Band 
Zweyter Theil D - L.
Seite
2431-2432
JPEG-Download
 

24Zl LÏGHÏFOOD LIGNAMINE

LIGHT FOOD (Johann), einer der erfahrenstenMänner in den orientalischen Sprachen, gebohrenzuStocke, in der Grafschaft Stassord, 1622 den 29Mcrtz, machte zu Cambridge im Coliegio Christi, da-hin er sich 1617 begab, im kurtzcn grosse Progresse»in der griechischen und lateinischen Sprache, begabsich nachgehe ds, als er zu Rapkon die Jugend einigeZeit unterrichtet hatte, in den geistlichen Stand, undlegte bey dem Ritter Lotten, bey dem er Capelianwar,den erstell Grund zur rabbinischen Erudition, worin-' ne er ohne die nöthigsten Bücher und geschickten Lehr-meister zu einer ziemlichen Vollkommenheit gelanget.Hierauf wurde er Pfarrer zu Stone, in der GrafschaftStafford, und lag mit «»ermüdetem Etfer den orien-talischen Sprachen ob, worauf er zum Prediger zuSt. Bartholomäi zu Londen 1642, ingleichcn in dieVersammlung der Geistlichen zu Westmünstcr beru-fen worden. Er wurde auch 164z Prediger zu Mun-den in der Grafschaft Hcrtfort, Canonicus zu Ely,1652 Doctor Thcologiä, Präftctr-s zu St. Catharinzu Cambridge,und ick;; Vice-Cantzler bey der Univer-sität daselbst; stai-d mit den berühmtesten Männernseiner Zeit in gutem Vernehmen, suchte sonderlich demkinrcisscnden Enlhusiasmo vorzubeugen, starb zu Ely167;, 6 D^c. UNd schrieb > larmoniam chronicam &ordinem veterts & novi restamenti; horas hebraicas& talmudicas in 4 evangelistus, acta Apostolorum,partem aliquam epistolx ad Romanos, Lc ad Corin-thios; Elisun redivivum, vr a Sermon preachcd besoretbebomur able Ilouse ofCommons; ministerium remplitempore nostri Servatoris ; dist! de Hierofolymorumexcidio & sequenre Judxorum statu ; paucas ac no-velJas observationes super librum Geneseos ; mani-pulum fpicilegiorum e Jibro Exodi; harmonium 4evangelistarum ; defcriptionem rempli hierofolymi-tani; Erubhim feu miscellanea ch istiuna & judaica;de sacro rempli cuicu; commentarium in acta Apo-ftolorum ; Predigten rc. welche Wercke, die Predigtenausgenommen, zuletzt 1699 in folio zu Francckcr in2 Volum, nebst seiner Lebensbeschreibung zusammengedruckt worden, wozu eiir Volum. Opp. postlmm.gekommen. Johann Steppe gab 1702 zu Londeneinen Band von seinen nachgelassenen Schrifftcn inenglischer Sprache heraus. Pst. bV,d.

LIGLIN (Ephraim), siehe Eundfcäüt/.

de LIGNAMINE (Christoph.), ein Bruder Deside-rii, lehrte anfangs die Logic uird Medicin in seinerVaterstadt zu Padua, practicirte hernach zu Venedig,starb daselbst 1563 in mittelmäßigem Alter, und hin-terließ eine expositionem in Averrois librum de phy-sico auditu. Pap.

de LIGNAMINE (Defiderius), ein Dominicanervon Padua, Lhri?ophorl Bruder, war Doctor Theo-logiä, lehrte 12 Jahr die Wissenschaften auf der In-sel Creta, schrieb Epistolam de tumulo Ciceroni inZacyntho infula invento; cvlligirte (Wirf) Viel merck-würdige Nachrichten zu der Historie von Padua undden berühmten Leuten von dem Dominicaner-Or-

LIGNAMINE LIGNY 2+32

den, und starb in seinem Proftßhause zu Padua 158 r.Pap.

de LIGNAMINE (Erane.), einBischosszu Ferrera,von Padua, hatte von Eugenio IV den Cardiirals-Hut erhalten, wenn dessen Tod solches nicht verhin-dert, schrieb Comment, de inventoribus artium ; dif*quiiitiones astronomicas; libellum epigrammatum,

und starb den 8 Febr. 1462. Pap.

de LIGNAMINE (Joh. Phüippus), ein Mcdicns,zzr Mcßina aus einen: adclichcn Geschlechte gebohrcn,florirte zu Ausgangc des 16 Seculi, war anfangsProfessor Medicinä zu Perugia, wurde aber von darals Leibartzt Pabsts Gixii IV, mit dem er vorher zu Pe-rugia stubiret, nach Rom bernffcn, legte allhicr eineeigene Buchdruckerey an, schrieb de conservation*:fanitatis; de Sibyllin j de cibo Lc potu utili liomintLc nocivo eorumque primis qualitatibus ; chronicostfeu epitomen Pomarii Ricobaldi , so er Von 1316 bis1469 fortgesetzt, und zu Rom 1474 in fol. ohne sei-,nen Nahmen heraus gegeben; worauf es in t'ccardt

corpore historien, wie auch in Muratorii thesauroscriptor. Iral. aufgelegt worden. Sein Sohn, An-ton ward 1514 Ertz - Bischoss zu Meßina. Man. 7.Fa. M.

LIGNANUS (Hier.), (in genuesischer Carthäuser-Mönch, und General seines Ordens, hernach Bischosszu Bologna, starb den 24 May i;88, nachdem: er dejuribus lui ordinis geschrieben. Ol.

LIGNANUS (Jo.), ein Professor Juris canonicizuBologna, aus Mayland, war dabey ein guter Philo-sophus und Mathematicus, schrieb super Clementi-ms; difputationemde decreto; de censura ecclella*stieg, de represt'aliis ; de horis canonicis; de plurale-tare beneíiciòrum ; de bello Lc duello, so fil deM 5Tomo Traft. Traftat. stehet; de hxrefidu5; de inter-difto ecdeliastieo; de permutatione ; novas allega-tiones; lib. de stetu eciss-zix Lee. Und starb 138? deNi-6 Febr. Ghil.

de LIGNE RII8 (Jo.), ein PHilosopHus und Astro-nvnilis um 1332 zu Paris, schrieb Librum defph#'ra; canones utib tabulas primi mobilis. Fa.

LIGNEUS, oder van den Houte, (Petrus), siehe vanden Houte.

a LIGNO (Damian.), ein niederländischer Domini-caner von Antwerpen, war Doctor der Theologie,und 1Z77 Rector des Collegii zu Douay, lebte au«1noch 1578, und übersttzte ein Buch de facrificio mu-se 8c csrimoniis ejus, aus dem Lateinischen insNlt-dcrlandische; gab auch Jac. de Vitriaco fermoneS detempore, die er mit einigen Manuscriptis zustimme"gehalten, heraus; und hinterließ dessen Sermone; deSanftck in preßfcrtigem Stande. Ech. A.

de LIGNY (Cxfar), ein Franzose im 17 Seculo,warSccretarius des Cardinals ou Perron. Er Hat 162ZUNd 1633 l es Ambajjades & Negotiatkns du Jac. D^'JCardinal de Perron à la Cour de Rome zu Paris in f ö */

* und