7 SABELLIUS SABEO
und gantze Kammer genau erkennen und unterschei-den können. SeineSchristen stndste vetustateAqui-lejse libri VI; rerum venetarum historiae, vor Wel-ches Buch/ das man auch in Andr.Scbotti Italia illu-strata findet , ihm die Republic eine jährliche Pensionvon 200 Ducaten angewiesen, obschon dasselbe vollerUnwahrheiten und Schmeicheleyen ist ; ste venetis ma-gistratibus ; annotationes in Ptinium, Liviam, Valert-titn Maximum, Lucnmtm, Statium Lc CatuUum , welcheman auch inGrateri thesauro critico findet; ValenusMaximus ex ejus recensione; Suetonius 'Tran([uilluscum paraphrasi & annotationibus ; de officio Prxto-ris ; de venera urbis situ libri III, an welchen Fran-ciscus Sansovinus ein Plagium begangen ; ds latinxlingux reparatione ; de officio fcribse ; oratio in ku-riere Zacharise Barbari; oratio in funere BenediftiRugii ; in Livium annotationes ; rhapfodix historia-ruru enneades ab orbe condito ad inclinationemim-perii romani; notas in Horathm Flaccum; JußinusSiFIorus ab eoemendati; exemplorum libri X; fa-miliarium epistolarum libri XII ; orationutn libriXII ; poemata & carmina ; summa diversorum tracta-tuum ac resolutiones, die ex recensione GuidonisAretini Sabellici vermehrt 1707 zu Cölln in folio her-aus gekomen; poema de rerum & artium inventori-bus, welches auch bey Marthäl 1613 zu Ham-burg gedrucktem traft, de rerum inventoribusOie Historia veneta, wie auch die antiquitates aqui-lejenses stehen in dem tbesauro antiquirat. & histor.ItaliaeTom.V & VI. Sonst sind dessen Wercke zu Ba'eli;6o in drey Voll. cun Cal. See. L'miu/iis in foliozusammen gedruckt worden. Sein Leben hat PeterGeorg Lhalcedonius beschrieben. Doch ist diejeni-ge Beschreibung noch besser, welche Herr ApostoloBeno gemacht, die nebst Sabellici historia veneta indem ersten Tom. von den scriptoribus rerum vene-tarum stehet, der 1718 zu Venedig in italiänischerSprache in 4 heraus gekommen. Sabellicus mack-te sich selbst diese Grabschrifft:
Quem non res hominum, non omnis eseperatsetas
Scribentem, capit hatc Coccion urnabrevis.
B. PB. To. Nie. Dan. Wilb. Mollert diíí! de M. A
C. Sabellico, Altorf. 1698.
SABELLIUS, ein Ketzer im dritten Geculo,gebürtigvon Pentapolis aus Libyen,war des Noeri Schüler,
. erwies sich anfangs orthodox,wich aber 2^700» derKirche ab, indem er lehrte, daß Gott der Vater,Sohn und H. Geist nur eine Person, gleichwie Geist,Seel und Leib nur ein Mensch wären." Ja er machtenach einiger Meinung, aus den drey göttlichen Per-sonen nur drey Rahmen einer Person. Wormms in
Historia sabelliana. Epiphanias. Euf. Arn.
SABELLIUS, oder Savelii, (Centius), stehe Ho*norius III. '
SABEO, ein Jtaliancr, welcher unter dem NahmenFausi-us Gadgus bekannt, wurde zu Chiari im Ge-
SABIATUS SABINUS 8
birgevonBrefcia, von armen Eltern gebohren, vomPabst Leo X zum Bibliothecario gemacht, und Ma-nufcripte aufzusuchen, nach Engelland geschickt. Nachdessen Tode muste er sich armselig behelssen, bis ihnKönig Henricus II inFranckreich vor die Dedicationfeiner Cosmographie utl&Epigrammatum reichlich be-fcheuckt. Er starb nm 1556. B.Ghil.
SABIATUS (Petra«), hat Jfocratis Rede in laustemEvagorss ins Latein Übersetzt, und 1549 zu Parisediret.
S ABI jo, stehe Thabel.
de S. S ABINA, siehe Johannes Corfienils,
SABIN A Athestina, eine Jtaliänerin von Atheste, ei-nem Orte, der nach Padua gehört, gebürtig, war in vie-len Wissenschafften, sonderlich in der Poesie wohl erfah-ren; weswegen Martialis derselben öffters mit Ruhmgedencket.
SABINUS, ein Medicus, war des Stratonicus undMetrodorus Lehrmeister, florirte im i Seculo, undschrieb unterschiedene Commentarios über die Werckedes Hippocrales. Galenus hat aber doch auch vie-les an selbigem auszusetzen gefunden. Von seinenSchriften ist nichts mehr vorhanden, ja man hatschon zu Galcnus Seiten einige von denselben vermis-set. Fa.S. Ke.
SABINUS,ritt Sophist, lebte zu Zeiten KaysersLdrla-ni, und schrieb Ilagogen ad marerias& hypothèses;declamationum libr. 4; in Thucydidem enarrationem;in Acußlat genealogias. H. S.
SABINUS, einBischoffzuPlacentia, wohnte 381 demConcilio zu Aqvilcja bey. Ambrosius hielt sehr vielvon ihm, wie er ihm denn etliche mahl seine Schriftenin die Censur gegeben. H.
SABINUS, ein Bischofs von Heraclea um 425, warein maccdonischcr Ketzer, lebte unter der Regierungdes Kaysers Theovosti des Grossen, sammlete die Actenvon unterschiedlichen Conciliis, und gab sie heraus;scheinet abcrpartheyisch zu seyn, weil er die Bâter desnicänischeu Concilii als Idioten und Ignoranten be-schrieben, auch demAthanasio allerhand Aufruhr undKetzercyen Schuld gegeben. Es ist solche Sammlunglangst vcrlohren gangen. Siewird mit desMönchsSadinl seiner nicht vor einerley gehalten, Massen die-ser die PP. nicsnoít lobet', jener aber vor Ignoran-ten hält. Possev. Fa.Vo Soc. C.
SABINUS (Andr. Fulv.), siehe Fulvius.
SABINUS (Aquilius), ein römischer JCtus und Va-ter Fabli Sabliü, lebte im 3 Seculo, und war 214,wie auch abermahl 216 Bürgermeister. Manhat ihnvor den Vater der Aqvila Severa, einer vestaltschenJungfrau gehalten, welche der Kayser -Hcliogabalusheyrathcte. Dieser Tyranne wolte sich gern den Sa-binum vonk Halft schaffen, deswegen er einem Officierüber die Leib-Wacht Befehl ertheilte, ihn zu todten. Al-lein dieser hörte nicht wohl, und meynte,er solte denSabinum nur aus der Stadt zu weichen anbefehlen;