Band 
Zweyter Theil D - L.
Seite
1861-1862
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JENA

^ Frie<J -)> ein Bruder Gottfrieds a Ie»a,ge-um 1620, wurde zu WittcnbcrgJuris, dabey man ihm das Iurameut auffessvr ^"fdien-Buch erließ; ward hernach i6;2Pro-dispy äis zuFrancksurt an der Oder, schrieb einige

iuriiaiiz eorümque partlbus 8c foro compe-p ec ' de donationibus ; de probationibus ; de im-r i^ >1 as° re rorn ‘ S el ' man ‘ Cß ’ de majcstare 8c eju* ju->!e ^ ' gUL regalia majora dicuntur ; de felonia ;ttJiîj C - Cc ®° ne descendentium ab intestato ; de actio-di Vc p^haeredes cransitione ; de rebus sie stanribusbu s , Juris ; de locadone & conductione; de legi-j\jf e ’ ? faufa conventionum ex cafu pro amico;dccanon i co & feudali, wurde 1655 Staats-bw üei ) Churfürst Friedrich Wilhelm zu Branden-i>rq?.uuch darauf in vielen Gesandtschafften ge-ZtQün' und starb 1682, als er kurtz vorher imdie Worte gehört: exeunäum est mundo.

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(Gottfried), ein königlicher preußischer ge-i>e^ Rath und Cantzler des Hertzogthums Min-Uachgehends des Hertzogthums Magdeburgi>rZ h gebohrcn zuZerbst 1624 den 20 Nov.warFricderici Bruder, und mit einem vor-EU Jngenio und sonderbaren Gedächtniß be-îì" Zrrieth vor sich ftlbst auf Lesung der Sittcn-l-vlitic, Historie und Welt-Beschreibung, ver-»isch.^uch die hebräische, griechische, lateinische, spa-I«,id,-ch>rantzösische, italiänische, englische und hol-E Sprache, daher er Polyglottos genennet9 )}<w Nachdem er zu Wittcnberg, Giessen und8eii «nh 9 ^udirt, auch durch Holland, Brabant,En-fieti 1 ;" .Franckreich, die spanischen Grcntzcn undJta-vtdj^teifet, wurde er zu Heidelberg Professor JurisV und pfältzischer Rath, ferner zu Franck-^dljck ^kr Oder Professor Juris und Rath, undOttjtz ; geheimer Rath und Cantzler. Er war sehrdlqh^nd dabey überaus kurtzweilig. Als eins-Königin von Preussen nach Halle kam, soso ex d ^ auf. Da uun die kleine silberne Uhr,lien» , !) sich trug, in Gegenwart der Königin an-schlagen, nnd dieselbe hierüber rrschrack, undo das wäre, so zohe er die Uhr, so er in-^ö^jL/ecken hatte, heraus, und wolte solche der^dei,, präscntircn, welche aber samt allen Anwe-^r hg. "^chte, und sich vor das Geschenck bcdanckte.h 5 Jähr auf dem Reichs-Tage vor dir Wohl-deutschen Reichs gearbeitet, auch vieler^.Personen Stelle mit grossem Ruhm ver-^dcr ^E''ker, weil er mit zwey Weibern gar keine^tib ei..Zeuget, ein Hospital vor die Reformirten,r iure ^lles adeliches weltliches Stifft angelegt:^ ? a rronaru; ecclesiastico ; de lege commisp 6 beneficio campetentix ; an 8c quomodo'* r ° PniV eligere, aut electioni lux consen-

n 1 ficro lt ( Kollegium juris publici ; de jure sacratoirnperio romano-germanico; de ratione’ de fato deciinandoj de SCto macedoniano;

JENICHEN JENISCH i86r

dislert. 5 de electione imperatoris , geschrieben, Undist zu Halle 170z, 8 Jan. gestorben. Be.

JENICHEN (Gottlob Friedrich), eilt Philosophus,gebohren 1680 den 26 Marin zu Euteritsch bey Leip-zig, allwo sein Vater Prediger war, studirte in derSchul-Pfortc und auf dem Gymnasio zu Altenburg,zohe 1696 auf die Académie nach Leipzig, ward 1697Baccalaureus und 1699 Magister Philosophiä, chat1705 eine Reise durch Deutschland, Holland und En-gelland, und wurde nach seiner Zurückkunsst 1706Assessor der philosophischen Facultät, 1712 Collégialdes kleinen Fürsten-Collcgii, 1712 Professor Mora-lium und Politices, 1714 Licentiatus Theologia,i7Z2 Academia Decemvir, und starb 17g; den 17Scpt. Er gab Job. Clerici opéra philolophica , wirauch dessen artem criticam mit Vorreden heraus,schrieb historiant spinozisini leenhofiani; historiant8c examen bull® antiquesbellian»; disputationes deGenesimantia, de cultu heroinarum i'ago vel togaillustrium, de Deo in ienfuum externorum oecono-mia palpabili, de fundamento officiorum erga pa-triam, de statu fubditorum naturali in reliquiis fuisspectato , de eo quod justum 8c décorum est circajocos 8c facettas, de lapide Jacobi uncto ; program-mata. AE. Pr.

JENISCH, oder jenisius, (Paulus), gebohren zuAnt-werpen 1558, 27 Jun. verstand verschiedene Spra-chen, und wurde wegen eines Buches, thésaurus ani-marum genannt, vertrieben, da er denn 40 Jahr imElende herum gewandert, und feine Zeit mit Lesungheiliger Schrifft,dcr Mrrsic und Mechanic zugebracht.Er starb endlich zu Stuttgard unter grossen Schmer-zen 1647, i8 Dec. L.

JENISCH (Paulus), ein Prediger zu Hanau,Rudels-heim und Augspurg, gebohren zuAugspurg 1602,25Octobr. schrieb einen Seelen-Schay, oder gründ-lichen Bericht aus Gottes Wort, christlich ;u le-ben und selig zu sterben ; Trost-Schrifft an alle an-gefochtene und bedrängte Lhristen; Bericht vonWettern; einige Predigten, und starb 1648,142)00.im 46 Jahr. Sein Sohn Georg Paul Jenisch istauch zu Augspurg 1684/ im 49 Jahr, als Pastor zuSt. Anna gestorben. Er. Ser. W,d.

JENISCH, oder jenisius, (Paulus), ein evangelischerTheologus und Historiens, gebohren zu Annabergl;;i, studirte zu Wittenberg, ward daselbst Magi-ster, hierauf in seiner Vaterstadt Con-Rector, undnachmahls Rrctor der Schule; legte aber 159; die-ses Amt nieder, ward Pfarrer zu Ella in der borni-schen Diöces, ferner Pastor und Superintendens zuEilcnburg, endlich aber zu Dreßden Adjunctus desOber-Hofpredigrrs und Assessor des Ober-Consistorü.Er schrieb historiam Ann«bergse urbis, 8c de incen-dio an. 1604 immaniter in urbe grassaute; narratio-nem de vira, gestis 8c obitu Christiani II, ducis Scelectoris Saxonise; orationes 4, illustrium quorun-dim virorum viras , dicta, facta, cum ipsorum obitu,Bbb bbb 2 expo-

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