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ben willens war, wurde er von dem Baron Blumcn-chal znm Hofmeister bey seinem Sohne ernennet, mitwelchem er sich einige Zeit zu Leipzig aufgehalten,undhernach unterschiedene Reise,,. gethan, wie die vonihm heraus gegebene Reisebeschreibung bezeuget. Ersollte die theologische Profeßion in Königsberg krie-gen, welches aber die Kriegs-Unruhen verhinderten.Darauf wurde er des jungen Marckgrafen ChristianErnest, zu Bayrenth Hofmeister, begleitete denselbenhernach als Reiseprediger auf der Reise nach Italien,Franckreich rc. nahm zu Straßburg die Doctorwürdetu der Theologie an, und ward, nachdem gedachterMarckgraf die Regierung angetreten, dessen Ober-Hofprediger, Beichtvater, General-Superintcndens,Eonsistorial- Präsident, und der jungen Marckgrafenvon der culmbachischen Wittwen-Linie, Vormund-schafts -Director. Er ward dabey zu geheimdenCon-siliis und Staats-Geschafften gebraucht; daher erendlich seine geistlichen Aemter niederlegte, und sichzum wircklichen geheimdcn Rath erklären ließ, auchsodann in verschiedenen Verschickungen und Gesandt-schaften gebrauchet wurde, worauf er 1636 gestorben, 'und ciecem disputai, academicas, welche zusammengedruckt worden; kummarn theo!ogi-e feu compen-dium locorum theologicorum; orariones, z. E. inmemoriam Joh. S'chmidii D. & Pros. tlieol. argenti-nenils) de Fridericill, Marchionis & Electoris bran-denburgici, fidei confeffione; Distertationes v. ». deelestione filiorum Dei ad salurem ad Ephef. 1,4; delapforum pœnirenria; notas in Corn. Nepotis The-jnistoclem; christfürstliche Jeiü-Nachfolge; christ-gläubigev Mohren- Land; Casual- undLeichen-Pre-digtcn'hinterlassen. Pi. W. d.
LILIEN (George), einTheologus, gebohren 1596;»Dreßden, ward indem Brandenburgischcn crstPastorin Zindorf, Kageln und Kühnbein, darnach zu Wals-leben, nach diesem Diaconus an der NicolaftKirchenz« Berlin, und zuletzt 1655 daselbst Probst, wie auchdes Gymnasii Inspector. Ergab eine Valet -Pre-digt; augustana; confeffionis nucleum; lilium chri-stianum feu imaginent Christi & Christianorum, oderLilien-Bildniß Christi und der Christen; Erklä-rung der ersten Epistel St. Johaunis; paradifumprecarionum; postilLm evangelico - carechedcam,oder evangelische Lakechismu«- Uebungen, in dreyTheilen; Strcitschrifften mit Ich. Böttigern; ei-gentlichen und wahrhaften Bericht, wie die Uni-versité Leipzig, und ihr damaliger -Herr Restor,auf Fridr. Gescnii Liage wider Gottfr. Riedclnverfahren; An-und Umfrage an etliche der HerrenInspecroren, undprediger a»f dem Lande, mit Lit-te und Amwortung ihrer zurück kommenden Au«/säge; Danck-und Dcnck-Stein berlinischer Ret-tung au« Lriega-Angst; Lcichenpredigten heraus,und starb den 27 Jul. 1666, im 70 Jahre seines Al-ters, und 45 des Ministerii, nachdem er zuvor we-gen des churftirstkichen Edicts, den elenchum nomi-nalem nicht gegen die Reformirtcn zu gebrauchen, viel
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Ungelcgenheit gehabt; wie denn die Remotion vomAmte wider ihn beschloßen gcwest. Er bat übrigenszwey Söhne hinterlaffcn, die beyde den Adelstand er-halten, nemlich Caspar a Lilien, (siehe den vorherge-henden Arkickel) und George a Lilien, der königli-cher preususchcr und churbrandenburgischer General-Lieutenant, und Gouverneur zu Geldern wordeir. Leb.W, d.
LILIEN (Melch. Ludalf ), einRechtsgelchrter, ge-bohrt!, rn Hildesheim, woselbst sein Dater Advocatbey derEantzley und Hofgcrichte gewesen, den 7 Dec.1656, studirte die Humaniora und Philosophie beyden Jesuiten in seiner Vaterstadt, die Jura aber zuGröningcn undFranecker, ward zu Erfurt 1678 Do-ktor, gab daraus zu Hildesheim z Jahr einen Advo-caten ab, verfügte sich nach diesem wieder nach Er-furt, wurde auch daselbst 1685 Pros. Jur. ordi». undstieg folgcnds immer höher, bis er 1729 die obersteProfeßion in scincvFacultàt erhielt, nachdem ermitt-lerweile 1719 von dem Churfürsten Lothario Fran-cisco auch zum chur- mayntzischen Rcgierungs-Rathernennet worden. Erstarb plötzlich an einem Schlag-Fluffc den 24 December 1734, und hinterließ eine gros-se Anzahl juristischer Disputationen; wie erdenn Zeitseines Amts den Catheder etliche loomahl als Präsesbestiegen, und solche Arbeit iederzcit vorher durch einbesonderes Programma bekannt gen,acht. Sein Sohn,Gabriel -Heinrich Lilien, ist zu derselben Zeit Assessorder churfürstlichen Stadt-Gerichten, und ProfessorPandcctarum auf der Universität Erfurt gewesen.Mot
a LILIENAU (NicoL), einMcdicus von Riga, desKönigs in Schweden Leib - Mcdicus, und zu RigaPhysicus primarius, war in vielen Sprachen erfah-ren, schrieb unterschiedene griechische, lateinische unddeutsche Poemata; Consilium medicum de sehr. ina-lignis; dispp.de Hydrope afcite ; dePestilentia &c.
und starb den; Jan. 1688, im 70Jahre. W, d.
von und zu LILIEN BERG; siehe Abele (Matrh.).
LILIENKLAU (Reinhold), ei»JCtus, gebohren1620 den 10 August zu Königsberg ìir Preussen, ward1645 zu Basel Doctor Juris, bald daräuf zu Königs-berg Professor Juris cxtraord., 1651 aber Hof- Ge-richts-Rath, worauf er die Profeßion niederlegte, und1659 den 29April verstarb. Man hatvon ihm dich.
de captivitate; de occupatione bellica; de criminelaiiie m.ijestaris eju.ipe pœna. Arnold.
LILIENTHAL (Michael), ein lutherischer Theolo-gus, gebohren 1686 den 8 September zu Liebstadt imKönigreich Preußen, hatte in der Jugend besondereFatalitäten. Er und stin ältester Bruder nahmeneinst zwey mitKngeln geladenePistoleuvon derWand,und weil sie gehört, daß die Soldaten auf dem Man-tel miteinander Kugeln wechseln, so knieten sie aufdie Erde nieder, hielten einander die Pistolen an dieBrust, und drückten los. Gott aber verhütete, daßsie nicht losbramtten, welches doch sogleich geschahe