Band 
Zweyter Theil D - L.
Seite
2189-2190
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*<89 KYNAST KYRÍANDER KYRSZLACKEN LABADIE zrpo

jUnr evangelischen Prediger zuHomberg bestellet, 1536nebst (Eocvino von demselben nach Münster abgeschickt,das Haupt der Anabaptisten zu bekehren, -und end-lich zum Superintendenten zu Cassel ernennet. Er wi-dersetzte sich dem Interim starck, schrieb von der Prie-ster Ehestände; Hercules des Pabsts wider dieDeutschen, (feil. NlcoI. Cardinal.Cusanum), die auch*°or diesem nicht haben wollen dem pabst beyde dieehristliche und des heiligen römischen Reichs Frey-heit rc. übergeben; Auslegung der Pastion Christi;öe Concilio gangrenli in Paphlagonia, deutsch undlateinisch ; eine alte wunderliche Geschichte und Auf-ruhr von denen, die Christum an Jüden und Hey-den rächen wollen, verdeutscht rc. vor welche Schrif-ken Marc. Lutherus eine Vorrede gesetzet; und starb*î?2. Joh. Adolph Hartmann hat dessen Lebeusbe-schreibung 1728 zu Caste! heraus gegeben.

^ KYNA5T, siehe deSchafgotsch.

^YhiGSHAM, siehe Kingsam.

^PER (Albertus), ein Philosophas und ProfessorMedicin« zu Leiden, von Königsberg in Preussen bür-lig, lebte in der Mitte des 17 Seculi, und schrieb:^ethödum medicinam rite diicendi 8c exercendi ;pbysicam ; anthropologiam corporis humani 8c ani-rri ® naturam & virtutes fecundum circularem sangui-ns motum explicanrem; refponiionem ail Vop.Fort.Pletnpii pfeud-apologema; collegium medicumdif-Putationes 26 complectens, qu* ad institutiones per-tinenc. Lin. Ke.

VRANUS, ober Kuranus, Uttb Kiranus, ein erdich-tet König von Pcrsien, soll die sogenannten LibrosRyranidum, in welchen von den Kräffken und Wir-kungen der bimplicium gehandelt, und fast durchge-hends lauter abergläubisches und abgeschmacktes Zeug^getragen wird, in persisther oder arabischer Spra-ye abgefasset haben, die nachmals von einem unbe-»anntcn ins Griechische übersetzet von Gerhards Cre-înonenst aber unter dem Titel: Liber phyficaliumVlr tutum, compaffionum Le certationum, collectaslibris duobus, experientia videlicet Kyranidarum,tyvani régis Perfarum 8c ex libro Harpocrationis Alex-

ttn drini ins Lateinische vertuet, und von Andr. Rivi-unter dem Nahmen Rhyalüni mit seinen beyge-legten Anmcrckungcn zu Leipzig 1638 in 8 heraus ge-rben, auch nachmals zu Franckfurt 1631 in 12 ausgestellet worden. Ke.

V^ander (Wiibeim), ein deutscher Mus von^Uningen bürtig, zu Anfange des 17 Seculi, ttiebStudium Juris auf deutschen, französischen unditaliänischen Academicn, übte sich zuVenedig inPra-£’/ und nahm nachgchcnds die protestantische Reli-«ton an, worallf er Syndicns zu Trier worden. Erl^'icb in lateinischer Sprache /Annales der Stadt Trier,welche icdoch von dem Churfürsten, weil er der StadtiUvielJura zuschreibt, consiscirt worden, und über-. sttzte des Leandri dilberti Beschreibung von Italien"ts Lateinische. K. 6 . HL.belehr». Lexie, T. II.

KYRSZLACKEN (Petr.), ein deutscher Dominica-ner in der andern Helffte des 15 Seculi, war LectorTheologiä zu Nürnberg, und General-Vicarius überdie Klöster in Schwaben und Bayern, und hinterließein Merck de passione Domini; ob aber solches ge-druckt, oder wo im Manuscript befindlich, ist nichtbekannt. Leb.

KYSPENNÍNG ( Henricus), von Venlv aus denNiederlanden, war Canonicus und Pastor im Clevi-schen, UM 1575, UNd schrieb doctrinam evangelicamde meditatione mortis; de modis confolandi eos, quimartern obeunt ientam, fubitam vel violentant ist JBüchern ; precationes christianas &c. A.

KZOWICKI (Martin), siehe Czovicius.

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des AA (Thomas), ein Mönch in dem KlosterMelck,à — > in der Mitte dès 15 Seculi, hat eine Epistel destatu monasterii fui geschrieben, die man in Pezii undHueberi Codice diplom. antrifft. Fa.

L A AN (Petr.), ein Doctor Theologiä von Home inWestfrießland, gebohren den 24 Dec. 1696, studirtezu Utrecht und Leiden, wurde 1722 Prediger zu Py-nacker, 172; zuVlardingen, 172; zuGröningen und1727 zu Utrecht, endlich aber 1739 Professor Theolo-giä und Universitäts - Prediger zu Franeckcr, bey wel-cher Gelegenheit er seine Antritts-Rede de prudentiatheologo obfervanda hielt; schrieb Betrachtungen überden Heidelbergischen Catcchismum, nebst Ab-und An-zugs-Predigten in niederlandisichcr Sprache; ferner

Dtfpp. ad infeript. PfaimiXXXI; de lapidibus agrifoedere jungendis; ad Job. V, 23 ; it. de tolerantiacivil! ad Socinianos non extendenda, genuinisMen-nonitis minime iniqua, und starb den 4 April 1743,Pr.

de LABADIE (Jac.), siehe Abbadie.

LAB ADIE.obi’t’de la Badie, (Johann). einTHeologusgebohren 1610 den 13 Febr. zu Bourg in Gviennean der Dordoigne, allwo sein Vater Joh. CarolusGouverneur und königlicher Cammerherr war, solltesich als der siebende Sohn seiner Eltern auf die Rech-te legen, und ward deswegen bereits in seinem 7Iah-re in das Jesuiter-Collegium zu Bourdeaup gethan,trat auch nach seines Vaters Tode wider Willen sei-ner Mutter in dem 14 oder i; Jahre seines Altersgar in den Jesni ter -Orden, und studirte so fleißig,daß, als er kaum 19 oder 20 Jahr alt war, er schon ei-nige Schrifften, und darunter einen Tractat de gratia& vocatione efficaci verfertigte. Nack)dem er sich inverschiedenen Städten im Predigen geübet, musie ernach Bourdeaux zurück, und die scholastische Theolo-gie treiben. Er las aber mehr in der Bibel und inAugustini und Lcriihardi Schrifften, und ficng nichtnur an, den Verfall der römish-catholischcn Kircheund seines Ordens täglich besser einzusehen, sondernauch eine Reformation desselben vorzunehmen. Sol-ches zu verhüten, ward ihm unter dem Prätept seinerKräncklichkeit erlaubt, 1639 wieder aus der Societät3nm iutre-