ràÓZ LUND - LÜNDEL
den noch vorhandenen Bekehrung ; ausführliche Er-klärung über die Offenbarung Iohannis, und starbden 27 Scpt. 1693, tm 51 Jahre. Mol.
LUND (Thom.), ein Sohn Iohannis, Diaconi zu
■ Tundern, ward 1702 Pastor zuHorsbüll in der Nach-barschaft, und gab seines Vaters Buch, öffenriichcrGottesdienst der alten Ebraer betitelt, mit einerVorrede heraus. Mol.
LUND (Zachams), ein Däne, und Bruder des vorher-!stehenden Iohannis, gebohren zu Rubel den 5 April1608, studirte zu Leipzig, Wittcnberg und Königs-berg die Theologie, gab hernach, als er die veran-staltete Reise nach Holland wegen Ermangelung dernöthigen Kosten einstellen muste, 6 Jahre lang einenInformator ab, legte sich sodann auf die politischenStudia, und thatmit ein und andern jungen Herrenvon Adel bis 1645 eine Reise durch.Europa, wurdenach seiner Zurückkunft erst Rector der. Schule zuHerlov, nahm 1647 zu Coppcnhagcn die Magister-Würde an, wurde hernach Georg Seefclds, des dä-nischen Reichs-Raths Bibliothecarius, hierauf kö-niglicher Sccretarius und Vicarius im SchlosseArhus, und daneben starck in Deschissrirlmg der ge-heimen Schreibarten gebraucht. Er schriebPoemurajuvenilia in 4 Büchern ; elegias de argurnenris ama-toriis; epigrammata; allerhand deutsche Gedichte;übersetzte Vinc. Fabricii poemacion de puella leidenliins Deutsche; hinterließ ausser einer ansehnlichenBibliothec von seiner eigenen Arbeit Poemata, undeine lateinische Satyre, Af/w» in griechischer Sprache;
orationes; epistolas lat. gallicas 8c ltalicas ; epigram-maca ; glostarium latino - barbarum ; locos theologi-cos; controversias theologicas; annotationes inhi-ftoriam pastionis Christi ; synopstn doctrin® sphsri-cas 8c géométrie» ; paraenesesethico-politicas; Se-necoe cum aliis politicis collationem ; characteresboni Imperatoris 8c militis ; grammaticam hebroeam;
deutsche Gedichte ; eine deutsche Tragödie von der Zer-störung Jerusalem, unter dem Titel: Zedekias; deut-sche scharfsinnige kluge-Hof-und Schertz-Reden; pa-
raphrasin geminam in Heßodi opéra 8c dies ; notasin ejusd. theogoniam 8c scutum Herculis ; coram. inorat. Isucratis ad Demonicum; notas in Plutarcbumde puerorum educatione ; lucubrationes in JuliiAfricani Cestos, in Apoüodori xt>\ioçx>irixòi, in Athe-näum, Palladium; notas in 3 Ciceronis orationes 8cin somnium Scipionis ciceronianum ; comra. in Ho-ratium de arte poetica; Jo. Sarisberienßs entheti-cum e bibl. régis Britannias deferiptum ; Pétri Cotue-ßoris scrmones 68» cornm. in Garnsredtttn Je poetrianova; notas in Mapb. Vegium de veritate; volumenepistolarum doctiss. virorum ex bibliotheca feefel-diana conservatum, UNd starb den zJenncr 1667, im59 Jahre. Mol.
LU NDLL (Andreas), ein schwedischer Medicus, ge-bohren zu Skara i 6 ;y den 17 Jun. zohe 167; aufdie Universität nach Upsal, ward hernach Hofmeisterbey dem Herrn Haord, studirte zu Lunden in Scho-
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neu die Medicin, und wurde nach zwey Jahren die-
- (er Facultät Notarius. An. 1693 gieng- er mit demBaroil Möcner auf Reisen, besähe Deutschland, undward 1696 zu Leiden Medicinä Doctor, nachdem erde vera: medicin® cognitione dlspUtirct hatte. An.1698 erhielt er die Stelle eines Land-Physici vonJuneköping, und noch selbiges Jahr das Amt einesMedici ordinarii des Ober-Land-Gerichts vonGoth-laud, 1707 aber die Stelle eines Stadt-Medici undPhysici ordinarii zu Gothenburg. Neben seinenAmts-Verrichtungen trieb er die Astronomie, Gno-monic und Chronologie, von welcher letztern er eineschöne Probe in Kupfer, nebst einer lateinischen undholländischen Beschreibung zu Amsterdam 1697 un-ter dem Titel heraus gegeben: Tabula runica, conti-nens septem calendaria perpétua. Er hinterließ imManuscript: 8cliediasrna de vero usti 8cipionis ru»nici; observationurn variarum medico-phyiicarumcenturiam; calendarium ceconomicum, UNd starb1720 den 8 Oct. NZ.
LUNDORP, ofccrLondorp, (Mich.Caspar), einPhi-lologus und Historicus von Franckfurt am Mayn,hat in der ersten Helffte des 17 Seculi gelebt, undAnmerkungen über den Petronium unter dem Nah-men Georg. Erhardi; AÄa publica, welche die Ur-sachen des böhmischen und des daraus erfolgtendeutschen dreyßigjährigen B.riegs in 4 Qvartbän-den enthalten, die nachgehcnds in folio wieder aufge-legt und in verschiedenen Bänden, deren zur Zeit 13zusammen heraus sind, continuiret worden; Jo.Slei-dani commentarium de statu religionis 8c reipublicxab anno 1556 ad annum 1609 continuatum in drey
Octav-Banden.
LUNEN8I8 (Matrh.), siehe Matthseus.
LUNETTI (ViÄorius), ein Neapolitaner, aus einemgenuesischen Geschlechte, gab 1621 Heraus Efpedienti
a bcneficio de! regno di Napoli real patrimonio, & in -torno alle moneteßcarße e cambio alto. To.
LUNGENSCHNEIDER, oder Langschneider,(Thomas), eilt Magister noster und Assessor der theo-logischen Facultät zu Leipzig, unterzeichnete 1519den von dieser Facultät an Lutherum geschriebenenBrief mit, in welchem sie Luthers das Colioquiumzu Leipzig mit D. Ecken widerricth. Seiner wirdauch in den Epistolis obscurorum virorum in allenEhren gedacht.
LUNGWITZ (Matthäus), ein Magister Philosophé»und Prediger zu Rochlitz, lebte zwischen 1620 und1652, und schrieb: Admiranda divina Saxonia, feuoperum ecclesiasticorum 8c politicorum, quibus DeusJoannem Georgium, Ducem 8c Electorem Saxoni®,exornavit, libros 3; totius Christian® religionis me-tropolin de justificatione hominis peccatoris coramDeo; Lutherum orthodoxum; Alexandrum M. re-divivum, oder Bönigs Gustavi Adolphi dreyfachenLorbeer-Lrany, mit einem Anhange und Fortst-tznng; Bericht vsm heiligen Abschiede D. Mark.