Band 
Zweyter Theil D - L.
Seite
2461-2462
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-4<5l LIPENIÚS LÍPMÁN

am vollständigsten ’ aber / riebst des Verfassers LebenHerr D. Gottlob August Jenichen zu Leipzig 1737 infol. auflegen lassen. MoI.Seel.

LIPENIUS (Sixtus Christian), ein Sohn Martini,gebohren4Dec. 1664z» Halle in Sachsen, allwo seinVater damahls Con-Rcctor war, studirte zu Lübeckund Leipzig, verwaltete anfangs seines kranckiichenund altm Vaters Dienste zu Lübeck, ward hierauf1693 Sub-Rcctor daselbst, schrieb: «rar. de rebusgeflis Joh. Hunniudte; de neceíïìtate grœcœ & ebrsslinguarum ; de lirterarum perennitate; Predigten,und starb den i6Mart. 1708. 8 eel.

»LIPIE-LIP 8 LI (Johannes)/ ein Bischofs undStaatsmann, aus Lithauen, war anfangs RegensCanc-ellaria und Cantzler der Königin in Pohlen,ward hierauf Bifchoff zu Culm, auch 1637, als ervor seinen König Uladislaum IV um die kayserliche

- Printzcßin, Läciliam Rcnaram zu Wien warb, vonderBraut Bruder, Kayfcr Ferdinands III, mit feinergantzcn Familie in den römischen Reichs-Grafem

, Stand erhoben, und endlich 1639 Ertz-Bischoff zuGnesen und Primas Regni in Pohlen. Er schrieb:

Elogium funebre Alexandre» Carolo, Poloniaa &Sueciae Principi Pcriprum ; sonderlich aber sehr schöneund gelehrte Briefe,von denen der damahlige Pabst Utibann» VIII sonderlich rühmte: er bekommeaus dergantzen Welt keine so schöne und gelehrte Briefe, alsvon dem Lipski aus Pohlen.

LIP MAN, ein deutscher Mabbi von Mühlhausen,zu Cndedes 14 Seculi, hat ein Buch unter dem Ti-re! Nizznchon oder Sieg, welche!! er gegen die christ-liche Religion und die Sadducàer zu erhalten ver-meinte, geschrieben, welches Thcovor Aackspan zuAltorff 1644 in 4 hcbräifch heraus gegeben, undl' Empereur widerlegt hat. Es steht am vollstän-digsten nebst einer Widerlegung in Wagenseils relisigneis Satanas. Von den Juden wird er Jom TovLipman gencnnct. Er hat auch Comment, in II.Jebudce Cbafid VinVi T'i - Canticum unitatis geschrie-ben , welcher mit dem Werckc selber zu Freyburg 1560in 4 heraus gekommen. Sein Comment, in PirkeAvorh , dar;» er in seinem Nizzachon Hoffnung ge-macht, ist noch nicht heraus. Zel. W.

LIPMAN ben WolfF Lehr, ein Juden-Doctor zuFranckfurt am Mayn im Anfange des 18 Seculi,kam Schulden wegen in Arrest,und schrieb in solchemein wcitläufftiges Merck von der Artzncy, welches erheraus zu geben willens gewesen. Er lebte noch1717. w.

LIPMAN, ein Jude, welcher noch im Anfange des18 Seculi gelcbet, und Commentarium in lex co-lumnas,fb ein kabbalistisch Brich ist,geschrieben har,wel-ches in der oppenheimer Bibliothek im Manuscriptliegt. W.

LIPMAN (Imman.), ein bekehrter Jude in der andernHelffce des 17 Seculi, dessen Glanbcns-BckcnntnißündHistorie seiner Bekehrung zuOettingen 1688 in 8in hebräischer Sprache gedruckt worden. W.

Gelehrt. Ltxic. T. II.

LIPOXDUS LIPPE 2462

LIPOLDUS (Johann Christoph),ein deutscherJEtiis,florirte zwischen 1665 und 1675, und schrieb : trastat.de condictione indebiti; de munitionibus f. propu-gnalibus, von Festungenz de alienatione bonor-umminorennium oppigneratorum ; de jure gratiœ;- deperscrutatione domestica ejusque requilitis; de ana-tocismo, vnlgo verbotne Schlagung der Zinsen;»m Haupt-Stamm 3 arborem conlanguinirati« 8 caíîìnitatis.

LIPPAI (Joh.),ein Jesuit, desErß-Bischoffszu Gran,GeorgiiLippai Bruder,gcbohren zuPreßburg 1606,begab sich. 1624 in seinen Orden,docirte lange Jahrzu Wien und Grätz,stand den Eollegiis zuRaab, Ung-war und Trentschin, wie auch den ungarischen Se-minariis zu Wien und Tyrnau vor, lebte viele Jahran Feines Bruders Hofc,und starb zu Trentschin den 2Jun. 1662, im 60 Jahr, nachdem er lange Seit amStein, Podagra, Wassersucht undHertzklopffen kranckgewesen. Er hak in ungarischer Sprache einen öko-nomischen Calcnder, von Psropffen und Säen) undvon Hervorbringung unterschiedener Früchte geschrie-ben. AI. Cz.

a LIP P E (Christoph.), ein Doctor Juris von Rostock,geb. 1585, wurde, nachdem er schür seiner VaterstadtdurchDisputircn und-Dociren hervorgethan, 1614churlandischcr Hofrath und in verschiedenen Gesandt-schafftcn gcbraucht,kam aber wegen derKriegs-Unruhenach Rostock zurück,und practicirte eine Zeitlang,begabsich 1619 nach Dannemarck,wurde bey der königlichenWittwe Rath, 1625 Cantzler, und unter ihrem, Soh-ne, König Christian IV schleßwig-hollsteinischcrRath,ließ sich zu vielen Gesandtschafftcn gebrauche»,besuch-te auch den münsterischcn Friedcns-und andere Kreis-Convenke, schrieb dü'pp. de procuratoribus ; dere-rum divilione & modis acquirendi jure gentium do-minii; mare balthicum f historicam deductionem,utri regum, Daniœne an Polonise illud defponfatumse fateatur, und starb zu Hadersleben den 24 April1652, im 67Jahr. Mol.

LIPPE (van.), ein Magister der Philosophie von Lü-beck, wo sein Vater gleiches Nahmens ein Schul-mann war, studirte zu Helmstädt und Kiel, nahm1670.au diesen! letztem Orte die Magister-Würde an,wurde 1675 Con-Rector zu Wißmar, danckte aber1677, damit er desto fleißiger der Theologie obliegenmöchte, ab, verfiel hernach in seiner Vaterstadt in ei-ne Melancholie, und hielt in solcher 1687 um dieverlcdigte Superintcndur, darzu er sich sattsam ge-schickt erachtete, wiewohl vergeblich an. Er har dü-putationein de vario demonrtrandi modo in omni-bus philosophiœ difciplinis j tractatum de Platonis,Aristotelis, Stoicorum & Epicuri philosophia do-ctrinxque aristotelicas praerogativa; orationem deAlexandri M. successore; de doctrina solida neces-saria; encomium paupertatis; de pii Sc fidelis hu-maniorum studiorum praeceptorispublici conditionegeschrieben. Seel. Mol.

Rrrr rrr LIPPE