Band 
Zweyter Theil D - L.
Seite
2335-2336
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EEUWEN

LEEUWEN

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Luttich, allwo er auch den 6 May 1721, in seinem81 Jahre verstarb. Man sagt, daß Innoceiimis XIihn mit dem Cardinals-Hut würde beehret haben,wenn er es nicht selbst aus besonderer Demuth ver-hindert hatte. Von seine» Schrifftcn ist nichts ge-druckt, als vier Distert. von der Colirt-iricjne und at-tritione wider den Jesuiten Frankolin, welche erstlichzu Rom, und sodann auch in München heraus gekom-men. Pro.

LEE, oder Leus, (Eduard), einEngkllander,aus Kent,war bey -Henrico VIIICapellan undAlmostnicrcr,derihn auch in einigen Ambassidcn brauchte, und zumCantzlerdcr Kirche zu Salisbury und Ertz-BischoffvonMorck machte. Er war ein hefftiger Antagoniste desEraomi, schrieb Annotationum libros duos in anno-tationes in nov. Test. Erasmi; epistolam apologeti-cam contra Erasmum; epistolasóoo; epicedia cla-rorum virorum, und starb 1544 den izSept. im62Jahr. Wo.

LEE (Nathanael), ein englischer Poet, studirte zu Cam-bridge in dem CollegioTrinitatis, machte sich hernachdurch seine Tragödien berühmt, die man 167; und inden folgenden Jahren mit allgemeinem Beyfall vor-gestellet, wurde aber nachgchends im Kopse so ver-wirrt, daß man ihn etliche Jahre ins Tollhaus Bcth-lem steckte. Er bekam zwar die Freyheit wieder, ge-langte aber nicht wieder zu seinem voriger: Verstän-de, und starb endlich des Nachts auf der Strasse. 8.

LEECH, oder Lechius, ( Humphredus), aus Shrvp-shire, ein Prediger in Oxford, muste seinen Dienst fah-ren lasst», weil er sich des catholischen Glaubens ver-dächtig gemacht^ nahm also selbigen öffentlich an,begab sich nach Arras, allwo er im Englischen trium-phum veritatis ; 12 rationes converstonis fine &c.schrieb i gieng darauf nach Rom, und wurde ein Je-suit, starb aber als ein Mißionarius in Engelland162t). Wo.

LEEMANN (Burchard), von Zürch, gebohren 15g!den igFcbruarii, studirte zu Marpurg, war eine Zeit-lang der Schule zu Schafhausen Rector,^ hernach zuZürch Diaconus und Professor Theologia, und end-lich Superintendens. Er schrieb Institutionem re-ligionis Christian® ; epigrammata in Rad. Leemanniparaphrasin psalterii; difpp. de tribus viris, quiAbrahamo apparuerunt, Genes. XIIX, 1,2; de theo-logia & fide Jobi ; de justificatione hominis pecca-toris córam Deo ; de lectione : Audi Israel, Deute-ron. VI, 4 ; vorn Kirchenbann,' vom.gregorianischenLalcnder, und starb den 12 Sept. 1613. W, d.

LEEMANN, oder Lehmann, (Radulphus), ein la-teinischer Poet und Vetter Burchardi, von Zürch, flo-rirte zwischen 1580 und 1608, und schrieb paraphra-finpoeticam Pialterü perpetuis hendecasyllabis red-diram; ethicam chriitianam, s. ProverbiaSalomoniscarmine latino hendecasyllabo reddita.

van LEE N H O F, siehe von Lehnhof.

von LEEUWEN (Gerbrand), ein reformirter Theo-iogus, gebohren zu Boscov, einem Dorffe unweit

Gouda 1643 den 9 Sept. studirte zu Leiden, wurdeim 2i Jahre seines Alters Proponcnt, und darausPrediger zu Velstn, Amisfoort undHarlem, cndlicyaber zu Amsterdant Prediger, und am Gynmasio P>'^fessor Theologia. Er schrieb Gommentarios über dieApostel-Geschichte und Epistel an die Römer,' Nieter-bergs Kerkgevaerte; eine Oration von Most, undstarb 1721, n May.

van LEEUWEN (Simon), eil! holländischer JCrus,lebte inderMitte des 17 Scculhund gab dasGorpusjuris civilis mit schönen Anmerckungcn ; obiervatw'nes in Quint ini Witseuii tractattim de Avaria; übel'lum de origine, progressu, usu atque autoritate j»'ris civilis; censurant forensem theoreticam & p ra "cticam ; im Holländischen aber : paratitla juris nc>'villimi ; Bataviam illustratam ; of de bollandscbe Cbf°’nyck in zwey Folianten; Handveßen en Privilégiavan den Lande van Ryn-Latid ; Coßuimen,ende Ordofl'nanticn van bet Bajufcbap ende Land van Ryn-LandrRecht der Edelen; Bescbryvinge van Leyden ; Prtd eSCrimineel ; Rooms-Hullandsh Regt ; Manier van p 1 ' 0 'cediren; Nederlandße pratlyckcnde ücßening der $ a 'tarijfen (ßfc. heraus.

van L EEUWENHOEK (Anton), ein berühmterNatnrkündigcr, gebohren zuDclfft den 24 (Des. ièï 2 !kam in seinem 16 Jahre zu einem Kauffmann nachAnisierdam, bey welchem er die Handlung lernensoltez als er aber einige Jahre daselbst zugebracht/verheyrathete er sich zu Dclfft, und folgte seinergung,die er vor die physikalische Wiffenschafften hat-te. Er nahm auch in denselben ohne Lehrmeisterziemlich zu, und verfertigte sonderlich vortreMsVergrösserungs-Gläser. Da er nun vermittelst l^ 1 'ger gar viel seltne Entdeckungen gemacht, wurde er1679 von der königlich-englischen Gesellschafft derWiffenschafften zu einem Mitglied aufgenommen/und starb den 26August 172g, nachdem er scin AGbeynahe auf 91 Jahr gebracht, und seinen Fleiß b ‘.an sein Ende unermüdet fortgesetzet. Seine map’'feit bestehen meist aus Briefen, deren ieder einen y'genen und weitlaufftigen Titel hat, und sind diest /den sowohl lateinisch 1722 zu Leiden in 4 als v ol/ländisch zusammen gedruckt, gournal üteraire.

von LEE WEN (Albertus), siehe Leoninus.de LEEWENttEIMB, siehe Sachs (Phil.Jac.).LEEWERCH (Stepb.), siehe Alaud«.

L E E W E S (Mart.) , siehe Leuves.de LEEWIS (Dionysius), ein Carthättstr-Mönch??Nickel, einem kleinen Flecken imBißthum Luttt udaher er auch insgemein nur Dionyiius Rickel, KCarthusianus gencnnet wird, begab sich zu ^monde unter die Carthäustr, ward zu Cöluster, brachte alle Tage im Gebete zu, und sthnsb^ ^sehr viel, ja nach einiger Meinung über IOO '°. ll |%und zwar alle mit eigener Hand, hatte auch I e1 ‘L rVorgeben nach, verschiedene Offenbarungen/ ^er Doctor Ecstaticus genannt wurde. Et