LOVATUS
LOUBERE
LOVE
LOVERA
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Geiechrheit angehalten; folgte aber, weil er vor sichVermöge» gcuung hatte, seiner Neigung, und legtesich auf die Poesie, wie auch die lateinische und ita-liänische Sprache, derer beyder er in kurtzer Zeit voll-kommen inächtig ward. Er wollte seiner Familie zugefallen, niemals heyrathen, nahm aber in seiner Da-ìcrsiadr dir ihm angetragene Stelle im Rathe an, undwurde in viel italiänischen Académie» zum Mirglicdrernennet. An. 171z kam sein Buch CUaada olimiazum Vorschein, welches seines historischen Inhalteswegen hochgeschätzet wirb. Er arbeitete fleißig ander Historie der vornehmsten Geschlechter in seinemVatcrlande, wurde aber an deren Vollendung durchseinen Tod verhindert, welcher 1729 nach einer lan-gen und beschwerlichen Kranckheit erfolgte. Gi.
LOVATUS, ein ICtUsund PoctczuPadua um 1 g io,verfertigte eine Beschreibung der Stadt Padua, brach-te auch einige historische Nachrichten von deuGvclftnund Gibeliinen zu Papier. Ea.
de la LOUBERE (Simon), ein Mitglied der Acadé-mie des Inscriptions zn Paris, gebohren zu Toulou-se, allwo sein Vater bey dem Presidial eine der wich-tigsten Chargen bediente, im Mrrtz 1642, legte dieersten Gründe seiner Studien bey den Jesuiten in sei-ner Vaterstadt, begab sich aber darauf nach Paris,woselbst er insonderheit dem Frauenzimmer fleißig auf-wartete, und demselben zu Gefallen viele Arien undLieder verfertigte, welche bald darauf von den bestenMnsicis in Roten gesetzt wurden. Als aber die Opernaufkamen, welche den meisten besser gefielen, nahm ersich ernsthaftere Dinge vor, machte sich insonderheitdie Rechte und das Interesse verschiedener Printzen inEuropa wohl bekannt, und wurde hierauf von demnach der Schwelst gehenden französischen Ambassa-deur, Mr. de Saint -Romain, zum Secrctario ange-nommen. Nach seiner Wiederkunft wurde er 1687von dem Könige als Envoyé extraordinaire nachSiam geschickt; da er denn genaue Kundschaft vondiesem Lande einzog, ob er sich gleich nur etliche Mo-nate darinnc ausgehalten. Als er nach diesem einegeheime Commission in Spanien und Portttgall aus-richten, und gleichsam den Grund legen sollte, daßdiese beyden Höfe von der Allianz mit dcir Engellan-dern abgezogen werden könten, wurde er, weil manseine Absichten entdecket, z» Madrit in Verhafft ge-nonrmen, und nicht eher in Freyheit gesetzct, als manin Franckreich die daselbst befindlichen Spanier gleich-falls in Verwahrung gebracht. Als er von bannenzurück gekommen, hielt er sich insonderheit an denGrafen von pontehartrain, dessen Sohn, welcher be-reits die Anwartschaft aus das Staats-Srcretariatseines Vaters hatte, er auch in den Wissenschaftenübte und feste setzte. Man gab ihm 169g eine Stel-le in der Académie francoise, wozu er noch in dem fol-genden Jahre einen Platz in der Académie des In-scriptions und belles Lettres bekam. Nicht langedarauf that er aus Liebe zu fernem Vaterlande eine
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Reift nach Toulouse, richtete allda die seit langerZeitins Abnehme» gerathene Académie des Jeux floraux,wovon er selbst ein Mitglied wurde, wieder aus, undheyrathete hicrnechst, ob er schon bald 60 Jahr altwar, eine von seinen Anvcrwandcinncn, welches ihn.nebst andern bewog, sich in Toulouse nieder zu lassen.Hieftlbst brachte er seine Zeit theils in Gesellschaft,theils aber und vornemlich mit mathematischen, poe-tischen, und andern Studien zu, bis er endlich aufseinem Schlosse la Loubcre, in der Diöccs vonRicux,den 26 Mertz 1729 mitTode abgieng. Man hatvonihm eine Relation unter dem Titel: Du royaume deSiam, in 2 Voll. in 12, und killen Tract, dela réso-lution des équations & de VextraBion de leurs racines.JHiíìr.
LOVE (Christoph), ein presbyterianischcr Prediger inLonden, su Zecken Earoli 1 , gebohren 1617 zu Caer-diff in der Landschaft Clamorgan, stndirte zu Oxford,und war anfangs Prediger auf dem Lande bey Wind-sor, schrieb im Englischen äs omniprieseutia Dei ; deAngeiis; Iegatum peccatoris posteriruti relictum;de statu naturali hominis ; de aicenilone Christi incœhim ; cordiale animas ; de vocatione Je electione,und noch viel Tractate niehr, so meist in Predigtenbestanden, und theils eintzekn, theils auch zusammengedruckt und ins Holländische übersetzt 1664 zu Am-sterdam in fol. gedruckt sind ; wurde aber, weil er her-nach Carolum II in Engelland rüsten wollte, unterLcomwellen i6;i, 22 Aug. enthauptet; wiewol diePresbytcrianer vorgaben, es wäre ihm zu viel ge-schehen, weil sowol gleich bey Verlesung seiner Sen-tentz ein erschrecklicher Dvnnerschlag gehört worden,als auch den gantzen Tag nach seiner Execution sehrschwere Gewitter entstanden. Wo.
LOVELACE (Richard), ein reicher englischerPoete,aus Kent, war bey Mann-und Weibs-Personen an-genehm, diente unter Larolo I als Fähndrich, undhernach als Capitain in Schottland 16Z9, warb dar-auf ein Regiment vor den König in Franckrcich, undwurde vor Dupnkirchen 1648 bleßirt; kam aber dar-über hernach in Engelland ins Gefängniß. Weil ernun bey seiner Loslassung starcke Caution stellen müs-sen, und sonst von seinem Vermögen grosse Depen-ftn zu Dienste des Königs gemacht, gieng er endlichals der ärmste Bettler in zerlumpten Kleidern, undstarb also 1658, nachdem er einige englische Gedichteunter dem Titel Lucaßa, lr. Amarantha hinterlassen.Wo.
la LOVERA (Anton), ein Jesuite aus Langvedoc,gebohren 1620, war Rhctoriees, Mathematices, hc-bräa Lingvä, Philosophiä und Theologiä Professor,
schrieb de quatlratura circu/i & hyperholis fegmen-torum libros quinque; de cycloide libr. VII; re-sponsionem ad dieses apologericas contra P. An Da-tum de mente concilii tridentini circa gratiam effi-cacem & f cientbm mediam ; ließ auch Unter andernim Manuscript: Opuftulum de maceria probabili,
und