Band 
Zweyter Theil D - L.
Seite
2575-2576
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L U D O L F

LUDOLPBUS

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und war gar willens deswegen eine Reise nach Afri-cam zu thun, gab scholam latinitatis ; historiamsthiopicam; epistolam aethiopice ad univerfam Ha-besiinorum genremscriptara ; libellum de bellotur-cico féliciter consiciendo ; epistolas samaricanas 8i-ehemitarum ad enm scriptas euni sua version e & no-tis; specimen commentarii in historiam éthiopi-cam; commentarium in historiam sthiopicam; ap-pendices» ad historiam œthiopicam; dist'ertationemde locustis anno 1693 immensa copia in Germaniavifis; grammaticamamharicœ lingué; Lexicon am-harico-latinum; Lexicon éthiopico-larinum ; gram-matical» aethiopicam; Psalterium Davidis aethiopice& latine; sciagraphiam historia: aethiopicoe; novamrelationem de hodiernoHabeffiniae statu, additisepi-stolis regiis ad societatem Indié orientalis ejusqueresponfione, cum notis; grammaticam rusticam ; ju-dicium de Anonymi epistola ad amicum super novaetymologia hebraea, so in Tenzels monatlichen Un-terredungen 1693 stehet; Bedencken über die fchcry-und ernsthafftcn GeSanckcn; allgemeine Schau-Bühne der Welt in 2 Tvmis, dazu Christian Jan-cker nachmahls noch den 3teil und 4ten Tomum ge-than ; Confeffionem fidei Claudii régis TEthiopi*herauü, und starb 1704, 8 April zu Franckfurt amMahn. In der historischen Nachricht von LhoadjaMorado äthiopischem Gesandten nach Bataoien, wel-che Herr D. Joh. Dietr. wincklcr den Dilsert. desLud. du Four von Longuerue beygefügt, stehen Aus-züge aus ein Paar Briefen des Ludolfs an Melch.Leydestern und dieses an jenen. Christian Junckerhat 1710 zu Leipzig Cöpimentar. de vita , scriptis &meritis Jobi Ludolii heraus gegeben, bey welchemman Ludoljss ipecimen lingu* hottentotcies findet.Nie.

LUDO IF (Hiob), eilt ICtus, und des Vorhergehen-den Hiobs Brudern Sohn,gebohren 1649, 27Febr.zu Erfurt, fludirte daselbst und zu Jena, that eineReise nach Dänemarck und Schweden, legte sich da-bey sonderlich auf die Mathesin, wurde 1683 zu Er-furt.Zlssessor Facultatis philosophicä,wie auch in ebendiesem Jahre Professor Mathematum, worauf er imfolgenden Jahre Magister, und i6y4Doctor Juris;dabey aber 1683 Stadt-Vogt, 1636 Ober-Marckt-Herr, 1689 dritter Raths-Meister, 169; andrerRaths-Meister und 1710 älterer Bürgermeisterwurde. Er war auch einige Jahre Assessor'des evan-gelischen Ministern, und versähe das Vorsteher-Amtnebst der Oeconomie des grossen Hospitals von 170;bis 1703; worauf er ,71t den j Fcbr. verstorben.Er wendete viel Fleiß auf zwey Erfindungen, davonüber keine zu Stande gekommen. Die erste war,daß er die Lotterien in Deutschland einführen, undauf einen andern Fuß, als die holländischeil waren,setzen wollen, davon er 6 kleine deutsche Schrifftenheraus gegeben. Die andere Bemühung gieng da-hin, die Quadratufani circuli 51t. flnbert. Er meinteverschiedene mahle auf dem rechten Wege zu seyn,

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fand aber iederzeit bey genauerer Untersuchung selbst,wo etwa ein Versehn mit untcrgelanffen. Endlichgeschahe es kurtz vor seinem Tode, daß er gewißglaubte, hinter solch Geheimniß gekommen zu seyn.Zu dem Ende ließ er ein Schema in Kupfer stechenund solches nebst einem kurtzen Bericht davon, Sonn-tags an die Kirch-Thüren anschlagen. Allein we-nig Tage hernach zeigte ihm eine in der Machest ge-übte Person den Ungrund seines vermeinten Jnventi,wie er im Caieulo geirret habe. Seine Schrifftensind: cometa qui A. C. 1680 horribilicer apparuit,cum integro suo cursu représen tants ; Tetragono-metria tabularia; -Haupt » Cractat der invcntirtcn,allgemeine», cominuirlichcn und allbereit ;um Ein-fang mrd Wirklichkeit gebrachten Armen-Verlo«jung um ioöo Rchlr. ; unvorgreifliche Meinung,wie an: gründlichsten, sichersten und beständigsteneine continuirliche Zeitrechnung oder Lalcnder ein-zurichten, zu verbessern und zur Vollkommenheitzubringe» sey; abgcnöthigte Widerlegung dervon einem Anonym» so intitulirten und in Utopiegedruckten, gründlichen und genauen Untersuchungvom Anfange des herannahenden Jahrhunderts.Mor.

LÜDOLPHUS, oder Luitolfus, ein Presbyter ausder andern Hclffte des 9 Seculi, hat in 2 Bücherndas Leben 8.8everi, Bischoffs von Ravenna, beschrie-ben, welches bey dem Bollando T. I stehet. Fa.

LUDOLPH de Emynghen, stehe Ludolph de Grö-ninga.

LUDOLPH de Gröninga, ein niederländischer Do-minicaner-Mönch, von seiner Vaterstadt zugenannt,studirte zu Löven, wurde nachgehends izag Lector derTheologie zu Groningen, und ließ allda eine Dispu-tation drucken : utrum Christus benedictus ab horasus nativitatis facerdos iimul fuerit & Imperator,atque an hoc sua meruerit passione. Er scheinet mitLudolpho de Emynghen, welcher um 1535 General-Prediger gewesen, einerley zu seyn. Feh.

LUDOLPHU8, obtt Leutholfus, de Saxonia, oderSaxo, ein berühmter Mönch im 14 Seculo, war, wieman aus seinem Nahmen urtheilet, aus Sachsen ge-bürtig, ob man gleich davon keine nähere Umständeanzugeben weiß. Er begab sich um das Jahr 1300in den Dominicaner-Orden, und that sich sowohldurch seine Frömmigkeit, als Gelehrsamkeit hervor,Ward aber endlich, nachdem er 26, oder, wie anderewollen, 30 Jahr in demselben zugebracht, um seineBetrachtungen desto ungehinderter fortzusetzen,einCar-thäuscr, da ihn denn seine OrdensBrüdcr zu Straß-burg nicht lange darauf zu ihrem Prior erwählten.Die Zeit und der Ort seines Todes ist ungewiß, im-masscn einige dafür halten, daß er zu Mayntz, andereaber, daß er zu Straßburg gestorben. Seine Schriff-tcn find : vita Jesu Christi, e sacris 4 Evangeliorumsanstorumque patruin fontibus derivata, so Offs aus-gelegt, auch in das Italiänische und Frantzöslschk