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zu treten. Er legte den Ordens-- Habit ab, und kamzu Pflegung seiner Gesundheit nach Häuft, lu;] sichhernach in den benachbarten Orten öfters predigenhören, und verantwortete sich wider die Beschuldigun-gen der Jesuiten, die über dem siarcken Zulauf in sei-ne Predigten neidisch waren, so nachdrücklich, daßihm der nachgehends zu Marseille geworbene BischoffGauyiu« nicht nur ein besonderes Lob öffentlich er-theilte, sondern auch die Freyheit gab, im gantzenErtzbißthum Bourdeaux predigen zu dürfen. Er setz-te sich dadurch in solchen Ruf, daß ihn der Generalder Patrum Oratorii nach Paris berief, dahin er eintreffliches Attestat seines Rcligions-Eifcrs wegen vomErtzbischoff zu Bourdeaux mitbrachte. Es ward ihmallda ebenfalls zu predigen erlaubt, von den Jesuitenaber vieler Tort angethan, daher er von da mit demBischoff von Amiens, der in einer von seinen Predig-ten sehr war gerühret worden, nach seinem bischöfli-. chcn Sitze zog, attwo er Canonicus an derCathedral-und Pastor an der Nicolai-Kirche wurde. Er bekamzwar allhier verschiedene Streitigkeiten mit den Jesui-ten, die ihn des Calvinismi beschuldigten, er würtztesie aber so schrifft-als mündlich und in seinen Pre-digten nachdrücklich ab. Nach des Richelieu Tode,der ihm sehr gewogen war, brachten die Jesuiten zuParis einen Befehl aus, daß er beym Kopfe genom-men werden sollte; es blieb aber solcher wegen dazwi-fthcn kommenden Tod des Königs unvollzogen. An.164; begab er sich wieder nach Paris, und setzte sichdurch seine Predigten in solche Hochachtung, daß auchder in diesem Jahre verstorbene Abt von St. Cyr nochden Tag vor seinem Tode ihn zu sich kommen ließ,und unter Versprechung, daß er die Pfarre von St.Merry bekommen sollte, zu Paris zu bleiben bat. Al-lein die Jesuiten liessen, ihn zu verfolgen, nicht nach,brachten es auch 1644 dahin, daß eine Inquisitionseiner Lebensart und Lehre wegen zu Amiens angestel-let wurdez wo er aber überall ein so gutes Lob erhielt,baß der Cantzler zu Paris, als er die Acren darüberdurchlas, in diese Worte ausbrach: Man glaubte,daß ihr mir würdet Dinge nntbringeit, welche michden Labadie zu vcrnrtheilen veranlasten; so aberhabt ihr mir lauter Zeugnisse seiner Unschuld nndRechtfertigung in einem grossen Paqvet gebracht.Nachdem dieses Ungewittrr vorüber, richtete er mitdes Bischoffs Genchnchaltnng zu Amiens, Abbevilleund in andern Stadien der Piccardie Confralernna-ten an, in welche lauter das Lob der Frömmigkeithabende Personen aufgenommen wurden, die wöchent-lich zwrymal, das Wort Gottes zu lesen und zu hö-ren, auch zn beten und sich mr Christenthum zu übenzusammen kamen. Nicht lange darnach ward er 164;auf Anstifften der Jesuiten nach Paris cUtrf, nab derprinrv von ssonöe, welcher ihr Patron war, wollteihn zn ewiger Gefangenschaft verdammen: die alldaversammlete französische Geistlichkeit aber hintertriebzwar solches; iedoch bekam er von dem Ma.;.-rin, deri hn zn sich in feine Bibnochec komnicn lassen, den Rath
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und zugleich ein königliches Decret, daßZeitlang der Predigten enthalten, dem Host 9 fl ^und, wann er von seinen neuerlichen MeinungenLstünde, grosse Belohnung erwarten sokte.tet nun die geistliche Versammlung sich wider oergangenc Decret ebenfalls srarck setzte, sodoch demselben Parition, und lebte zu Parisder harten Verfolgungen wider sich und diesien im verborgen, schrieb auch wahrender Zeck » 1 iTracta t de fohruduie chrilliana. Er wolte her ^auf Einrakhen ftincr Frennde nach Bazas gehen:er denn Unterwegs Calvini institutiones re ‘ l S ^chrülianae durchlas, durffte sich aber wegen des ^den Jesuiten und dem Dom - Collegio wider de» ^fthoff, in dessen Geftllschaffter rciftte, erregtenmnlts nicht dahin getrauen, sondern hielte (feinem dem Bischoff zuständigen Land-Gute a } lt is v a'mit einem Mönche ein Loll-i^uium de
delHnatione hielt,das er nach Montauban zusit . ^überschickte, aber von dem bifchvfflichcn O!sir>^ (l 'selbst nicht darzn gelassen wurde. Von dar bcg». ((sich unter dieCarmcliter zu Graville, die ihn,ihr Dircctor seyn möchte, darum ersuchet 0 ^,,-Weil er sich aber wegen der innerlichen Unruhe^,vor dem benachbarten Baurcn-Volck, dasiya v Bstneu Kundschafter halten und verrathen mochtensicher genug zu seyn glaubte, sv warf er und am,er mit dahin gebracht, eine Carmeliter-Kuttc u»oher bey einigen der falsche Wahn entstanden, vo ' .heer wircklich ein Eremite worden. Allein er > ^
von einem Mönch des Orts verrathen, nnd oe
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Bischoff zu Bazas wolre ihn durch ein Com»> ^Soldaten abholen lassen, dem er aber noch d» / ^itten entgieng, und in des Donjars Schloß ^,,.jssc>rToulouse entwich, nachdem er ausser seinenund Mobilien auch seine Domestiqven inr L ( q>lassen. Als er aber aufdesErtzbischoffsBeftY^ottmahl von der Soldateska vergeblich ausgesu^ -
den, weil er in einer höltzcrnenLade verborge»tirirte er sich von da nach Casier, einem Schft'm ,,,eGrafen von Favas, und fasste die Resolut^_reformirten Religion überzutreten. Er verft^ /’auch Zeit seines Aufenthalts allda les e ^ vat ‘ üti L x PÜefpnt à Dieu ; muste sich aber von da,weil ihm 0 »j,,fchoffvon Bazas ausgeforschet und aufhebeim^-wolte, zu Pferde fortmachen, da er dann na«auban kam, wo er 1650 sein rcformirtes Gin ^ erBekenntniß öffentlich ablegte, und bis i 6 ; 7 , "immittclst heimlich Gisst bekommen, das lymwegen desslbcn Wiederwegbrechung Nlcht ssv ^ ereine außerordentliche Prediger - Stelle erhielr, i((/dann in der Pest'Zeit dasLamrcth zu besuchenund über zoo Personen :-c-* der römisch-ratssG^ezur reformirien .Kirche brachte, darunter auch ^von des Bischofs Donwstigven waren. „jchtsie deswegen ■•■•-s;» die S ladt räumen, dar.wenig beygctrager, das man ihn vor den Ury^ âjfiêStreits hielt, d.c sich 1650 wegni des Begrm
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