LORET
LORIA
2'5Zi
• warVmc.Viviani Schüler, der in der Art der Alten,durch Linien zu demonstriren, sehr geübt war. Erwurde, da die Groß-Hertzogin nachFranckreichgieng,ins Gefängniß geworffen, dariune er über 20 Jahr
• keinen gelehrten Mann zu sehen und keinDnch zu lesenbekam. Damit er nun das nicht vergessen möchte,was er aus dem Euclide uitbApollonio gelernct hat-te, brachte er solches zu Papier. Weil er sich aber
' sonderlich auf bieConica befliesse, übertraf er Apollo-Nil und Viviani Erfindungen von dieftn Materien,und schrieb 12 Bücher de conicis & cylindricis sectio-nibus. Nach seinerBefreyung legte er sich auf höhe-!re Dinge, und schrieb etliche exercitationes geometri-cas, davon die erste unter dem Titel exercitatio geo-rnetrica, in qua agitur de dirnenstone omnium coni-earum seÄionum, curvx parabolicx curvxque su-perficiel conoidis parabolici &c. zu Florentz 1721
zum Vorschein kam. DerAutor aber starb den 24 April1721, als diese Dissertation noch unter der Pressewar. NZ.
LORET (Match.), siehe Lauret.
LORIA ( jechiel ), ein Nabbine, von deutscher Amkunfft/imAnfange desipSeeuli, gab R. tleajh-isbenAccari nvm 'o zu Venedig 1601 in 4 heraus. W.
LORIA, oder Luria, (Isaac), ein Nabbine, gebührenzu Jerusalem 15Z4, war aber »ach seiner Familiedeutscher Ankunft, weswegen er auch Germanus gvnennet wird. Die Juden halten ihn besonders hoch,und geben vor, daß ihn der Prophet Elias nicht nurselbst beschnitten, und alseran demNilo ein Einsied-ler-Leben geführet,seiner Conversation gewürdigt, son-dern auchsogarznmöfftern indenHimmel mitgenom-men, und endlich nach Zapheta, um dem Lhajim Vitalseine Weisheit mitzutheilen, abgeschicket, wo er aber,weil er mit den kabbalistischen Geheimnissen nicht alsoan sich hielt, wie es wohl der Sachen Würdigkeit er-fordert hatte,erstlich seinenSohn verlohren,uud sodannauch selber 1572, in dem g 8 Jahr seines Alters sterbenmüssen. Er hat den Lhajim Vital in'drr Cabbala un-terrichtet, der auch nach dessen Tod mit Zuziehung sei-ner andern Mitschüler eine Collection von allem, wassie aus Lsriä Prälectionibus behalten tmb no tiret,zusammen getragen, welche Sammlung Iosua dentlun, Archijynagogus zu Zaphet, endlich durch vielesGeld an sich gebracht, von dem sie hernach weiter be-kannt gemacht worden, indem er 100 Schreiber dar-zu gebraucht, deren ieder 6 Bogen abcopiren müssen.Esführet solch weitlänfftig Merck den Titel Arborvit* ex Gen. II, und ist in 6 Tomvs abgetheilt, da-von der erste thésaurus vitx 2i Dissertationcs Hat, derandere unter dem Titel dill«rtati«nes aus4 Büchernund;i Dissertationen bestehet, der dritte und vierte
áe meditationibus in precibus festorumque celebra-tione adhibendis in 95 Dissertationen handelt, derfünfte de revolutionibus und der sechste liber colle-ctaneorum betitelt ist. Es hat aus solchem WerckeLhrlstianàorr aRosenrsch in seiner Oabbala de-
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nudata verschiedene Tractate dem Druck überlassen ;und in der oppenheimer Bibliothcc lieget eine Colle-ction von den Büchern im Manuskript, welche unterLsriä Nahmen bekannt, und zum theil im Druck her-aus sind. Beym Schalschclcth stehen sie in folgenderOrdnung verzeichnet, nemlich homo restus exEccles.VII, 29, so ein kabbalistisch Buch ist,undvon8ephl-roth Handelt > homo primus oder de mundo infor-mi; de revolutionibus anima:; via veritatis obct cor-rcctiones & emendadoncs Lorix in Zoliar & Tikku-nim ; via arboris vitx; dislercadones; Zoharnovus;Eber meditationum, so Most Ceint* zu Venedig 1624in 4 edirt z liber meditationum f. intentionum prior& poste rior; fundamenta f. regulae doftrinarumeab-balisticarum ; régula parva; régulas sapientix; ta-bula s. arbor cabbalistica ; scripdo Dei ; curatio s*medela animx; tractus arboris viere; fructus arbo-ris vitx ; mensa instrufta ; initium sapientiie ; con-stitutiones sabbati ; ordinatio s. constitutio precatio-nis vrnj n^p Mojis Coräucri nebst andern mehr ;wie denn ausser angeführten in der oppenheimer Bi-bliothec noch unter andern folgende im Manuskript
befindlich, als eommentado de anima hominis ; dis-sercaciones; doctrina de emanatione ; collectranea;panis de cœlo; consuetudines s. institutio, wie manvon frühe an bis man zu Bette gehet, sich verhalten
solle y expositio precum ; exposicio hymnorum sab-baticoruni; expositio Haggadx paschaiis; comment.
. in Tikkunim ; correctio s. inftrufHo scribarum cab-balistica; comment, in tres paraschas libri Numero-rum &c. Eine ausführlich ^Beschreibung aller Schn'ff-ten, die in obgedachttn6Tomis stehen, trifft man inChrist. Knorrii a Rojhitoth Cabbala denudata ist derprxfat. T. II ail. W.
LORICH (Georg.), ein JCtusvon Marpurg in Hes-sen, aus derandernHelfte des 16 Scculi,wurde in ver-schiedenen Gesandtschafften gebraucht, und durchrei-seteDännemarck, Schweden,Preussen und Polen,wardendlich hollstcinischer geheimer Rath, und schrieb en-chiridion arrestorum & represliüorum ; Consilia 2materiam vindicationis Germanomm in exteros, sa-crum romanum Imperium non recognoscentes, ex-actiíîìme tractantia, quibus prxter jus superioritatisImperii romani, arrestorum Srreprestàlíarum jura ab-unde explicantur, mit Zusätze»,nebst einem besondernTraktat de vindicadone Germanorum in exteros, zuBasel in 8 heraus gehen lassen. Man hält ihn mitden, Lorichio, dessen Jac. Typotitis in not. de regnoSuedx gedencket, und der auf des Königs Iohannisin Schweden Befehl zu Dantzig in der Vorstadt ge-fangen genommen, nach Schweden gebracht,und nach-dem man ihm Arm und Bein zerbrochen, die Zun-ge ausgestchnitten, die rechte Hand abgehauen, zumSpectackel aufgehenckt, aber bald wieder herunter ge-nommen und decolliret worden, vor einerley. Mol.
LORICH (Jo.), von Hadamar, hat sich in seinen jun-gen Jahren durch die Poesie grosse Hochachtung er-worben, nachgehends aus Liebe zum Vaterlande
Kriegs-