Band 
Zweyter Theil D - L.
Seite
2539-2540
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2,-z9 LOTH LOTICHIUS

Medicinä Doctor, 1650 zuKönigsberssMedic. Prof.eptraord. und Adjunctus Facultatis medica, 1655Professor ordinarms und 1622 primarius, starb 1684den 22 Febr. als Recror maZnificus, nachdem er 6econragio febrìil & variolorum Regiomonti graíîiii-te 1656, disp. de plica, de hepatis structura, de cho-iera geschrieben. Arnold.

LOTH (Lud. Bertrand.), ein niederländischer Domini-caner von St.Omer, lehrte die Philosophie und Moral-Theologie, wohnte i644alsDiffinitorftinerProvintzder Ordens-Vcrsammlung zu Rom bey, wurde 1646DoctorTheologiä, und starb als Prior zu St.OmcrdenizOct. 1652. Seine Schriffttn sind: reiblutio-nes theologicse illustrium difficukatum contingen-tium in Belgio; philofophia ad mentein S. Thomx;super universam S.Thomse lummain 5 Voll. von de-nen aber nur das erste gedruckt worden. Sonst hat erauch Did. Alvarez Responlionumlibrum 7; Suinmu-lusjso.aS. Tboma; Franc. Arauxo opuscula triparti-ta; Jo. de la Cruz directorium conscientise , undGuil. Pepia exposicionem in Genesin herausgegeben.Ech.

LOTH ARIUS, ein alterGlossator deslatenSeculi,vonCrcmona, lehrte von 1188 an zu Bologna.die rö-mischen Rechte, nebst 2>;one, dem er bey aller Gelegen-heit den Rang abzulauffen suchte, war ein grosser Lieb-haber vomFrauenzimmer, und lud, alser und2i;c> ineiner gewissen Streit-Sache, die eine wohlgestalteWeibs-Person mit angieng, zuSchieds-Lcutcn erwch-let wurden, diese selber vor; behauptete wider 2i;c>-nem, daß dem Kayser allein das me.ru> n Imperiumzuständig sey, welches Hcnrico VIdermalen wohl an-stand, daß er ihm sein Pferd scheuchte, dahero 2 ;osoll gesagt haben : dixeram scguum, sed perdidi equum.Er wurde endlich Bischofs zn Dercelii, und 1207 durchHülffe des Kayscrs Ertzbischoff zuPisa, auch 12 i ; Pa-triarch von Jerusalem, wobey doch Jnnotenrms IIImit ihm nicht zufrieden war, daß er die Meinung,alskönten die geistlichen Personen sich ihres ordentlichen 'Gerichts begeben, und vor weltlicher Obrigkeit stehen,behauptete, auch sonst dem Pabste viel Eingriff that.Er schrieb Glossen über das Jus civile , so aber vonden Alten wenig angezogen worden, kan?.. Ug. Ar.

LOTH ARIUS (Joh.) , siehe Innocentais III.

LOTHER, oder Lotter, (Gabriel), ein Thcologttsvon Leipzig, allwo scin Vater Anton Bürgermeistergewesen, ward daselbst 1620 Licentiat, und 1622D0-ctor Theologia, und schrieb diíîèrt. de peccato origi-nis contra Photinianorum in hoc articulo blasphe-mias ; de merico Christi universali, s. satisfactione

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chü Groß-Dater, hat zu Wittenberg den Gmnd sei-ner Studien in der Philosophie und Theologie geleget,und sich mit Philipps Melanchthone bekannt ge-macht; nachgehcnds zu Heidelberg in Magistrum pro-moviret, und ist von seines Vatern Bruder, PetroLocichio, dem Abte zu Schlüchtcrn,in dem Hanaui-' scheu, der Kirchen und Schulen vorzustehen, beruffenworden. Er trug ein grosses Belieben zur Poesie,ver-fertigte einige Wercke, wolle auch seines Bruders pé-tri II Lotichii Gedichte heraus geben, starb aber dar-über i;68. Er. B.

LOTICHIUS (Jo.), ein DoctorJuris, von Hikdes-hcim, allwo er auch Professor Juris am Gymnasiogewest, schrieb unterschiedene Oiipp. als detransactio-nibus, und andern juristischen Materien, und starb den2; Mart. i6;o, im 2; Jahr. W, d.

LOTICHIUS (Joh.Petr.), einMedicus,HistvricusundEnckel Lhrisckanl, gebohren 1598 zuHanau,gabanfangs zu Rintcln, und letztens zu Marpurg einenöffentlichen Lehrer der Arsineykunst ab, war KayserFervinansi III Historiographus, stand zugleich alsLeib-Mcdicus bey unmlchicdcncn deutschen Fürstenin Bedienung, und starb 1652, oder vielmehr wie ausdessen Briesen erhellet, weit spater. Seine Schrifftensind.' Coniiliorurn & oblervationum medicinaiiumlib.V; mct. de casei nequiiia ; commentarius mPe-tronium, darinne er sonderlich die mit derArtzneyknnstverwandten Stellen zu erklären beniüher ist, welchesMerck er weit vermehrter in folio heraus geben wolte,aber dazu keüwn Verleger fand; degumrm.utvocant,gotta, s. laxativo indico , welcher Traetat in dem zuFranekfurt 1626 heraus gegebenen dispensutoriochymico anzutreffen; gynaecologia, st de nobilitate& peisectione sexus feminin! ; bibliotheca poeticaPart. IV ; historia Holofernis & Judiths tlt heroi-schen Versen; epigrammatum centurie 2, welche ernach (Best«fei Bericht dem Landgrafen von Hessen,Manrikio, di dichte, der ihm aber stat einer Beloh-nung.ein ander Epigramma, welches er verfertigt, da-gegen schickte; rerum germanicarum lub Matthia &Ferdinandis II & III ab an. 1617 ad an. 1643 com-mentarii, in4tomis infol. ; vita, obitus, 8c mémo-rabilia Imperatorum romanoruin a Julio Cactare adFerdinandum II ; 1er. Domus austriacae Imperatores,reges, impératrices tarn elegidiis, quam prosa libb. 4descripti; libri XIII epistolarum viror. clariil seistlustr. ad se datarum ; Petri Lotichii, abbatis solitarien-sis, opuscula; poemata Jo.PetriLoticbii Lc (IbrißianiLotichii, it.st.m. Joh.Hagius in vitaPetriLotichii H>Ad.B. Nie.

pro omnibus omnium hominum peccatis prsestita ;de formula Concordiae. Ein anderer gleiches Nah-mens war anfangs Pfarrer zu Wolbach bey Schöneckim Vogtlande, und ward hernach 1690 Pastor zu Leub-nitz,planischer Inspection.

LOTICHIUS (Christian), einTheologitsundPoete,petri Lotichii Sccundi Bruder, und Joh.Petr. Loti-

LOTICHIUS ( Petrus), ein Abt des Denedictincr^Klosters zu Schlüchtern in der Grafschafft HanaU/P-bohren 1501, studirte zu Leipzig, waranfangs inftünein Kloster Priester, muste aber 1525 bey entstand^nem Bauer-Kriege entfliehen, worauf er nachgehendszum Superintendenten, und endlich zum Abt erwehrlet worden. Er richtete in seinem Kloster eine Schis

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