehrmeister getragen, die Welt, wurde Priorin ei-nes Klosters an der Sunc, und hernach die erste Aeb-tißin des paracletifchen Gestiffts. Sie war sonst einegelehrte Dame, und hatte ihre Wissenschafft von ge-meldtem Abselardo erlernet, verstand nebst den dreyengelehrten Sprachen die Philosophie, in specie aber dieMathesin, wie nicht weniger die Theologie dcrmassenwohl, daß sie ihrem Lehrmeister wenig nachzugebenschiene, mit dessen Wercken auch ihreîchrifften zu Pa-ris in Folio 1616 gedruckt sià Sie starb 1164,Siehe den Artickcl Abadard. ü.
de HELPEN, siehe Conders.
HELPERÍCUS, oder Hilpericus, oder Clnlperlcur»ein Benedictiner-Mönch undDiaconus zu St. Gallen,im i2 Seculo, in Deutschland gebohren, hat unterandern emcu Tractat von der Music und de com-pute eccleiiastico ad Alprum geschrieben, welcher inPezii aneedotis stehet. Mab-llon hat die Prolego-mena davon seinem Tem.I Analectorum einverlei-bet. Mabt. Fa.
HELP 1 DIUS, siehe Elpidius.
H E L P I D I U S, siehe Rusticus.
HELPIS, oder Elpis, des berühmten Boethü Ehe-frau, im 6 Seculo, wird von einigen Elpes, Elleps,Elplie, oder Elpis genennet, und soll eine Tochter desrömischen Bürgermeisters T. Annii piacítí gewesenseyn. Gewiß ist es, daß sie aus einem vornehmenGeschlechte, und zwar in Sicilien gebohren worden;ob es gleich nicht ausgemacht, daß Meßina ihre Va-terstadt gewesen. Sie ist sowohl wegen ihres heili-gen und tugeirdhafften Wandels, als wegen ihrer Gr-
HELRAl HELVETES
tu
lchrsamkeit berühmt, und starb, wie man " ,schciullchstcn dafür hält, zu Rom 5 ° 4 ' , 7 jhr ^Schrisiteu ist nichts mehr vorhanden 7^
EpiraplUmn, wiewohl auch einige dasse/a âLoethio zuschreiben wollen; und ^
LinÄorum Peeri 8c P.iuli apoiloloruni I- l
che tu den alten iirevuriis und in:jofiP h ‘ amaßt hymnario unverände- t angetr.^gtieü"stman sie imGegenthcil bey der neuen pL
Breviarii ein wenig anders eingerichtet dauch in Georg. Cnjjándri hymne. ecclefi- .<h<!!' ,Brust-Bild, welches sehr schön in Warniwill mau in neuern Zeiten zu Palermo, a>
Grund zu dem dasigen Jesuirer-Klosterfunden haben; woraus es 164z nach ■"bracht, und auf dem Rathhause daselbst! ^scriptiou aufgestellet worden. M.Gy.
HELRAl (Ea 5 p.)» ein Ungar, florirte ^ re .und edirte ein Clrronicon Huugarlsc; . iMib !pr*clare gestis Matchi» 1 Reg, Hung- * ^
und ungarischer Sprache. Cz. .
HELV ET I U S (Adnmwfiein Mck-c"^ (j|) ((l, Lgebürtig, studirte aus der Universität zu \ tijvjrsich darauf unter der Atifstchr setneses durch seme 60 chhrtgc Erfahrung r#
weit gebracht,sowohl in derEhymicalEv^sB^lbdarauf im 20 Jahr oder 21 Jahr seines ä (SWy
feit. Als er zu Pans angelanget,heit, sich in guten Rüg zusetzen, «»bwvermuthete Vortheile angetrieben, seuudaaufzujchlagcn. Denn ercurirtemm -.„licil^^,nach semer Ankunfft unterschiedliche a , r \ a tPneu, die von andern Medicis bereits
sonder» halffauch dem hicraufgefahrllw' ^Liàneu Heryoge von Mrleans, zu feinet* t? ÍL-grA # vheit, und legte ins besondere durch &!*damahls noch gantz unbekannt gewch> L^^nna bey vielen mit der rothen Ruhr uv-lnidssT,, ¥ken so ausnehmende Proben ab, &
sein Geheimmß zu entdecken auferlegt ^ 0 ’çjPdann 5000 Thaler zur Belohnungwurde darauf zum Ecuyer, königlichem^Medico, wie auch General-Auftehtt^ giib&’gfl 1Hospitäler in Flandern, ingleichen fdes Hertzogs Regenten von Orléans e> ^ jtden 20 Fcbr. 1727, in einem 2UWund ließ traité des maladies les plus ’fil tu
remedes specifiques pottr Its grterir »' ,nl . . '
rir toutes fortes des fievres futts t' ieU - Jet f gtWí
la bouche-, remedes contre la peße i fj'fang, avec leurs remedes specifiques ü ,
Io. CCIvuiö. Adrianus -Helvecius, ber 1
seine Idée generale de I’ oeconomte htt (ll*j
macht, ist 1735 Staats - Rath/>0^von Franckreich vornehmster ^etb-MisJnspector der Hospitäler bey der Mm^äiSZ ,,Mitglied der Académie des Sciencesi" *
Mang.