Band 
Zweyter Theil D - L.
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2541-2542
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254 i LOTICHBUS LOTTER

le auf, dämme die Jugend mit möglichstem Fleissezurlutherischen Lehre angeführet wurde, und 1543 ficnger an zu reformircn, schlug auch das Interim anzu-nehmen großmüthig ab, und schrieb eine gelehrte la-teinischeEpistel an den Abt zu Fulda, wegen der Kir-chcn-Resoruiatiou; verfertigte auch viram Theodor,';commenraria in Apocalypstn ; predigten über denPrediger Salomo, n.a. m. welche opulcà 1640 zuMarpurg in 8 zusammen gedruckt worden, worauf er1566 den 28 Octobcr, oder 1567 den 3 Julii gestor-ben. Fr.

LOTICHIUS (Petrus), einModicus,warLhriftia-ni Bruder und des vorigen Pctri Brudern Sohn, zubesten Unterscheid er den Nahmen Secundus angenom-men. Er ist zu Schlächtern im hanauischen Gebiete1528 den 2 November gebohrcn worden, hat sich zuMarpurg in der Philosophie, Dicht-und Rede-Kunstsehr wohl geübet, ferner sich nach Wittenbcrg bege-ben, und darauf wegen vieler Unruhe Krieges- Dien-ste genommen, welche er aber des f-lgcnden Jahresqvittiret, und zu Wittenbcrg Magister worden. Hier-uechst rcisete er nach Franckreich undJtalien,woselbstihm rin Liebes-Tranck beygebracht worden, von dessengefährlicher Wiràng er alle Jahr in der Herbst-Zeiteinen sehr beschwerlichen Paropysmum ausstehen müs-sen, promovirte in Doctorcm Mcdicinä, und wurdedarauf 1558 zu Heidelberg zum Prosessore Mcdicinäernennet, woselbst er i;6odcu7Nov. uuverhcyrathetgestorben, und einige Gedichte, als: Carme» i» »u-ptias Joannis Guilielmi, I)ucis Saxoniae 8c SusannsDorotheae, Friderici, EleftorisPalatini, silias; inna-talean Christi ; elegiarum librum 8c carminum libel-lum ad Stibarum, Equirem Francum; eclogam dedomibus saxonica Sc palatinn, dicIoach. LcUcrbeson-ders 1682 zu Leipzig mit Anmerckungcu in 8 ediret,sonderlich aber eine Elegie ad Camerärinm, darinneerbte Zerstörung der Stadt Magdeburg rooJahrzu-vor prophezeyet haben soll, welches aber irrig ist, hin-terlassen. Er pflegte offte zu seinen guten Freundenzu sagen: Extra Academias non esse vitam. SeinSymbolum war: Simpliciter line strepitu. Ich.-Hagius hat dessen Leben sehr schön beschrieben, welches1586 und 1603 zu Leipzig nebst dessen Gedichten ge-druckt worden. Kvrtbolt in dissert. utrum Lotichius

.obsidionem urbis Magdeburgi preedixeric? Ad. B.Nie. Heumann in Poecile.

LOTSALDUS, siehe jorsaldus.

LOTTELLO (Joseph), ein Dominicaner von Scil-la oder Sqvilache aus Calabnen, ist Doctvr Thcolo-giä gewesen, und hat 1668 zu Monte Leone m 8 heraus

gegeben il eompendio deEa vita e morte B. Rosa dt S,Maria, welches der P. Anton Goumlcs öd Peru ehe-mahls lateinisch geschrieben. To.Ech.

LOTTER (Gabriel), siehe Lother.

LOTTER (Tob.), ein würtcmbergischer Thcologus,gebohren zuAugspurg i;68dcn lyOctobecstudirtezuTübingen, ward daselbst Magister, und 1591 Diaco-(öelehrr. Lerne. T. II.

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nus allda, folgends 1596 Special - Superinkendensund Stadt-Pfarrer zu Lconberg, 1598 Special-Su-pcrincendens und Spital-Prediger zu Sturgard, 1608Consistorial-Rath und Stissts-Prediger dastlbst, und1612 Doctor Thcologia. Anno 1620 reformirtc erdie Kirche in Brentzthal, und starb 1631 den r^Dcc.Seine Schrissteu sind: Bericht von Wettern ünöhageln 3 vou Lomcten; von den Motiven öer Apo>ftasiezur römischen Rieche, oder nothwendigen Be-richt auf die' Motiven, warum pfaltzgraf Wolf-gang ;u bceuirurg caeholisch worden; Predigten.XV, d. Fi.

LOTTIERI (Gabriel), ein Clericus regularis vonNeapolis, lebte um das Ende des 16 und Anfangdes 17 Scculi, verfertigte Orariones und Eoigram-mata, wie auch eine Litaucy zu Ehre» des heiligen ja-miarii. To.

LOTTIERI (Matthäus), ein Neapolitaner von So-lofra, war Doctor Theologia, Prior des Augustiner-Klosters zu Neapolis, Provincial seines Ordens indiesem Königreiche, wie auch hernach in Sicilien, undgab 1626 heraus Libro dein privi/egii, gratie <js in-dulgenze, conccße dalla flicrofauta Jede apoßolica alltPadri,fratri,monache maitteäate, c centuriati dcW uno& altero feßb, delT ordine eremitano , del P. S, Agofti-no, e sua madre S. Monica To.

LOTTINUS (Johann Francisais), hat Propoßtioniovero ccmfidcrationi inmateriadicoß di Stato ; wie auchDiiT. de iacris Cardinaiium Comitiis, s. de Conclavi

geschrieben; von denen die erster» 1588 und 1608,nebst Fr. Gvicciardim und Franc. Sansovini Tra-ctaten gleicher Materie, zu Venedig in 4 aus Lichtgetreten; die letztere aber Hcrm. Lonring-i6;r sei-nen Commentariis historiens deelectioneUrbani Vlil8c Innocentii X, Pontisicum, einverleibet.

LOUAIL (Johannes), ein Franzos, von Mayenne,in der Grasschaft Maine, gebürtig, war ein Priester,ingleichen Prior von Auzay. Der Cardinal vonNoaillcs wollte ihn gerne bey sich haben, und trugihm die Stelle eines Bibliothecarii an, er schlug abersolches aus, weil er bey keinem Prälaten in Dienstenseyn wollte, starb zu Paris den 3 Mertz 1724, undhinterließ Hißoire du livre des réflexions morales fui-te nouveau tefament & de la Constitution Unigenitus,

welche nach seinem Tode 1726 in einem starcken Qvart-Bande und in 6 Tonus in 12 zu Amsterdam aus Lichtgestehet worden. Ueber dieses aber hat er zugleichmit der Mademoiselle de Joncoux, weiche einige un-recht de Joncour nennen, die Histoire abrégée du Ja «-neverfertiget; und deren französischeUcbersetzungvon des Wenörockü oder Nicole Noten zu den Let-tres provinciales vor der Ausgabe genau eorrigiret.Einige habe» ihm noch gewisse Mémoires von den Mis-fionariix itt China beylegen wollen, davon aber keineGewißheit vorhanden. HL.

LOVATELLI (Bippolitus), ein italiänischer Hmmanist, gebohrcn 1674, wurde anfangs zur Rechts.

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