Band 
Zweyter Theil D - L.
Seite
2511-2512
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L O M E N I E

aç-ir LiO M B R O S O LOMENIE

1512

ctliorum B. Maris a Lacu; vftam S, Episcopi Casa-lensis ; vitam Zacìi. Boverii. Ol.

L O M B R O S O (Jacob), ein spanischer jüdischer Me-dicus aus der ersten Helffte des 17 Seculi, hat einehebräische Bibel heraus gegeben/ worzu er in spani-scher Sprache/ wiewohl mit hebräischen Buchstaben/Anmcrckungen gesetzt/ und die schwerste» hebräischenWörter erkläret hat. Sie ist zu Venedig 1639 ge-druckt worden. Er hat auch wider Grotimn de veri-tare religionis Christians ein Buch geschrieben, wel-ches unter dem Titel propugnaculuni Judaiimi zuAmsterdam im Manuskript liegen soll. W.LOMEDE (Johann), ein JCtuszu Paris, lebte um1621, und schrieb tr.de exemrionibus ecclestasticis.LOME IER (Johann), ein Historicus in der Mittedes i.7tc» Seculi, war anfangs Pastor zu Dvdekom,einem kleinen Orte in der Grafschafft Iütphen, her-nach Prediger in Zütphen selbst, und schrieb: librum.fmguJarem de Bibliothecis, welches Buch matt auchin Mavcri und Schmidü Sammlung de Bibliothe-cis 1. III findet; Epimenidem s. synragma de ve-terum Gentilium lustracionibus ; Dierum geniaiiumdeoadem unam.

LOMELLINUS (Ben.), ein JCtus von Genua,war Jur. utr. Doctor, anfangs apostolischer Camrmer-CIericus, wurde sodann Cardinal-Priester undnach nnd nach Bischoff zu Anagni/ Vintimiglia, Lu-ni und SarzaiM/ schrieb Gonstimtiones Lc décrétapro clericis Ánaniae &Sarzans; gab auch!etwas auf

ket. Bembi Erhebung zur Cardinals-Würde heraus,und starb ;U Rom den 26 Iul. 1579, im 72 Jahr.

, Ug.pl.

LOMELLINUS (Deodatus), ein genuesischer Pa-triciers aus dem Orden derer Minimorum, war einguter Theologus und vortreflichcr Canoniste, Syno-dal-Epaminator, verwaltete g mahl das Provincialatâ seiires Ordens, ward auch General-Procurator und. Dicarius, schrieb iiimmam casuum conscientis, imdannotationes in Concilium trid. davon aber nochnichts gedruckt ist, und starb den 28 Oct. I6Z2, im44 Jahr. OI.

LOMEL LINUS (Greg.), eingenuesischer Rechtsge-lehrter in der andern Helffte des 16 Seculi, hat con-luita legalia geschrieben, welche noch im Manu-script liegen. Ol.

de LOMENIE (.Heinrich Aug.), einGrafvon Brien-ne, gebohrcn 1595, wurde i6g8 Maure des Cérémo-nies bey dem königlichen Ritter-Orden, und hernachStaats-Secretarius, trat aber diese Stelle nach eini-ger Zeit seinem Sohne ab, und begab sich in ein Klo-ster.' Doch als der Sohn in des Königs Ungenadefiel, musie er dieses Amt zum andcrnmahl annehme^welches er auch bis an seinen Tod 1666 verwaltet.Er war ein grosser Liebhaber der Gelehrsamkeit, be-saß ein vortreflich Müntz-Cabinet, und schrieb Mé-moires, welche erst 1719 zu Amsterdam in 2 Tomisin 8 herausgekommen; ingleichen Nachrichten von

seinen Unterhandlungen in Engelland, die aber nochim Mgnuscript liegen. HL.de LOMENIE (Henr. Ludo«.), ei» Sohn des vo-ngèn Heinrich Augusts, Grafvon Brienne, Staats-Secretarius und Staats-Rath des Königs in Franck-reich, im 17 Seculo, hat zu Maynß seine Studiacontinuiret, und die deutsche Sprache erlernet, wor-auf er nach Holland, Dänemarck, Schweden, Pohlen,Oesterreich, Bayern und Italien gereiset, und einekurtze Historie von seinen Reisen in lateinischer Spra-che heraus gegeben. Nach dem Tode seiner Ge-mahlin, vcrkauffte er 166; die Bedienung einesStaats-Secretarii an den Herrn se Lionne; wie-wohl ariff einigen seiner Gedichte zu schliessen, daß ersolches nicht aus eigner Bewegung, sondern vielmehrauf königl. Befehl gethan, und begab sich zu den Pa-tribus Oratorii, bey welchen er sich auch 1667 zu ei-nem Subdiacono weihen ließ. Nach diesem abergieng er 1671 nach Deutschland, allwo er eine seinemCharacter und Stand gantz ungemässe Aufführunganzunehmen sich genöthiget sahe, langte auch kaumzu Paris wieder an, da er sogleich 167z auf Befehldes Königs in die Abtey St. Germain des Prez ein-gesperret wurde. In denr folgenden Jahre brachteman ihn nach St. Benoit sur Loire, einige Monatedarauf in das Haus St. Lazari zu Paris, und endlichnach dem Jahre 1690 in die Abtey St. Severin zuChateau-Landon, allwo er auch den 17 April 1698starb. Er besaß eineweirläufftige Gelehrsamkeit, undwar insonderheit ein guter frantzösischer Poet, wie erdenn auch selbst an einem Orte versichert,daß ihmdasVersemachen von seiner Mutter angedohren sey, unddaß ihm dasselbe öffters natürlicher Weise geflossen,wen>« er auch in Prosa etwas reden oder schreibenwollen. In Nicol. Heinßi cärminibus ist eine lateini-sche Epistel in Prosa und in Versen, welche er verfer-,tigct, anzutreffen. So hat er auch, als er sich beyden Patribus Oratorii aufhielt, ein recueil de poésies .chrétiennes & diverses, wobey Se la Fontaine zwardie Dedication an den Printzen von Conti gemacht,sonsten aber nichts beygetragen, in z Tomis anst Lichtgestellet. Es ist aber solches das wenigste von seinenSchriffteir; wie er denn 1686 in einem Schreiben anCar. Perrault vorgiebt, daß er, ausser einer grossenAnzahl Gedichte, ihm wohl 20 Folianten von.seinenin ungebundener Rede verfertigten Werckrn überlie-fern könte. Hierunter ist insonderheit mrrckwnrdig

sein Roman véritable ou V histoire sécrété du Janséni-sme, worinne er den Don Ävixotte nachgeahmet;ingleichen ein wcitläufftiger Tractat de la curiosité,den er 1672, da er sich nach Schwerin zu dem Hcrtzo-ge von Mecklenburg Christian Ludwig retirirt, vordiesen Printzen geschrieben, und worinne viele dieBau- Bildhauer-Mahler- und Kupffcrstecher - Kunst,ingleichen die Medaillen betreffende nützliche Reflex'pions enthalten seyn sollen. Sonst hat er auch dieVorrede zu Car. Patitti famil. romanis geschrieben.

LOMER

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