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losophie zu lehren aufgetragen , welches Ame cr 1713«üt einer theologischen Profeßiou vertauschte, woraufer endlich 1719 das Zeitliche verließ. Er war ein tieftsinniger Metaphysicus, und besaß dabey eine großeBeredsamkeit, nebst einem treflichen Iudicie. Vonseinen Sermsns oder Predigten sind von 1720 bis1728 5 Volumina heraus gekomnien, wobey seinäl-«ester Sohn, Michael Leger, Pastor zu Genev, ver-sprachen, auch dessen übrige Schrifften, als einen rr.de idololarria; commeutar. über die Epistel au die Rö-mcr u. a. m. gleichfalls in Druck zugeben. HL.
LEGER (Johannes),«« naiver Anverwandter der bey-den Antonioruin und ein Sohn Jacob Legers,Syn-dici der Gemeine Faet und General -Consuls in demThale di St. Martino, war zu Villa Secco den sFebr. 1615 gebohrcn, legte den Grund seiner Stu-dien zu Genev, allwo cr auch dem pfaltzischcn Prin-zen und nachmahligen König in Schweden, LaroloGustavs, als derselbe in der See beynahe ertruircken,mit seiner äussersten Gefahr das Leben gerettet. Diesergroßmüthige Printz wolte ihn sodenn mit auf Reisennehmen, wozu er auch selbst eine sonderbare Neigungbezeigte. Weil aber Fried. Spanhemius nicht unbil-lig besorgte,« möchte dadurch seinem Vatcrlande, demer mit der Zeit wichtige Dienste thun tönte, entzogenwerden,wurde er von seinem Vater,undVatersBruder,dem obbemeldten altern Antonio befehligt, alsobald,und noch vor Endigung seiner angefangenen academi-schen Studien nach Hause zu gehen. Hieselbst wurde er1639 den beyden Kirchen Prals und Rcdoret zumPfarrer gegeben, und succedirte darauf 1643 seinemVater in der Kirche St. Giovanni, welche damahlsdie ansehnlichste in dem gantzen Luccrner-Thal war.Nachdem er sein Amt daselbst verschiedene Jahre mitgrosser Gefahr und Treue verrichtet, muste er endlichbey der bekannten Verfolgung, welche der Marche,se von pianezza in den savoyjschenThalernwider alledicjeltigen, so die catholische Religion nicht anneh-men woltcn, ausgeübet, samt seiner Familie entwei-chen, nahm sich aber dennoch seines Vaterlandes, indessen Nahmen er ein Manifest aussetzte, und solchesan unterschiedliche Höfe versendete, nach Möglichkeitan, und wurde hiernächst i6;;von allen Gemeinden,als deren Geueral-Dcputirter zu den Tractaken nachPigncrvl abgeschickt. Als nachher» der turüfischcHof dem daselbst getrossenen Vergleich vielfäl-tig zuwider handelte, und nicht allein die Ge-meinden der versprochenen Ruhe und Gcwissens-Frey-heit keinesweges genüssen tonten, sondern auch Legerselbst bey seinen Amts-Verrichtungcn in steter Todes-gefahr schwebte, wurde er i6üi von neuen an ver-schiedene protestantische Höfe abgeordnet, um diesel-be von dem gegenwärtigen Zustand iu den Thälernetwas genauer zu unterrichten z welches aber der turi-nische Hof so übel empfand, daß derselbe in seinerAbwesenheit alle seine zu St. Giovannigelegene Gü-ter im Grunde verderben, sein Haus schleiffen,und andessen Stelle ihm eineSchand-SeuIc von weissenr Mar-
mor aufrichten ließ. Weil ihm nun hicdurch die Hofftnung zurWiederkehrin seinDacerland gäntzlich benonftmcn war, so nahm erenblich 1663 den vielfältig wie-derholten Beruss zu eurem Prediger an der wallont-schenKirche in Leiden an, that aber doch in eben die-sem Jahre seinem Vatcrlande zum Besten, eine Reiftnach Paris, und schickte um eben diese Zeit den Wal-densern eine ansehnliche Collecte , welche er vor sich»Holland gesammlct, worauf er 1665 um deren willennoch einmahl eine Reise nach Genev unternahm, sichaber sodann wiederum zurück nach Leiden verfügte;die Zeit seines Todes ist nicht bekannt. Die übrigenbisher erzehlten Nachrichten aber hat er selbst verzeich-net hinterlassen in seiner bißoire generelle des eglij l [ sevangeliques des Vallées de Piémont, welche er zll Lei-den 1669 in folio heraus gegeben. HE.
LEGG (Thom.), aus Norwick, war Professor regiuöJuris zu Oxford, schrieb iu seincrIugend vortreflicmTragödien, z. E. von der Zerstörung Jerusalem, vonKönig Richarde III See. und starb 1607,int 72 Jaht-Wo.
LEGH (Gérard), von Londen, legte sich auf die Intel,war der erste, der von der Ileraldic im Englischenschrieb, wie denn scilì Accedènce of Armorie astiniiretwird, und starb -576. Wo.
LEGIONENSIS (Ltidovicus), stehe deLeon.
LEGIUS (Leonhard) , ein Medicusvon Pavia, wardaselbst aus einer adelichen Familie gebohren, lehrtezu Anfange des i6Seculi die Artzneykunst an gedach-tem Orte, schrieb fiosculos ex Galeni libris dilig en 'tiflime collectos ; Compendiariam fummam co®'phirium ex antiquis medicis medicinarum ad var IÄ *segritudines; hinterließ cntch einige andere Tractate,die zu Venedig 1523 in fol. zusammen gedruckt wor-den. Ei.
EEGLEUS (Gilbert.), stehe Gilbertus Anglicus-da) LEGNAME (Desiderius), ein Dominicaner vonPadua, aus einem vornehmen Geschlechte entsprösse»,lehrte daselbst und in Creta mit großem RuiM,wohnte 1546 der Ordcns-Vcrsammlnng zu Rom amDiffinitor von Griechenland bey, war 1573 Dtch-nus des theol. Collegii zu Padua,half die Staftuta dachgcr Universität verbessern, gab ein Werck de facielepulcl'.ri Ciceronis und Gedichte heraus, und hin-terließ im Manuscript orarianes; prsludia ; Co®'pendium de confcribendis epictolis ; opuic. de in 'ventoribus rerum arque de inilitutionibus sacflS*epigrammata; infcriptiones romanas; epistolas da-miliares, alles in einem zu Rom befindlichen Bande.Das Jahr, wenn er gestorben, ist unbekannt. Ech.LEGNANO (Joh.), ein JCtus, ausMayland, haftsich zugleich auf dicPhilosophie undMathesin gelegct,
luper ftlemencinis; de censura eccleiiatlica; de ®'terdicto ecclesiastico ; de horis canonicis; de bene-ficiorum eccleliafticorum pluralitare Lee. geschrieben,
und istzuBvirouieil 1382 gestorben. Ghii.T. -
Ektt-