Band 
Zweyter Theil D - L.
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2573-2574
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15 57 / nebst andern Traktaten gleicher Materie/ zuVenedig in 8 heraus gegeben,von LUDOLF (George Melchior), ein JEtus, ge-bohren 1667 den 2 Mertz zu Erfurt, allwo sein Va-ter Bürgermeister und churfürftlich-maynzischer Re-giern ngs - Rath war. Er lernte die lateinische. Sprache mehr durch Uebung und Gewohnheit alsnach Regeln, ftudirtc in seiner Vater-Stadt und zuJena, gieng darauf mit seinem Better dem eisenachi-schen Geheimden-Rakh als Secretair »ach Wien,und verblieb allda bis 1685. Es wurde ihm dar-auf eine Secretair-Stelle bey einem Fürsten ange-tragen, der in Kriegs-Diensten war, die er auch an-nahm, mit solchem nach Wien, und 1689 nach Un-garn in das kayserliche Lager gieng. Er wurde dar-auf von seinem Fürsten nach Augspurg gejchiclt, wo-selbst sich damahls der kayserliche Hof, wegen Crö-nung des römischen Königs aufhielt, und verblieb all-da bis 1691. Nach seiner Zurückkunfft ward er beydeni Hertzog Johann Wilhelm zu Jena Secretair,darauf bey dem Hertzog Johann Georg zu EiftnachGeheimder-Secretair, 1697 bey Hertzog JohannWilhelm Hossrath, 1711 Doctor Juris, wie auchBeysitzer des Reichs-Cammer-Gerichtes zu Wetzlar,wobey ihn der Kayfer in den Adelstand erhob. Erstarb zu Wetzlar 1740 den i Februar, und seineSchrillte" sind : schediafma de comitiorutn statu ;Tract, cie inrroductione juris primogenirorum ; tr.de jure fœminarum illustrium ; delineatio juris

cameralis; fymphoremätaconsultatiomimScdecisio-num foreniium in drey Bänden; variarum obier-vationum korenlium partes rres cum supplementc ;nova collestio rerum in augurto canierali judiciodecifarum; knrtzer Begriff aller dc« H. römischenReichs Churfürsten, Fürsten unO Stände Privile-gien de non appellando nnd trag denst'lbe» an-hängig; der jüngere Reichs - Abschied ;u Rcgcn-spurg de an. 1654 in kuryen doch deutlichen Sum-marie» vorgestellet; schlendrianus celebrium pra-cticorum- magister, unter dem Nahmen WilhelmFranckcnberg, welches Buch hernach auch unter demTitel idea phiiosophiae limulatK non verx in scientiajuris 8c forenst deutsch heraus gekommen, und demTr. de statu cameralis judicii beygefügt worden;dissert. de jurisdictione «fficialium in causis civili-bus ; Concept der neuen kayferlichen und Reichs-Cammer-Gerichrs-GeSnung; Collectio quomndamprovinciaJiuin 8c urbium Germanise; in coHoquüstkmiliaribus de statu cameralis judicii in imperioíupremi ad ord. cam. partis primae titulos potioresmeditatioues acroamaticte unter den Nahmen Mo4e-ßini 8c Pompomi; historia sustentationis judicii íu-premi caméra: imperialis, ist deutscher Spracht; I.A. Gerhard« Unterricht, wie die Processe an beydenhöchsten kayserliche» Neichs-Gerichken wohl ein-undauszuführen, mit Anmerckuugeu; Discouru von ge-genwärtigem Reichs-Tage ;u Rcgcnipurg. Sokamen auch durch sein Anrathen und Bemühen Ele-

storum juris publici Tomi duo heraus. Er hatsein Leben selbst beschrieben, welches nach dessen TodeHerr D. Christ. Aug. Heumamr mit einer Vorrede. in lateinischer Sprache 1740 zu Göttrngen herausgegeben.

L U ÜOLF (Hieronym.), ein Sohn des jungem -HiobLudolfs, gcbohrcn 1679 den zo April, zuErfurt, stu-dirre daselbst erst Theologiam, hernach Jura und end-. lich Medicinam, trieb solche zu Jena weiter, disputirte

, 170z zu Erfurt pro Licentia, de Elephantiali in bri-ch iv obiervata & decenter curata, prackicirte daraufzu Eißleben, wurde Hernach Doctor, zu Erfurt, 1706Professor PHilosopHià und Assessor eptraordin. inCorpore maieristico, 1711 Professor ordinär. Mathe-matum, 1715 Medicinä Professor und Assessor extra-vrdin. 1717 Assessor ordnn und Professor Ehymia und1727 Professor Anatomia, Chirurgtä und Botanices,wobey er 1720 das Pradicat eines churfürstliche«Raths und Leib-Medici erhielt. Er starb 1728 den27 Febr. und sein ältester Sohn, -Hiob Philipp S-u-dolff, Philosophiä und Medicinä Doctor, fuccedirteals Professor und Äfft:sor Facult. phil. zwar demVater, starb aber auch 1729 den 17 Febr. Manhat von diesem Micron. LuSolff zwar keine Bücher,aber doch eine ansehnliche Menge Disputationen,z. E. de fluxu 6c refluxu maris ; de lethalitate vulne-rum; de ludore ; de Tabaci noxa post postum; deeo, quod dicatur : nempe fui Medicus quilibet essepotest; de fabis Gossee ; de vitiis appetitus circapotulenta; de **t 'mtp s. fqbri ardente; de gangrena6c iphaçelo.Scc. Mot.

LUDOLFf, oder LeuchgifF, fHiob), ein Stasts-Mann und Lingvist, gcbohrcn zu Erfurt 1624 den 15Junii, ficng die Studia in ferner Vater-Stadt an,und setzte dieselben auf seinen siebenjährigen Reisenvon 1645 an in den Niederlanden, 1647 Engelland,Francrreich, Italien, 1650 in Schweden und 1651Dänemarck fort; gieng 1652 als fürstlicher gothastscher Lcgations-Sccretarius auf den Reichs-Tag nachRegcuspurg, wurde 1654 Hofmeister der fürstlichenPrintzen zu Gotha, i6;8, nachdem er vorher zu Ak-tors, nach damahliger Gewohnheit eine Jnangural-Disscrtation de pcenis deUctorum gehalten, Hofrathbey dem Hertzoge daselbst, that 167; eine Reise mitdem gothaischen Printzen Alberto, wurde 767; Cam-nrer-Director zu Ältenburg, legte aber seine Dienste1677 nieder, weite sein Leben;» Franccfurt amMäynruhig zubringen, und erhielt den Titel einesgehemrenRaths der Hertzoge zu Sachsen ernestinrfcher Linie.Anno >68i wurde er bey dem Churfürsten zu PfaltzCammer-Director, lebte aber meist zu Frankfurt, er-hielt das Pradicat eines chur-sächsischen Raths undResidenten zu Franckfurt, und wurde 1690 zumPrarfidc des Co legst imperialis historier gemacht. Erwar ein ausserordentlicher Liebhaber der Sprachen, re-dete die meisten europäischen, wüste die orientalischen,verstand deren zusammen fünf und zwantzig; legtesich aber nui besondern, Fleiß auf die äthiopische,Aaaa aaaa und