Band 
Zweyter Theil D - L.
Seite
2629-2630
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L Y S E R

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warSuperintendens in Eilenburg, schrieb difp. in-augur.alem de ditìo apostolico lìorn. IV, 22, 23;Lcichenpredigtcn, und starb 1645. W, d.

L Y S E R (Frid. Willi ), ein Sahn desickpzigifchen Theo-logi, Polycarpi, war Dom-Prediger «ud Scholarchader neuen Dom-Schule zu Magdeburg,, wie auch chur-hrandenburgifcher Jnspeccor primarius im Holtz-Kreise, gebohren ut Leipzig den 4 Scpt. 1622,studie-re daselbst, wie auch zu Wittenberg, Coppenhagen undauf einigen deutschen Academicn. Er wurde 1650Sonnabends - Prediger zu St. Thoma in Leipzig,16; i Diaconus an derLieben-Frauen-Kirchc in Halle,1662 Superintendens zu Langensaltza, 1664 Dom-Prediger zu Magdeburg, t666 Coadjutor zu Braun-schweig, inrd 1668 Ober-Domprediger in Magdeburg,undstarb 1691 den 2; Aug. Man hat von ihm diF-purationes, Predigten rc. Sein Sohn, der berühm-te Doctor Polycarpus Lyscr zu Zelle, hielt ihm dieAbdanckung. Leb.

LY8ER (Johannes), ei« Sohn des leipziger Theologipolycarpi luid Bruder Fr'ièderici Wilhelms geboh-ren 1631 den 30 September zu Leipzig,Jvard daselbst1653 Magister, hernach BaccalaureusTheologiä,und1 664 Inspektor und Pastor in der Schul-Pforte. Erverfiel aufdieGedancken,daßdie Polygamie nicht nurerlaubt, sondern auch in göttlichen und weltlichenRechten geboten, ja zu Erlangung der Glückseligkeitdiefts und des zukünfftigen Lebens nöthig sey. Weiler nun diest Meinung halsstarrig vertheidigte, musteer seinen Dienst verlassen ; worauf er in unterschiede-nen Reichen herum reisete, und zu Güstrau, Stade undCoppenhagen viel Unruhe anrichtete. Erwürbe beyden Dänen Feld-Prediger; aber auch, als man seine'Irrthümer entdecket, aus dem dänischen Gebiete ver-wiesen; woraufer nach Schweden gieng, aber daselbsteben dieses Schicksal hatte; wobey sein discurius depolygamLa sowohl zu Coppenhagen als Stockholmdurch denHencker verbrannt worden. Er machte sichvon da nach Holland, muste sich allda aus Armutbey einer Kranckheit unter dem blossen Dache behel-fen, reisete darauf nach Italien, und endlich nachFranckreich, allwo er 1634 auf dem Wege zwischenParis und Versailles, in de» elendesten Umstandenunverheyrathet verstarb. Ergab unter dem NahmenSincerus Wahrenberg kuryes Gespräch von Serpo-lygamie,hernach 1676 das königl. Marck aUerLande;ferner 1676 unter dem Nahmen Tbeopbilus Aletbausdifcurium politicum de polygamia heraus, welcherTraktat hernach 1682 unter dem Titel : polygamiatriumphatrix cum notis Athanüsti Vincentii wiederaufgelegt worden. Wie eingenommen und aufge-bracht er von seinen Meinungen gewest, erhellet un-ter andern aus folgender Grabschrifft, die er. einemWidersacher der Polygamie gemacht: buh hoe lapidejacet l'epultus horno, vir nonvir,mulier non mu-tier, liber non liber, ûyffóyvyas, an yv>t*v$(os certatur,fane ywsciKox^xTs/usvos : sèmideus , an iemihomo, aníemidiabolus , disceprarur, certe diabolus incarna-tus, hominum maltipücationi chvidens » hvminir

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naturam evertens ejusque generationem impediens,hominis nomine indignus, virorum vires destruens,muliemm naturam evehens, hostis Dei & hominum,adeo ut nee virilis, nec muliebris Fexus, nec dia-bolus ipse succensu habere deFideret, metuens, neipii i nfern o leges imponat, licuti Christo legislatorinoslro, nov.as aflinxit leges, Spiritus S. verba refor-mavit, apostolorum mentem maliciole dementavit.Mancipium diaboli, adjutorium Satanx, cui paterAbbadon, mater Alecto, nomenLegio, nutrix Me-gœra, Fcilicet horrendum Monstrum & ingens, cuilumen ademtum , asini Fepultura digniffimum, &si viveret, inafinariam aut Utopiam releganduin. B.Gebatterì anthologies: dislertationes. Am-Ende me-moria inspeftorum portensium.

LYSER (Lucas), der älteste Sohn des leipzigischenTheologi Polycarpi, und Bruder FriScrici wilhel-mr, gebohren 2; Oktober 1620 zu Leipzig, warJ.U. D. brandenburgischer Hofrath, schrieb muliemmcuratorem saxonicuin, starb 1672 den 2 Jursti, im45 Jahre zu Magdeburg, und ward denaz Junii dar-auf zu Leidig im Paulino begraben. W, d.

L YS ER (Michael), ein Medicus in dem 16 Seculo,

. von Leipzig gebürtig, allwo er auch die ersten Gründeseiner Studien legte, begab sich darauf nach Coppen-hagen, und wurde allda zumAnatomico aßistenteaufder Académie ernennet. Nach diesem that er eineReise nach Padua, und nahm daselbst den Gradumeines Doctoris an, kehrte aber sodann wieder nachDänncmarck, und starb zu Nycöping, nachdem ersich drey Wochen vorher verhcyrathet hatte, den 20Dec. 1660, im 33 Jahre feines Alters. SeineSchrif-

ten sind : cultdr anatomicus ; de l'phacelo cerebri ;de calculo renum ; de auditu ; de maraimo ; vario-rum auctorum obiervationes medicx&c. Mang;Ke.

LY8ER (Polycarpus), einlutherischerTheolvgus, gc-bohren zu Winenden in dem Hertzogthum Wurtem-berg 1552 den i8 Mertz,wurde, nachdem er zu Tübin-gen studirt, nach Gollersdorffin Oesterreich als Pfar-rer beruffen, worauf er zu Wittenberg 1576 Doctorund Professor Theologia, Assessor Consistorii und Su-perintendcns worden. Er war 1579 mit Verferti-gung der Formula: Concordix eifrig beschäfftiget/Undbekleidete 1588 nachgehcnds zu Braunschweig dieStel-le eines Coadjutoris und Superintendentcns, wurdeaber wieder 159; nach Wittenberg, und endlich 1594nach Dreßden zur Ober-Hvf-Prediger Stelle beruffen,woselbst er mit Samuele -Hubero und Jacobs Grei-fers vielfältigen Streit gehabt. Er ließ Adamum,Noachum, Abrahainum , IFaacum, Jacobum, Jose-phum ; comment, in Genesin ; historiam paflkmis,resurrectionis & afeensionis dominicx ; strenam ge-minam Calvinianis exhibitam ; continuationem har-monix evangelicx a Martino Chemnitio inchoatx,colossum babylonicum, fornacem babylonicam ;eine paraphrasm der Historie der Auferstehung Chri-sti; Rettungsseiner Ehre und llnschulv rvider O.Crellii Freunde ; christliche Erinnerung vom exor-cisma ; zxvey predigten von der GenaVen-Wahl;

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