Band 
Zweyter Theil D - L.
Seite
2341-2342
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LEHM A N N

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L E H M A N N

LEHMANN (Andr. Bernh.), ein Lausitzer, aus derMitte des i7Seculi, hielte sich zu Hamburg auf, undschrieb oen jung aufsteigenden Palmdaum an einemFlusse gepflanyet. Mol.

LEHMANN (Christian), eiu Sohn M. TheodosüLehmanna, damahligen Pastoris zu Königswalde,gebohren 1611, begab sich, nachdem er bey damahli-ger Kriegs-Unruhe zu Halle und Gaben in der Nieder-Lausitz seine Etudia Humaniora fortgesetzet, nachStettin, allwo er sich zuerst etlicheIahre in der Stadt-Schule geubet, bis er endlich in das Pädagogium re-gium illustre aufgenommen worden. Als er aber1633 auf die Universität ziehen wolte, und es sich zu-trug, daß dazumahl sein Vater von dem kayserlichcnGeneral Holcke fast tödtlich gehauen, sein Substitu-tus aber gar erschossen worden, muste er aufZurcdcndes Ober-Consistorii seines Vaters Substitutus zuElterlein werden; welchem Amte er bis i6g8 vorge-standen, da er als Pastor nach Scheibenberg beruffcnworden, allwo er auch 1688 den u Dcc. verstorben,nachdem er eine eryt-gebirgifche "Historie von XImturalicn -Religions - Police)--Lckg-Rriegs-und Frie-dcns-Gachen heraus gegeben, und deren Lourinn»-tion in Manuftript hinterlassen.

I E H M A N N (Christian) , ein lutherischer Theo-logus, des vorhergehenden Christiani Sohn, gebüh-ren 1642 den 2 Der. zu Scheibenberg in Meisten,ver-lohr in der Jugend fast alle Lust zum Studircn, weilihn einstrcngerPräceptor, wenn er ein Wort verfehl-te, offt in einer Stunde 4 bis 5 mahl mit solcherGrausamkeit peitschte, daß die Spitzen der Ruthe imFleische stecken blieben, und untcrköthig wurden. Crmuste sich erst »»gemein ärmlich behelffe», studirteeinige Jahr zu Leipzig und Wittenberg, wurde an demletzte» Orte 1666 Magister, 1669 seinem Vater zuScheibenberg adjungirct, 1675 Diaconus zu Anna-berg, 1679 Archidiaconus, und 1685 Superinten-dens daselbst, 1697 aber Superintendens zuFreybcrg, und 1698 zu Wittenberg DoctorTheo-logiä. Bey dem Anfange seines Predigt-Amts ließer sich dergestalt abmahlen, daß cr seine Augen zu ei-nem Crucifix richtete, an dessen obersten Theile desCreutzes ein Flämmlein zu sehen; mit der Hand aberauf ein unter dem Crucifix liegendes Buch wies, aufdessen einer Seite das Wort Crux , auf der andernaber das Wort Lux ausgedrücket war. Als ihm imAlter die Zähne nach und nach auszufallen anfiengen,hob er dieselben alle auf, machte zu einem ieden einkurtz Epigramma, darinne er dessen gethane Dien-ste rühmte, Gott besonders dafür danckte, und be-gehrte, daß sie nach seinem Tode mit in den Sargmochten gelegt werden; welches auch geschehen. Er

schrieb Nomenclatorem ministrorum ecclesias dicece-sts annxbergensis; dilputatior.es de baprilmo in ca-sh neceflitatis; das erfreute Wittwen-Hcry; anna-dercisehe Trinitatis-Freude über der ncuerbaukcnHospital - Airche zur heiligen Drcyfaliigkeit in derVorstadt zu Annabcrg; Lcichen-Predigten :c. gab auch

seines Vaters eryt-gedirgischen Schauplatz heraus,hatte die Worte: vira mihi Christus, mors lucrum,cxteranugs, zum Symbolo , und starb 172? den 28Oct. tm 8r Jahre seines Alters, und 54Jahre seinesPredigt-Amts. Dessen Lcichen-Predigten sind nebstseinem merkwürdige« Lebens-Laus 2726 zu Dreßdenzusammen gedruckt worden.

LEHMANN ( Christ. Ehrenfricd), ein McdicUs, V0NAnnaberg in Meisten, woselbst sein VaterD. Christ.Lehman», dazumahl Superintendens war, nahm zuLeiden inHolland die Doctor-Würde an, und hielt cr-ue dilp. de reisete darauf als Feld-Medicus

mit den sächsischenTrouppen in die Niederlande, undstarb zuDovay 1712 den 13 Jul. im 30 Jahr. Manmerckct von ihm an, daß cr das Jahr seines Todes vor-her gewust. Leb.

LEHMANN (Christoph.), ein gelehrter Deutscher,lebte zwischen 1612 und 1638 zu Spcyer,war Stadt-schreiber allda, machte sich durch das schöne Chront-con spirensc in deutscher Sprache, so Johann Melch.Fuchs 1698 und 1711 zu Franckfurt in fol. auflegenlassen; storilegium politicum; Atka publica & ori-ginalia de pace religionis im Deutschen, so 1707 auf-gelegt , und 1709 continuiret worden; wie auch dieCommentarios in auream stullam bekannt. Leb.

LEHMANN (Constantin. Ambrosius), ein lutheri-scher Prediger, gebohren 1638 den iLJulii, studirtezu Leipzig, wurde 1660 Diaconus, und 1675 Archi-Diaconns zu Döbeln, cclcbrirte 1710 den 6 Augustsein Jubiläum ministeriale mit einer öffentlichenDanck-Prcdigt, 1712 aber 13 Sept. sein gamicum,und starb 1718,20 Jun. Von ihm sind seine beyder-ftitigen Jnbel-Acta gedruckt. Leb.

LEHMANN (David Theodosius), b£$ freybel'gischenSuperintendenten Christian Lchmanns andererSohn, gebohren zu St. Annaberg 1686 den lyMart.studirte zu Wittenberg, disputirte de dvoeo Davl.dis ad 1 Sam. XXV, 8 > de horologio Achaz ; de or-be picto feu de gentibus pulchritudinem affectanti-bus per fucum & picturam ; de nummis fispulchrali-bus; de Sampfone molitore, ward 1710 AdjUNtt.Facnlt. Philosoph. Professor Philos, extraordinär. Pro-fessor Poes. ordin. 1713, disputirtc alsdenn de op-pofitione fufpeäka; de cailbus poerarum tragicis,

und starb 1715, 19 Febr. an einem hitzigen Fieber,gleich da cr im Begriff war, poetam bibliorum incer-pretem zu kdiren. Leb.

LEHMANN (Elias Gottlob), ettt JCttts vonBudis-sin, studirte zu Leipzig, schrieb: de testamento homi-num ruralium, und starb' nach 1727 als Stadt-Rich-ter in seiner Gebnrtsstadt.

LEHMANN (Georg.), ein lutherischer Theologus,gebohren zu Bclgcrn, nicht weit von Torgau 1616,9Sept. wurde, nachdem er sich aus die Philosophie undTheologie applicirct, zu Leipzig 1652 Sonnabcnds-Prediger, nachgehends Pastor und Ephorus zu Weiststnftls, ferner Pastor an der Nicolar-Kirche, und S«Jiii rii Z " perim