Band 
Zweyter Theil D - L.
Seite
2505-2506
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250Ç LOHMEIER LOJOLA

LOHMEIER (Philippus), von Magdeburg, war erstauf der Universität Rütteln Physicesz darnach aufdent Gymnasio zu Lüueburg Eloquent. Professor, undder Ritter - Académie Jnspcctor, schrieb Observario-

nes euriosas miseellaneas; Oispur.de arristeio na-rigandi per aerem ; de fulmine ; deparadöxis gravi-tâtes & leviraris ; de igne;de aere See. unb fiat’b den24 Skptenihl'. 1680. W, d. Lud.

LOHN ER (Tobia*), ein Irsuite, gcbohrcn zu Nru-Oettingen, in der Gegend Stiitzburg 1619, lehrte ei-ne Zeitlang die Philosophie und Theologie/ ward Re-tter des Collegü zu Lucern und zu Dillingen, schrieb

InlkruÄionem prabtteam de mitlie lacrisicio ; it. deoificio div. juxta rkum bveviarii -rosa. recifando;scholam universalem coeieflisTapienris; feliceman-Kum novumj myrotfiecion ipirituale; iasciculuinmajalem; marianam maternitatem ; salutareni re-creationem piscandi animas See. und starb gegen Aus-gang des 17 Scculi. AI.

de LOJOLA (Ignatius), der Stissker des Jesuiter-Ordeus, wurde 1491 in der Provintz Gvipuscoa inSpanien gcbohrcn/ und an dem Hose des KönigsFerdinand! erzogen z begab stch anfangs in den Sol-daten-Stand/ cntsirgtc aber, als ihm 1521 bey derfran.-ösijchcn Belagerung der Stadt Pampelona inNavarra, durch einen Canoucn-Lchuß das rechteBein zerschmettert worden/ den Eitelkeiten der Welt,und faste den Eiitichluß, nach Ierusalcni zu ziehen,und eine andere Lcbens-Art anzufangen. Als er sichnun unterwcgcns völlig zu derJungfrau Mari 4 Dien-sten gewidmet, .und mit Fasten und andern hartenUebungen ein gautzes Jahr zugebracht, auch einenTractat von den geistlichen Uebungen verfertiget,und zu Ierusalcni seiner Andacht und Curiosität einGenügen geleistet; fieng er an zu Darcellvna dieGrammaric zu tractircn z las nachgchends den Tho-iwm a Kempis, lehrte auch zu Alcala und Salaman-ca, wurde aber an beyden Orten wegen seines Bct-tclns uud besonderer Aufführung, ins Gefängniß ge-worffcn; dannenhero er sich nach Paris 4 egebcn, wo-selbst er gleichfalls viele Schwierigkeiten angetroffen,doch einigeMitgesellen bekommen, mitwclcben er nachSpanien, Italien und Jerusalem gereiset, und 1535den Grund zu einer neuen Societät gelegt, die den.Rahmen der Jesutter angenommen, worbey er zumGeneral dieses Ordens erwehlet worden. Ei' starbhierauf 1456 den 31 Jrrlii, und wacd vom Pabst Ur«bauo Vlll canonisirck. Man hat von ihmoupv-phrhegmara sacra Scexereiria Tpirirualia, wckche unterandern 1644,. nebst Erancisci Maria, Epilcopi por-tuensis, relatíone super vira & miraculis Ignarii,îUîbGrbani Vil! bulia canoniiationis ejusdem, zu Pa-tts sehr prächtig in fol. gedruckt worden. Seineübrigen Schafften sind.' Lider const'itutionum Soe.Jesu una tsüm examine & decTararionibtis » so Po.

polancus aus den! Spanisciwn übersetzt; Eplstp-^ und 'l'r. de 'Urin icate, welcher letztere - aber

verlohren gegangen. Wenn er des Nachts den Mond

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und die Sterne ansähe, so rief er'aus: O wie<kinckctmir die Erde, wenn ich den Himmel anschaue. Nachseinem Absterben soll er gantz kohl-schwartz im Gesich-te worden seyn. Sein Leben hat Petrus Maffcjussehr schön beschrieben, welches Johann BochusTul-plus 1727 zu Padua nebst einem Buche, de gKniaIgnarii Lojolse austegcn lassen.' Er. AI. Ant. B. .

de LOJOLA (vlarrin. Ignatius),' ein spanischer Mi-norit ausBiscaja, lebte im itz Seculo,wurde Bischoffin dem südlichen Anicrlca, und schrieb Hintrario de E-Jpanna a las Filifìnas y de atti a la China y buchnper la bulia oriental, so in Job. Gonzalez de Maidozahistoria iip. stehet. Ant.

LOISEL, siehe Ouzelius und Oisel.

LOLSEL, oder Oisel,. (Antonius), ein ftantzösischerRechrsgelehrker, gcbohrcn zu Beauvais 1536 den 6Febr. aus einer alten und angesehenen Familie, auswelcher cliiigc zuweilen anstat des frairtzösischen Lvl-sel, den lateinischen Nahmen Avis geführct. Nach-dem er in feiner Vaterstadt studiret, hielt er sich 5Jahr zu Paris in dem Collegio de Preslcs auf, undmachte sich bey dessen Principal, dem-berühmten pe-tco Ramo, dermasstn beliebt, daß ihn dcrftlbige nach-hero zrun Epccutore seines letzten Willens bestellte.Als er hierauf noch einige Zeit des Lurncbi und an-derer Lectiones angehöret, begab er sich 1554 nachToulouse, und fand allda in Jac. Luiacn Vorlesun-gen ein so sonderbares Vergnügen, daß er diesem sei-nem Lehrer jederzeit folgte, als derselbe noch im be-meldten Jahre nach Cahors, .1555 aber nach Bour-ges, 1557 nach Paris, und endlich auch nach Valen-ce zu einem Professor bcruffen wurde. Doch kehrteer 1559 wieder »ach Bourges, llitb nahm allda denGradum eines Dockoris an, wurde hierauf 1560Parlaments-Advocat zu Paris, und setzte sich bald ineine solche Hochachtung, daß ihm 1563 der königli-che Advocat du Mesns, daher allererst gmal vor Ge-richte geredet, seine Anverwandte, Mariam Gaulaszur Ehe gab, und ihm 1564 bey dem General - Pro-cureur, die Stelle eines Substituten verschaffte.Nach diesem übergab ihnr sein Schwager Goulag1570 die Stelle eines Conseiller au Tresor, 1573 aberwurde er Advocat bey desKönigs Bruder, von wel-cher Zeit an er sowohl in des königlichen Herrn Bru-ders, als auch in der königlichen Mutter, Lacharinade Medlciü, Conseil zu sehr wichtigen Handlungengczsgcipwnrde. r;8i wurde er königlicher Advocatbey der Iustitz-Canimer in Gvicnnc, welche-FenricusIII den Reformirtcn zugestanden, weswegen er sichauch bis ins gte Jahr in dieser Provintz aufhaltenmuste. Zur Zeit der Baricades 1588 blieb er tu Pa-ris, und brachte die Zeit mit Studiren und Verfer-tigung nnterschicdlichcr Wercke zu, hatte auch folgcnds1494, da sich die Stadt dem Könige wiederum unter-wotffcn, die Ehre, daß er bey der, den 28 Mertz ge-haltenen Versammlung des Parlaments in Abwesen-heit der königlichen Bedienten, dir Stelle eines Ge-neral-