L E U P O L D
2425 LEVI LEUNCLAVIUS
edirt, schrieb an Franc. Pctrarcham eine italiänischeEpistel in Versen, worinne sie ihn consulirke, ob siein den Studiis fortfahren, oder den Spinnrocken indie Hand nehmen solte, worauf ihr Petrarcha inseinem 78onetto, mit Beybehaltung ihrer Reime ge-antwortet. Ja. -
LEVI (Leo), ein venetianischer Rabbine im Anfangedes 18 Seculi, gab mit Zusätzen zu Man-
tua 1721 in foliv heraus. W.
LEVI (Philipp.), ein bekehrter Jude, hielte sich im An-fange des i8 Seculi in Engclland auf, und gab«
compendium of tbe bebreto grämnar zu Otf&tb 1705
heraus. W.
de L E VIA (Romxus), siehe Romœus.LEVIANDER, fSdjeLeueander.
LEVIN (Frist.)*-ctit bekehrter Jude von Hamburg imAnfange dcsi 8 Seculi, ssurde 1714 zu Crempen ge-rausst,rmd gab die Ursachen seiner Bekehrung deutschheraus. . Man hat auch von ihm in eben solcherSprache descriptionem anni judaici ex Jalkuth cha. dal ch. W. . . < .
S. LEVIN, siehe Livin.
L'EVIN (Stephanus), hat LlN Buch deporxuury inve.
. stigandorurri: rariosie ge sch r i c b c ! !,- > vr Ich c s H U AO (Bvot
■tius 1624 mit Anmerckungen zu Leiden iu 4 ediret.LEVINEJUS (joh.), siehe Livinejus.de LEVIS (Phisippus), ein Ertz-Bischoss zu Arles von1462 bis 1475, hat eine Epistel an sein Capitel zu Ar-les geschrieben, welche in Baluzii miscell. Tom. IVsiehet. Fa.
LEVITA (Bened), siehe Benedictus.
L EVITA (Elias), ein deutscher Jude, gebohren zuNeustadt an der Aisch 1477, hielt sich meist iu Ita-lien auf, und unterrichtete an verschiedenen Ortenviele in der hebräischen Sprache, ward 1527 bey derEroberung von Rom rein ausgeplündert, hatte in derhebräischen Grammatic, Critic und Poesie «»gemeineErfahrung, und starb 1549 zu Venedig. SeineSchrifften sind: ornort, ein«»; '2L-n; Mniei»;nnn2Herr Professor Nagel hat 1745 5 « Altorffeine beson-dere Disputation von diesem Elu Levita gehal-ten. W.
LEVITA (Samuel), fieix PaulusBurgensis.LEUNCLAVIUS, ober Löwenklau, (Jod.), ein ge-lehrter Seribent,von Amelbeucrn in Westphalen,hatsich an den savoyischeuHof begeben, und Xenopbmt'upnecepta rei equestris ; Mich. Glyca annales ; Gen-ßantini Manafßs annales; Lamiici Cbalcocondyht an-nales Sulranorum; Apmuisaris aporelesmata de si-gnificatis 8c eventis infomniorum ex Indorum, Per-sanim /Egyptiorumque disciplina, cnm suainterpre-tatione , welche XI. Rigaltiug nach der Hand unterdem Titel : Arremidori & Achmetis oneirocritica mitseinen eigenen Anmerckungen drucken lassen ; jns g-L-
co-romanum ram canoi?iciim qaam civile, cumno-
ti*, wriches Froher nach dessen Tode aus Licht gcstcl-
Ikt ; Romani jfunioris Lacapeni eclogam Baiilicorum,
cum notis ; Euflatbium de.'temporalibus intervaliis amomento usqne ad 10Ó annos; Gyegorii Nazianzenidesinitiones rerum simplices ; Gregorti Nyffimi: opusde hominis opificio;Z oß?ni,Procopii,Agatbia Jor-
nandis historias; Manuelis Palisologi jmperaroris prse-cepta educationis regise ad joannenj filium ; llelisa-rii libelles aureos de principum liberis edu*candis, de venatione,aucúpio, re militari ikc.Mamte-lis Cdmneni imperatoris iegacionem ad ■ Arme-nios; Leonis M. epistohm , recta fidei columna di-cta rn ; Juh. Damttsceni dialoguin contra Manichaeos;Leontii Byzatnini historiam sectarum ; Paratirlorumlibros 3 antiquos, aus dem Griechischen ins Lateini-sche übersetzt; hiernechff zu Heidelberg die griechischeSprache gelehrt, einen guten Theil des orientalischen/Reichs durchzogen, aus den Schrifften der Türckengenauere Nachricht von ihrer Historie gesamm!et,unddannenhero l Vluíelmannícœ historia libros 16 ; anna-les Sultanorum Otmannidarum , Welche letzter,! erzum. theil aus einem türckischcn Mannscript überse-tzet; pandectas historia turcioe, .Heraus gehen lass'N.Sonst ist er auch in den Rechten wohl erfahren gewest,hat versionem Sc notas ad fynoplin 60 iibrorum Ba-silicon, feu universt Juris romani, 6c ad novellasim-peratorum ; notatorum Juris civilis libros II, welcheIN Jußelll und Voelli bibliotheca juris canon! ci ve-reris,wie auch in Ottonis thesauro juris romani stehen;commenrationem de Mofco rum bellisadversus fini-timos gestis, welche auch in Pißorii Scriptor. rerumPoion. Tom. III stehet; Caßirii 4 dhlqgos; DipttisCaßii historiam rotnanam 8cc. mit Annierckungen her-aus gegeben, und ist zu Wien 1593,da er beynahe 60Jahr alt gewest, im Junto gestorben. PL. A. B.Teiss.
LEUPOLD (Jacob), ein Mechanieus, gebohren zuPlanitz, einem Dorffe bey Zwickau, 1674dm 2;Ju-lii, allwo sein Vater ein wohlgeübter Mann inTisch-ler-Drechsler-Bildhauer-und Uhrmacher-Arbeit war,wozu er niemahls einige Anweisung erhallen hatte.Er wolte auch seinen Sohn dazu anführen, und hat-te ihnbereits in derTischler-undDr.chsler-Arbeitst'hrweit gebracht , als ihn besten krancklicher Zustand undbezeigte Lust zum Studiren bewog, sich seinem Triebenicht zu widersetzen. Er siudirte also in der Schulezu Zwickau, und zohe hernach nach Jena,den berühm-ten wclgel zu hören, muste aber wegen des damah-ligen wüsten Lebens der Studirenden, und aus Man-gel nöthigen Unterhalts, nach Wittenberg gehen,.all-wo er bey dem Professor Math. Martin Anorren,freyen Zutritt, und den Gebrauch seiner Bibiiothecerlangte. Ob er nun gleich niemahls willensgewest,die Mathematic zu seinem Haupt-Wcrcke zu machen,auch zuvor keine Anweisung dazu gehabt hatte; sowurden ihm doch durch den Gebrauch erwehnter Bi-bliothec die nieisten Stücke derselben bekannt: wobeyer sich auf die Theologie, als sein Haupt-Studiumlegte. Weil er aber in Wittenberg weder durch Fa-mulirm noch Jnformiren unterkommen konte: so fa-Nnnnnnnz sie