LUD O V I C U S
L U D O V I C U S
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reti 778 / war arbeitsam und gelehrt, redete und schriebdas Latein mit ziemlicher Fertigkeit/ war in den Rech-ten und Gesetzen seiner Lander wohl erfahren, auf de-ren Beobachtung er sorgfältig gehalten, und starb 840.Sein Leben hat Johann Leyner umständlich beschrie-ben. H.HL.
LUDOVIC US IX, ein König in Franckreich,mitdemZunahmen Sanctus, wurde von Lonifacio VIII ca-nonisirt, schrieb Constitutiones, die in den TonusconcilioEum stehn; «nb documenta filiis falutariaSctestamentum > welche man in Ducbefaii Scriptori-bus coëtaneis histori® francic* stndet; Machte auchdie erste Sanctionen, pragmacicam, wie es mit dengeistlichen Stifftern in Franckreich solte gehalten wer-den; wodurch er den Grund;« der Freyheit der fran-zösischen Kirche legte, und starb 1270, 2; Aug. bey Tu-nis. Daniel histoire de France. de Joinvilie histoirede Louis IX.
LUDOVICUS, «in Landgraf« zu Hessen-Darmstadt,gebohren 1630 den 2;Jan. hat die einem Regentenbenöthigke Wistenschaffte» in ftincr Jugend erlernet,und sich absonderlich an der deutschen Dicht-Kunstvergnügt, auch zu dem Ende den Psalter in deutscheVerse übersetzt, worauf er 1678,24 April gestorben.W. d.HL.
LUDOVICUS, m Fürst zu Hinfallt, tourbe zu Des-sau r 57g den 17 Iunii gebohren, und so wohl in denphilosophischen Wissenschasstcn, als in der lateinischenSprache unterrichtet. Aus seiner Reise nach Franck-reich und Italien wurde er dieser Sprachen sehr wohlmächtig, daher er aus diesen, und aus der lateini-schen Sprache sehr viele Schrisstcn ins.Deutsche über-setzt, auch selbst von den weisen Alten ; eine geistrei-che Lerrachtung eines langen unOkuryen Lebens;das Luch i^iotTin deutschen Reimen; die Glcgcs-prachten Petrarchä; das Leben des Tartar-Rö-nlges Tamerlanis ; den gekrönten David geschrieben.Er war auch in der hebräischen Sprache nicht uner-fahren, und hatte sonderlich zu Verbesserung undWachsthum der deutschen Sprache gross Liebe; zudem Ende er auf Veranlassung des Hof-Meisters,Caspar von Teutlcbcn, die fruchtbringende Gesell-schaft gestifftet. Er starb 1650, 7 Jan. Ir. W,d.
Florentz, weiter zu Alexandri VI Zeiten Senator undEoirsistorial-AdvocatzuRom worden. Julius Ilgabihm endlich die Stelle eines Senatons zuBononien,
. und schickte ihn in Gesandtschafft an König Ludovi-cum XII in Franckreich, da er denn nach seiner Zurück-kunsst, unterwegcns nach ftinem Vaterlande 1508 zuFlorentz, im 61 Jahre verstorben. . Seine vornehm-sten Schrisstcn sind: lecture super jus civile & ca-nonicum ; liber consiliorum ; Tract, de indulgen-tiis; historia? summorum pontificum ; vit* fàncto-rum Floriani, Julian* & Proculi, MSS. additionesad rractatum de succeflionibus ab intestato NicalaiUbaldi perufini; additiones, fummaria & reperto-rium ad Consilia Jobannis de Anania ; additiones adopusculum Signorelli de Hutnodeis, utrum sit prsfe-rendus dostor, an miles; additiones ad' tractatumGuidonis de Suzzaria de tormenris, live indiciis &tortura; additiones 8c correctiónes adtractatumCVir-taldini deBoncompagnis, de Visio, de translatione fa-cri concilii basileenlis ad civiratem Ferrari* ; Com-mentum in privilegium Theodofii imp. pro universi-tate bononiensi ; interpretationes novre ad omnesfere Jeges 8c glostas singulares in urroque jure, wel-che vielleicht mit dessen Buche, das den Titel führetSyliogianthon live collectio storum in decretum ei-nerley stud; Tabula in jus utrumque. Panz. Bu~maldi bibl. bonon.
LUDOVICUS Burgensis, stehe Burgensis.LUDOVICUS, ein englischer Theologus, Philoso-phus und Mathematieus voll Eaerleon, schrieb in
IVIagistrurn senrentiaruin; lecturam theologi*; intabulas eclipiium Rieb. Wallrng fnri ; de eclipsi solis8c lun®; canones eclipsium ; tabulas umbrarum,
nebst andern astronomischen Sachen, und starb 1369.
Bai. Fa.
LUDOVICUS, ein Cistereienser in dem Kloster, zuTzynna oder Zinne,im Chur-Brandenburgischen, ohn-weitWittenberg, lebte um 1354, und sammlet« einWerck, so aus ; Theilen bestehet, und Auctoritatesde rebus theologicis betitelt ist, welches in der Bi-bliothcc an der Pctcrs-Kirche zu Hamburg imManu-script liegt. Fa.
LUDO VICUS Condseus, siehe Condö.
Be, a.
LUDOVICUS deBeja, stehe de Be ja.
LUDOVICUS, HertzogvouBar,einBisthoffzu§an-gres, ferner zu Ehalons,und endlich zu Verdun, befandsich 1409 auf dem Eoneilio zu Pisa als AmbassadeurdesKönigs Laroli VLgast 1404 Synodales constitu-tiones heraus, und starb zuVerdnn 1430. Sa.
LUDOVICUS Bolognmus, ein italiänischer JCttts,um 1447 zu Bologna gebohren, lehrte inseiner Va-terstadt und zu Ferrara die Rechte, erhielt vom PabstInnoeentio VI ll die ritterliche Würde, und ward zudessen Lieutenant zuBononien erkläret. König CarlVIii in Franckreich, und der Hertzog von Maylandbrauchten ihn als ihren Rath; worauf er Podest» zu
LU D O VI C U S, von Ferrara, mit seinem Geschlechts-Nahmen Valentia, ein Dominicaner, trat daselbst inden Orden, als er schon bey Jahren war, und in derRechtsgclahrheit grossen Ruhm erworben, wurde1481 General-Procurator seines Ordens zu Rom,1490 Professor Theologia thomisticä zu Padua, starbzuVlterbo 1496, und hinterließ Commentaria in Ari-ßottlu erhicam, ingleichen einiger Meinung nach.Comment, in VIII phylicorum 1 ibros 8c in librumde anima ; tract, de gratia; de incarnatione Sc de là-cramentis; tract, de corpore Christi ; in primamle-cund*S. Tbotme ; in primum 8csecundum contra gen-tes; quœstiones super librum de ente & eslentia;supra librum primum sententiarum ; contra quos-Aaaa aaaa 3 dam.