L A I N E Z
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*20j> LAIGNE . LAINEZ
fen seyn soll, in grossem Ansehn, verfertigte auch tbnige Episteln, und ein Buch de facraijiento baptismi,_welches in Mabiüomi analest. stehet, begab sich 8iz'seines Bißkhums frcywillig, und gieng ins KlosterSt. Medard von Soissons, wormrre er gestorben.Seine Opuseula hat Anvr. Rivinu« i6zz nebst l)re-parxii Flori, Theodulphi Aurelii, Moduini HeduiUnd Agobardi Schrifften, zu Leipzig, seine Briefe aberSteph. Baluzius 1666 nüt Agobardi Werckrn, zuParis in 8 ediret. 8». C. Fa,
üe LAIGNE de Silvancy (Libella), eine Dominicasner-Nonne zu Avignon, in der Mitte des 17 Secyli,
schrieb odes & autres poeßes à la louange de f imagede St, Dominique de Scn iano & à Vbonneur de Domi-nique de Marbiis, welche zu Avignon 1652 in 4 ge-druckt worden. Ech.
EAIMANN/jeber Laymann, (Paulus), ein Jesuitvon Zweybrücken, hat die Philosophie, das geistlicheRecht, und die Theologlam moralem in verschiedenendeutschen Academien, als zu Dlllingcn, München,Aschaffenburg, Cölln, Bamberg rc. gelehrek, widereinen BenedictinerMönch, RomanumHay, defenfio-nem romani Pontisicis, Cassaris &c. in caufa mona-fteriorum & bonorum eccletiasticorum vacanrium;iNgleichkN astrologiae ecclesiastioe, Lc astri inextincticensuram geschrieben; auch sonst Theologiain mo-ralem; qujestiones de prselatorum eccleiiasticorumelectione, inllituticne 8c potestate, processum ju-ridicum contra sagas, und ohne Meldung seinesNahmens Pacis compolitionem inrer principes &ordines I;np. rom. cadiolicos 8c A. C, addictos her-aus gegeben. Seine Comm. in libros decretalesUnd sein Repertorium kamen erst nach seinem Todeheraus. Er ist zu Costnitz 1635, i'z Nov. im 6oJahrgestorben. AI.
sie LAINE (Nicolaus), ein Benediktiner-Abt zu St.Gerhard in der Graffchafft Namur, hat einen Tract,de translatione salutifera: crueis geschrieben, und ist1448 gestorben. A.Svv.Fa.
E AINE (Pet.), siehe Lenet.
t-AINEZ (Alexander), ein ftantzöstfcher Poet, gebür-ckg von Chimay in Hennegau, war nut dem JesuitenJacobs Lame; aus einem Geschlechte entsprossen,studirte zu Rheims, und kam darauf nach Paris, wo-selbst er sich von dem Obersten Lolbert überredenließ, mit zu Felde zu gehen, wiewohl er allda keineDienste that, sondern nur ihm, und einigen andernOfficiers die merckwürdigstcn Stellen aus dem LivioUnd Tacito über die römische Historie erklärte. Weiler aber seine Freyheit über alles liebte, nahm er nacheiniger Zeit seinen Abschied, und that eine 3 jährigeReise, auf welcher er die Levante, Griechenland, dieInseln des Archipelagi, Constantinopel, Asien, Pa-lästina, Egyptcn, ing.'eichcn auf dem Rückwege Mal-ta, Sicilien, Italien und die Schweitz in genauenAugenschein nahm. Als er hierauf 2 Jahr in feinerVaterstadt in aller Stille gelebet, bekam der Jn-
tetldank in Hennegau, Abt Faultrler, Befehl, Sie we-gen einiger anzüglichen und der Crone Franàichnachtheiligen Schrifften verdächtige Personen aufzu-suchen, und sich ihrer Papiere zu versichern, da dennauch Laine; mit darunter begriffen war, der aber sei-ne Unschuld so deutlich erwies, und sich sogleich beydem Intendanten in solche Hochachtung setzte, daßderselbe mit seinem armseligen Zustande Mitleidentrug, und ihn nicht allein mit Kleidern und andernNothwendigkeiten versorgte,sondern auch i« sein Haus«und nach einiger Zeit nach Paris mit sich nahm. In-dem er aber auch hier seine Freyheit nicht völlig zuhaben vermeinte, bat er sich seine Entlassung wiederaus, reifere sodann nach Holland, um dur berühmte»Baylc zu sehen, und schiffte von dar nach Engelland,worauf er sich wieder zu Paris, »hnweit der AbteySt. Germain t des - Prez niederließ. Ohngcach.-et ersich aber sorgfältig in acht nahm, daß seine Wohnungniemand erfahren mochte, so brachte er doch seinemeiste Zeit in Gesellschafft mit den geschicktesten undvornehmsten Leuten zu, die sich auch selbst um seinesartigen und sinnreichen Einfälle, ingleichcn um sei-ner gründlichen Wissenschafft und Belesenheit willen,alle Mühe gaben, ihn öffters bey sich zu sehen. Denner verstand das Griechische, Lateinische, Italiänische,und Spanische aus dem Grunde, und hatte die besten,Schrifften fast insgesamt inne, die in diesen Sprachengeschrieben waren. Hiernächst war er auch ein treff-licher Geographus, und wüste das Interesse der re-gierenden Häuser und Printzen dergestalt wohl zu er-klären, daß er deswegen öffters die besten Politicosin Verwunderung setzte. Den Tag über studirte erordentlich, nachhero aber gieng er in Geseüschxfft, undwar ein so grosser Liebhaber von niedlichen Speisenund Trincken, daß er fast des Anfstehens darübervergaß. Ais er sich auf feinem Todt-Dette bereitsdie Sacramentr seiner Kirche reichen lassen, merckteer, daß fein Beichtvater ihm du Küstgen von seinenPapieren mitnahm, schrie baunenhero so gut als erkonte, um Hülfe, schickte auch noch nach einem Com-missario, durch den er seine Klage anbrachte, und ließsich darauf in ein ander Kirchspiel tragen, da er amfolgenden Morgen den 18 April 1710 in einem Altervon 60 Jahren mit Tode abgimg. Er hat eine Ue-bersetzung despctronü; ein Gedichte auf die erstenFeldzüge des Königs in Schweden Caroli XII, undviel andere Poesien verfertiget, welche wohl aufge-nommen worden. Sein wollüstiges Naturell abererlaubte ihm nicht, eine ordentliche Sammlung davonaus Liebt zu stellen. Einige kleinere Stücke sind vonTito» vu Tiiicl in seinem Parnasse françois , in derEdition von 1727 aufbehalten worden, der auch inder Auflage von 1732 von dessen Leben ausführlicheNachricht gegeben.
LAINEZ (Jacobus), ein Jesuit von Almazan ausSpanien, hat daselbst und in Franckrcich die Theo-logie studirct, !5)6dcm LojolL im Gcneralat des Or-dens succediret, dein trldentinifchen Concilio beyge-Aaaaaaa2 wohnet