Band 
Zweyter Theil D - L.
Seite
2503-2504
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2505 LOGHENHAGEN LOHENSTEIN

a LOGHENHAGEN (Jaeob), von Antwerpen, wardes Nonnen - Klosters vom Orden St. Salvatvrisoder St. Brigittâ znDcndermondcPräpositns,schriebAnmerkungen Über die Epistel Jaçobi; Comment, inLucam, und starb ióii am Podagra in hohem Al-ter, immasseit er schon 1622 sein Priester-Jubiläumbegangen hatte. Sw. A.

LOGOD/EDALUS, siehe Theodorus Byzantinus.

LOGOTHETA, siehe Georgius Acrepoüca.

LOGOTHETA (Ifidorus Charisius), suche Lange(Joh. Christian.).

LOGOTHETA (Sim.), siehe Simeon.

LOGGS siehe Logau.

LOHAUSEN (Willi.), siehe A Calcheim.'

LOHDE (Johann), ein deutscher Mcdicus, hat 1647einen Bericht von demschcUcndorfischen ^,cilbrun-neu ;u Gutschdorff bey Lönigabrück, zu Freybergin 4 ediret.

von LOIIENSTEIN (Daniel Caspar), ct!t deutscherPoete,Redner und Polyhistor, wie auch Erdherr inKittlau, Reisan und Rofchkowitz, wurde zu Nimptschin Schlesien 1635, 25 Jan. gebohren,nnd war kaun,,Z Jahr alt, als er die 3 Trauer-Spiele, IbrahimLafla, Agrippina und Epicharia mit grrsscr Gelehr-samkeit und recht männlichem Geiste Verfertiget. Ersiudirte zu Leipzig und Tübingen/ und besuchte nach-gehcnds die chur- und fürstlichen Höfe in Deutschland,hielt sich auch in der Schwerst, zu-Leiden, Utrecht,Wienund Ungarn eine Zeitlang auf, begriffdie italiänische,frantzösische und spanische Sprache fast ohne Lehrmei-ster, brachte auch zuerst die hohe Artzu perorireuundschreiben in Deutschland auf, und that sich fast in al-len Gattungen der Poesie, davon^ seine Gedichte zu-sammen gedruckt sind, hervop.. Er wurde zu Brest-lau Stadt-Synbieus, wie auch kayserlicher Rath, da-her er den Tag seinen Amts-Geschafften, die Nachtaber den Studiis und seinen Freunden zu scheuchenpflegte. Sein Äeminius, woran er aber die letzteHand nicht legen können, ittdem er 1683, 27. Aprilam Schlage gestorben, ist nicht nur unter vielen Ge-schafften, sondern auch offt unter den hefftig sien Gicht-Schmcrtzen geschrieben worden.^ Er hat auch einTrauerspiel Cleopatra; eine deutscheUebersctzung vonBalth. Grarian« .staats-klugen cathoiischen Ferdi-nand ; 2 Lob-Rcdctt auf den letzten plastischen HcrtzogGeorge VV'ilJ>elni zu hicgniy, Btieg und Wvhlau,und auf den Herrn von Hofmannswaldau, davon dieerste besser als die andere, aber gar rar ist, die letztereaber bey des-Hofmannswaldau Gedichten mit stehet;angleichen das Corpus jurismit häuffigcn und auser-leftnen Anmcrckungcn erläutert, so aber nie gedrucktworden. Hingegen findet man dessen Lebens-Bc-schreibnng bey seinen 1701 zusammen gedruckten Ge-dichten. H. VV, d. OH. Neu.

-on LOIIENSTEIN (Joh. Caspar), ein BruderDaniel Lasp. von Lohxmstein, gcbphren 1640, siu-

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dirte zu Breßlau, Jena und Leipzig, durchreisetegautzHolland, die spanischen Niederlande und Franckreich,that 1676 eine Reise nach Italien, und lebte darnachauf seinem Ritter-Sitz Klein-Estgut als ein Privatus,bis 1692, da er den 29 May, im 52 Jahr verstorben,nachdem er kurtz vorher einer vornehmen Leiche pa-reutirct. Seine Leich-Abdanckungen hat AI. Ehri-sroph Pfeiffer, unter dem Titel: edler Personen'er-öffnete Grüffre, nebst dessen Lebens-Lauff 1718 in 8heraus gegeben, und darinnc gemeldet, daß er nochandere Sachen im Manuscript verlassen, und viclznmSupplement des Arminii seines Bruders fertig ge-habt, solches aber nicht völlig zu Stande gebracht.

L O H I E R I ü S (Petr.), siehe Loyerts.

LOHMANN (Andr.), ein PredigerzuApollensdorffim wittenbergischen Bczirck, von Jtzehoe, in der an-dern Helffte des 17 Seculi, schrieb curfum annuums. dispofitiones in di(ta quœd.un selectiora evange-liorum rotius anni. Mol.

LOHMANN (Georg.), eilt Hollstkiner ans der an-dern Helffte des 17 Seculi, war Pfarrer zu Curowin Wagrien) und schrieb St. Pauli Crcutzübung aus2 Cor. XII, 7, 8,9. Mol.

LOHMANN (Härenste.), ein Hollsteiner, und keinScklcsiet', wie einige vorgeben, war anfangs Aniks-Copistc zu Flensburg, hernach 1616 Stadtschreiberdaselbst, verfiel durch den Umgang mit Uic. Tctingin allerhand Irrthümer, und kriegte darüber mitdcknMiniste: io Streit, machte sich endlich von da ìvegstlebte 2 Jahr zu Swabsted, hernach zu Husnm, vonbannen er aber nebst dem Teting krafft eines vom Ho-fe eingelauffenen Befehls, wegen verjchiedeNer Han-del mit der Geistlichkeit, 1624 sich rctirircn mü^e,'nachdem er vorhero eine weitlaufftige Antwort aufdas hoch fürstliche Verwerfung« -Mandat ergehenlassen. Er begab sich sofort nach Coppenhagen, undpracticirte allda 1635 in der Medicin, schrieb ausserder bereits gedachten Antwort: Spiegel des Glau-bens; Conlbrtativ «ua Götter; iVcttf; die neueLreatur in Versen; Bericht, warum er und Tctingvon den Priestern ;u -Husum und fflensburg auage-kcycrt und endlich aus dem Lande vertrieben wor-den ; hinterließ im Manuscript: Bedencken widerden äusscrlichen Gcschmuck an Golde und prächtigenKleidern; einfältige Meinung vom wirchlichc» undthätigen Glauben: etliche in Reimen gefaßte bibli-sche Sprüche; Beweis des Artichels von der Aufer-stehung der Todten; sein und Letings Glaubens -Bc-keniitniß. Er soll endlich seine Irrthümer wiedcr-ruffcn haben, und ist 1642 nicht mehr am Leben ge-

wcst. Mol.

LOHMEIER (Georg), ein Professor und Jnspectordes Gynmasii zu Lüneburg, schrieb historfiche undgencalogijchc Erlcuterung der europäischen Reicheund ffürstenthümcr, weiche genealogische TabellenJac. Müh. Jmhoff 1700, hernach aber Jof Ludov.Lcvin Gebhard iggo weit vollständiger heraus ge-geben, und starb am Lude des 17 Seculi.

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