5 SABANCORUS SABBATIER
SABANGORUS (Nicolaus), ein JCtus, hat einentract. de connubiis geschrieben, weicher unter andernitzi2 zu Jena.heraus gekommen.
8 ABAR A, eher Sabdaa, obefSavara, (Jehuda) , fbttfïauch Ssdira, oder Saccara genannt, ein Rabbine ausdem 16 Sccuio, schrieb ein Werckgeir von der Aufer-stehung der Todten, welches nebst Maimoniva Epi-steln von gleichem Inhalt 1559 in 8 gedruckt wor-den. w.
S. S AB AS, ein heiliger Mann, war 4 Z 9 zu Mutulascaeinem Dorffe in Cappadocien gebohren, wurde Abtin dem Kloster Laura, wie auch Superior gcneralisder Klöster in Palästina, und soll das Typicum San-ctx Gaur« geschrieben haben, welches 1691 in griechi-scher Sprache zu Venedig in folio heraus gekommen;wiewohl andere solches mit besscrm Grunde für eineweit jüngere Schrifft halten. Erstarb z^den-Dec.Sein Leben hatLycillus, ein Mönch zu Scythopolisbeschrieben. Allatius de libris eccieiiafticis Grxeorum.C.O.
SABAS, ein griechischer Mönch und Schüler St. Is-annicii des Anachorète», hat um das Jahr 850 dasLeben seines Lehrers beschrieben, welches in griechi-scher Sprache in der kayscrlichen Bibliothcc zu Wienliegt. Lam.
SA^ATINUS (Garolu;), ein Priester von Perugia,florirte in der letzten Helft« des 17 Seculi, war Phi-lofophia Doctor, ein Mitglied der Akademie dcl Distftgnv, verschiedener Bischöffe von Perugia Secrcta-rius und synodalischcr Bücher-Censor, vorher aberProfessor der schönen Wisscnschafften in dem bischöfli-chen Seminario, schr/cb ausser vielen Gedichten undLobreden : laudes in natali deiparx unter dem Titel:Golumba; prxdictionern alìrologicarn super orcaÏVIarLa ; virginis genethliacon ; Rosam autumno pro-digiofe exorcam; Apollinem magnum, iednovum;lanstitatis 8c sapientix regnum ; hinterließ auch inpreßfertigemStander/ fegretariode Vefcovi;i! Jenlina-rio; Aicana lingux sanitas; Comrnentaria in Alma-gestum Ptolomai ; concordüm inter philofoplios 8cmedicos in Arístotelis dicta, und Compendium the-sauri lingux hebraiex. 01.
SA BB AS Castilionxuc, ein Johanniter-Ritter ausMa»)land, war ein sonderlicher Liebhaber des Studi-rens, richtete deswegen eine Schule nebst einer gutenBibiiorhec von seinen eigenen Unkosten zuFaenzaauf,schrieb Ammaefiramenti matrimoniali ; Ricordi neceß'a-rii dal principio délia vita civile fino al fine di quettacon beruica e chrijiiana d'tgnita &c. Ulld starb Í554.Ghil.
SABBATHINUS, siehe de Ursis.
S ABBATHIUS, stet)« Philo.
SABBATIER (Petr.), ein Benediktiner von der Con-grégation St.Maur,warzuPoiticrs 1683 gebohren,und ward 1702 in die Congrégation aufgenommen.Er hielte sich darauf in der.Mtey zu St.Germain des
§ ABBAI'IdisllL SABELLÎCUS 6
Prez auf, und arbeitete nebst dem Sim. Mopinotcherihm aber hernach die Arbeit allein überlassen, an ei-nem Wercke, so aus etlichen Folianten bestehet, undeine Nachricht von aßen alten lateinischen Übersetzun-gen der Bibel mit seinen Anmerckungen enthält. Erhat selbiges nachmahls unter dem Titel: Bibliqrun*sacrorum latinx veriiones anriqu® f vetu. veriiaitalicaSc cxcerxomnes.quorquot in codicibas MSSL& in antiquorum libris reperiri poruerunt, quxomnia cum vulgata lacina 8c cum textu grxco corti-parantur, heraus gegeben, und mit einem vollständi-gen Register versehen. NZ. leCerf.
SABBAT INUS, ein BischoffzuGenua, wohnte8/6demConcilio zu Pavia,und877dcm zu Ravcnnabey,und schrieb epiraphiurn 8. Syri, dessen Cörper er selbernach Geuua gebracht Hatte. Ug.Ol Fa.
SABBATINUS (Joh. Bapt.) , ein bekehrter Jude,war Rcctor des Collegü derer Neudckehrten zu Rom,schrieb observationes & documenta in linguam hebr.die noch nicht gedruckt sind, und starb 1649. W.
SABBAT1US, ein Bischoffzu Tongern, starb Z 84 ,und schrieb einen Tractac de lldewiderMarcioncm,Valenrinum, Eunomium und Aerium, und verthei-digte darinne die Wahrheit von Christi Menschwer-dung wider die ersten beyden, wie auch den Lehr-Satz,daß er mit dem Vater gleiches Wesens sey, wider dieletzten. Sein Leben stehet in denen Scriptor. leodi-enlibus Tom. I. Fa. C.
SABBHOTIUS (Aug),siehe Saboth.
SABDAA (Jehuda), siehe Sahara.
SABELLICUS (Marcm Antonius Coccius), ein ita-liänischer Historicus, gebohren gegen 1436 z» Vicova-ro aus einer mittelmäßigen Familie, studirte zu Rom,brachte es in der Poesie bey Zeiten gar weit, ficngauch ;» Tivoli fast noch unbartig an zu dociren, be-gab sich hierauf nach Rom, und als er daselbst psrnpo-nium Lätum zum Lehrmeister kriegte, legte ihm der-selbe den Nahmen Sabellicus bey, da er sonst mit sei-nem Gcschlechts-Nahmen nur Loccius hieß. Um147; wurde er nach Udine, die Jugend daselbst z u un-terrichten, und 1484 nach Venedig beruffeu, die Hu-maniora allda zu lehren. Als aber die Pest daselbstwütete, gieng er nach Verona, und verfertigte alldainnerhalb 15 Monaten seine venetianischeHistorie,dieer nach seiner Rückkehr;» Venedig drucken ließ. Da-selbst wurde er auch Bibliothecarius der BibliothccS. Marci,welche der Cardinal Leflarion der Rcpublicgeschenckt. Als er wegen Alters und Schwachheit,die er sich durch vieles Arbeiten und Ausschweiffung invenerischen Ergötzlichkeiten zugezogen, seinem Amtenicht mehr wohl vorstehen konte, hielt er um sei-neDimißion, nebst einer Pension von 200 Ducatenan; welcher Bitte «rauch gewähret wurde, worauf er1506 den 18 April an einer venerischen Kranckheit ge-storben. pierius Valerianus erzchlet von ihm, er ha-be so lebhafte Augen gehabt, daß er, wenn er desNachts aufgewacht, damit eine Zeitlang feine Bücher
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